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Veröffentlicht am 27. September 2023 von lyrikzeitung
Cyrus Atabay (* 6. September 1929 in Teheran; † 26. Januar 1996 in München) war ein Neffe des Schahs von Persien, der in Deutschland und der Schweiz ausgebildet wurde, seine Muttersprache verlernte und ein deutscher Dichter wurde.
Ab 1952 studierte Atabay Germanistik in München. Seit Anfang der 1960er Jahre lebte er abwechselnd in Teheran und London, wo er 1978 – als Neffe von Schah Mohammad Reza Pahlavi durch die Islamische Revolution staatenlos geworden – Asyl erhielt. Die deutschen Behörden lehnten es ab, Atabay ein Visum auszustellen. In London pflegte Atabay eine Freundschaft mit Elias Canetti. Erst 1983 konnte Atabay nach München zurückkommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cyrus_Atabay
Schach Die Türme fielen in Feindes Hand, meine Bauern habe ich verloren, weise mich nicht aus deinem Land: ich bringe dir die Gaben eines Mohren. Zum Henker mit den Königinnen, die schmieden nur Ränke und Lug, ohne Mann und Roß stehe ich vor deinen Zinnen, ein armer König–: du bist am Zug.
Aus: Cyrus Atabay, Gedichte. Frankfurt/Main und Leipzig: Insel, 1991, S. 33
Kategorie: Deutsch, Deutschland, IranSchlagworte: Cyrus Atabay
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