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Veröffentlicht am 16. Dezember 2002 von rekalisch
Über ein „Gespräch im kleinen Kreis“ um Mahmoud Darwish im Wissenschaftskolleg Berlin berichtet Martina Sabra für die NZZ (16.12.02):
Der junge Darwish entdeckte die Weltliteratur auf Hebräisch, liebte ein jüdisches Mädchen, schrieb Gedichte und protestierte gegen die Unterdrückung der arabischen Minderheit in Israel, bis 1970. … …
Navid Kermani, der Gastgeber und Moderator, wies darauf hin, dass gegenwärtig zwei Literaturtraditionen existenziell von der Erfahrung kollektiver Vertreibung und Vernichtung geprägt seien: die palästinensische und die jüdische. Mahmud Darwish schien mit dieser Analogie jedoch wenig anfangen zu können, geschweige denn Schlüsse für das Verhältnis von Palästinensern und Israeli daraus ziehen zu wollen. «Die Palästinenser sind vielleicht dazu bestimmt, eine Art Juden zu sein», sagte er nachdenklich. «Aber die Israeli dulden keine anderen Juden neben sich.»
Kategorie: Arabisch, Hebräisch, PalästinaSchlagworte: Mahmud Darwisch, Martina Sabra
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