Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 26. November 2009 von lyrikzeitung
AM SAMSTAGABEND WOLLEN WIR UNS ZU ZWEIT
Am Telefon betrinken, wir allein,
Wir essen, saufen, lassen keinen rein
Und sagen alles ab in dieser Zeit.
Wir sind gewaschen, eingecremt, rasiert,
Ich weiß, wie du im Bademantel liegst
Und ohne Gürtel nur die Hälfte wiegst,
Wir schütten immer mehr, was auch passiert:
Wir wollen uns, es wird in Bonn bald Winter,
Im Pathos, gegenüber, Kalb und Schnee,
Salate, Hirten und die gleichen Lieder.
Sobald du mir vom Tod erzählst, beginnt er,
Verzeih mir, daß ich dich am Samstag seh,
Und wenn du nicht allein bist, fahr ich wieder.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Thomas Kunst
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Neueste Kommentare