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Veröffentlicht am 16. August 2025 von lyrikzeitung
Gottfried Benn
(* 2. Mai 1886 in Mansfeld bei Putlitz, Prignitz; † 7. Juli 1956 in Berlin)
Turin
»Ich laufe auf zerrissenen Sohlen«,
schrieb dieses große Weltgenie
in seinem letzten Brief –, dann holen
sie ihn nach Jena –; Psychiatrie.
Ich kann mir keine Bücher kaufen,
ich sitze in den Librairien:
Notizen –, dann nach Aufschnitt laufen: –
das sind die Tage von Turin.
Indess Europas Edelfäule
an Pau, Bayreuth und Epsom sog,
umarmte er zwei Droschkengäule,
bis ihn sein Wirt nach Hause zog.
Aus: Gottfried Benn, Gedichte in der Fassung der Erstdrucke. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch, 1988, S. 271 (Erstdruck 1936)
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Benn Droschkengäule, Benn Gedichte Nietzsche, Benn Weltgenie, Ecce Homo Nietzsche, Europas Edelfäule, Friedrich Nietzsche, Gottfried Benn, Lyrik über Wahnsinn, Nietzsche in der Dichtung, Nietzsche Jena Klinik, Nietzsche letzter Aufenthalt, Nietzsche letzter Brief, Nietzsche Pferd Turin, Nietzsche Psychiatrie, Nietzsche Turin, Nietzsche Wahnsinn, Nietzsche Zusammenbruch, Philosophie in der Lyrik, Turin, Turin in der Literatur, Wahnsinn und Genie, weltgenie
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