Kategorie: Europa

Der Fäulnis Chemien

Der Fäulnis Chemien fliessen im Grau,
In golddurchwirktem Laubgewirr

Liebeselend

Man glaubt zu siegen, ist Besiegter

Die Krüge

An den langen Tischen der Zeit
zechen die Krüge Gottes.

Worte

die Lettern formen Worte, die ich reihe
und denen ich durch die Grammatik Sinn verleihe.

Lyrikkritik 1983

Beim Blättern in alten Ordnern finde ich einen Zeitungsausschnitt aus der Wochenzeitung Sonntag von 1983 mit zwei Gedichten einer jungen Lyrikerin. Am Rand direkt darunter eine Randnotiz in meiner (damaligen) Handschrift. Sonntag ist die DDR-Vorgängerin des heutigen Freitag. Mein Kommentar ist nicht sehr freundlich,… Continue Reading „Lyrikkritik 1983“

Grabschrifft und Lobspruch

Creutz Saat / vnd Frewden Erndt / der wahren Kinder Gottes. Das ist: Christliche einfältige Leichpredig

Nein! Ich gefall mir nicht

Ich tret aus meinem Traum heraus
Und stell mich leise neben mich

Peter Huckauf

düster bohren sich noch die nachmittage
durchs schläfrige holz des nahen volkspark

Alone. Allein

The moon’s greygolden meshes make
All night a veil,
The shorelamps in the sleeping lake
Laburnum tendrils trail.

»es ist nicht so einfach frei zu sein«

liebe war die antwort der darm usw
regen war das geschenk der müll usw
es kamen die quäler die jäger
sie bat mich sie zu leben

Für Kuckucksfrauen

Aber jetzt heißt es, dass man bereits damit begonnen habe, Interessenvereine zu gründen, um Vogelbeobachter zu beobachten

Lyrik? Ist in Charkiw.

Sprachsplitter
sind Lyrik ähnlich
sind sie aber nicht

Seenot

Wenn die Kraniche bellen
Auf den tanzenden Wellen,
Muß das Schifflein zerschellen.

Lebenslauf eines Buches

Alfred Richard Meyer alias Munkepunke (* 4. August 1882 in Schwerin; † 9. Januar 1956 in Lübeck) LEBENSLAUF EINES BUCHES1.Man wird gedichtet, gedruckt und fliegt in die Welt – :Eitel Jugend, Begeisterung, Strophen und Lieder.  Man wird verhandelt, verschandelt für Geld.Eines Tags findet man sich… Continue Reading „Lebenslauf eines Buches“

Du warst im Krieg, Odysseus

An meinen Fingern zähl‘ ich ab die toten Jahre . . .
Du warst im Krieg, Odysseus. Bleichte er die Haare?