110. Eterna Cadencia

‚Eterna Cadencia‘, ein kleiner Verlag aus Buenos Aires, sieht in der Langlebigkeit des Buchs ein ärgerliches Lektürehindernis, unter dem vor allem junge Autoren zu leiden hätten. Ihre Karriere hänge von der unmittelbaren Resonanz ihrer Werke ab, es nütze ihnen wenig, wenn ihre Bücher erst nach mehreren Jahren aufgeschlagen werden. Also hat sich der Verlag ein neues Buchformat ausgedacht, dessen eigens entwickelte Druckfarbe sich nach dem ersten Kontakt mit Licht und Luft langsam auflöst: Nach 60 Tagen ist der gesamte Text verschwunden. Der Leser des ‚Buchs, das nicht warten kann‘ (‚El libro que no pueda esperar‘) muss sich entscheiden: gleich lesen oder gar nicht. / Carlos Spoerhase, Süddeutsche Zeitung 20.6.

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