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Veröffentlicht am 6. März 2010 von lyrikzeitung
Im letzten Herbst starb mit Alda Merini eine Dichterin, die in ihrer Heimat Italien ein grosses – auch jugendliches – Publikum hatte. Die frühreife Lyrik brachte ihr Erfolg; den langen Jahren in der Psychiatrie rang sie eine neue Sprache ab. …
Seit Mitte der achtziger Jahre wird Alda Merini in ihrem Heimatland als grosse Dichterin geehrt. Anders als ihre älteren, weitaus verschlüsselter, elitärer schreibenden Kollegen Andrea Zanzotto, Giorgio Caproni oder Mario Luzi fand ihre auf den ersten Blick sehr schlichte, fast dahingesagt wirkende Lyrik rasch ein breites Publikum. Ungewöhnlich ist auch, wie viele Jugendliche sich mit ihren existenziellen, bis zur physischen Entstellung gelebten Fragen identifizieren. 1954, als Pier Paolo Pasolini ein erstes Porträt der jungen Dichterin für die Zeitschrift «Paragone» verfasste, hob er das unerhörte Gewicht gelebten Lebens in ihrer Poesie hervor. / Franziska Meier, NZZ 6.3.
Kategorie: Italien, ItalienischSchlagworte: Alda Merini, Franziska Meier, Giorgio Caproni, Mario Luzi, ndrea Zanzotto, Pier Paolo Pasolini
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