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Veröffentlicht am 22. Februar 2001 von lyrikzeitung
Zurzeit sind die Theatergruppe Muntanellas und In Situ mit Probearbeiten zum szenischen Bild nach Paul Celans Gedicht „Tenebrae“ beschäftigt. …
… äußerste Grenze der Not, daß Celan sein Gedicht „Tenebrae“ als „eines seiner liebsten“ bezeichnete, überrascht nicht, denn es steht selbst in der Landschaft dieses bedeutenden Lyrikers der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einzigartig da. Es beruht auf einer Umkehrung, beziehungsweise Inversion des traditionellen Verhältnisses Gott – Mensch: „Bete, Herr, bete zu uns, wir sind nah.“ Es ist offensichtlich, das diese Celansche Inversion eine äußerste Grenze der Not und der Verzweiflung kennzeichnet, die die Existenz zu ihrer letzten Verstehensbemühung aufruft. / Die Südostschweiz 22.2.01
Kategorie: DeutschSchlagworte: Paul Celan
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