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Veröffentlicht am 6. November 2025 von lyrikzeitung
Lucebert
(* 15. September 1924 in Amsterdam; † 10. Mai 1994 in Alkmaar)
köpfe
I
haltloser kopf
du bist wieder in guten händen ein dichter
spricht zu dir die pohesie
wird gleichgestellt wie eine uhr
mit den diversen differenzen
zwischen deinen divergierenden vitalen teilen
die eingedickten instinkte werden wieder aufgesucht
und eingefeuchtet
sinnlose sinne zusammengereimt
mit düften phrasen und farben

koppen
I
losgeslagen hoofd
je bent weer in goede handen een dichter
spreekt tot je de pohezie
wordt als een horloge gelijk gezet
met de verschillen geschillen
tussen je uiteenlopende vitale delen
de ingedikte instinkten worden weer opgezocht
en ingevocht
zinloze zintuigen weer gerijmd
met geuren kreten en kleuren
Aus: Lucebert, Köpfe. Aus dem Niederländischen von Rosemarie Still. hochroth Berlin 2016, S. 7 / 6 / 30
Kategorie: Niederlande, NiederländischSchlagworte: Avantgarde, experimentelle Lyrik, hochroth Berlin, Köpfe, Koppen, Lucebert, Lyrikzeitung, Nachkriegsliteratur, Nachkriegspoesie, Niederländische Lyrik, niederländische Moderne, Poesie der 1950er Jahre, Poetik, Pohesie, Rosemarie Still, Sprache und Körper, Vijftigers
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Meinen herzlich lachenden Dank für diese Wahl, welch versüßter Morgentau. 😀
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