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Veröffentlicht am 7. September 2012 von lyrikzeitung
Das rekonstruierbare Sprechen und Denken der Urindoeuropäer ist voll von hoher Poesie, die den Ruhm kriegerischer Helden feiert – dies hat zuletzt Martin L. West in dem Buch ‚Indo-European Poetry and Myth‘, Oxford 2007, eindrucksvoll vorgeführt. Das Vokabular kennt den ‚unvergänglichen Ruhm‘ des Kriegshelden, also des Warlords, auf Erden, der durch Erzählungen entsteht; es kennt auch das Rad, das Pferd, den Streitwagen. All das – die Helden-Epik und die technische Begrifflichkeit – passt deutlich besser zu den kämpferischen halbnomadischen Reitervölkern in der nördlicheren Steppe, die sich auf rund 4000 Jahre später datieren lassen, als zu friedlichen Bauerngesellschaften in Anatolien. / Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung 28.8.
Martin Litchfield West: Indo-European Poetry and Myth
Verlag Oxford University Press, 2007 siehe hier

Kategorie: WeltSchlagworte: Indoeuropäisch, Johan Schloemann, Martin L. West, Sprachen
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