61. Dresdens Stadtschreiber

Christoph Wilhelm Aigner, Dresdens neuer Stadtschreiber, mag Städte nicht. „Den Umgang mit Menschen in Städten habe ich wahrscheinlich verlernt“, schreibt er in „Engel der Dichtung“ (2000). Sein Aufenthalt beginnt heute mit einer Antrittslesung. Etwas, was ihm gar nicht liegt. „Der Gedanke an Lesungen schreckt mich leicht.“ Vor Jahren hat er sich nur widerwillig, „des Geldes wegen“ zu einer Lesereise ins Württembergische aufgemacht. Hat für einige Zeit jenen Ort in Italien verlassen, wo er lebt, jene „Halbwildnis, der die Verwilderung meiner Gedanken entspricht, aus denen ich ordentliche und geschmeidige Gebilde zu formen versuche“. Die Orte dieser Gebilde, Gedichte meist, aber auch kurze lyrische Prosatexte, liegen fernab der Städte. / Tomas Gärtner, Dresdner Neuste Nachrichten 22.4.04

Antrittslesung heute, 19 Uhr im Sparkassenhaus am Külz-Ring

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