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Veröffentlicht am 6. Februar 2018 von lyrikzeitung
Marie Luise Kaschnitz (1901-1974)
Zuweilen
Zuweilen schläft auch der Dichter
Der alte Verderber der Feste
Ausgezählt hat er sich selber
Gesunken ins Sterntalergras.
Schnellwachsender Traum überspinnt ihm
Die spähenden Augen
Auf seiner Schreibhand
Begatten sich Schmetterlinge
Seine Sturmvögel plappern wie Spatzen
Das liebliche Immer-schon-da.
Aus: Marie Luise Kaschnitz: Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928-1965. München: dtv, 1995 (2., neu durchges. Aufl. – 1. 1969), S. 245
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: L&Poe-Anthologie, Marie Luise Kaschnitz
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