Kategorie: Deutschland

17. Preise des Systems BRUETERICH

Endlich sind die Lyrikpreise des Systems für 2011 vergeben: der WOLFGANG für moderne 5Zeiler auf elektronischem Papier geht an Norbert Lange (Berlin), den WOLFSKEHL für hörbare 5Zeiler im mp.3-Format erhält KLANGKNECHT (Stuttgart). Den beiden Gewinnern herzlichen Glückwunsch und ein dreifaches: Lyrik ahoi!

16. Benedikt Dyrlich erhält Cišinski-Preis

Der sorbische Autor und Publizist Benedikt Dyrlich erhält den Cišinski-Preis 2011. Das hat das Kuratorium der Stiftung für das sorbische Volk in Bautzen entschieden. Wie eine Sprecherin der Stiftung am Dienstag mitteilte, wird Dyrlich für seine Bemühungen geehrt, sorbische Lyrik aus Vergangenheit und Gegenwart… Continue Reading „16. Benedikt Dyrlich erhält Cišinski-Preis“

15. »Ich Wolkenstein« wurde auch in Rostock gesungen

Vom 8. Juli bis zum 27. November 2011 wird auf Schloss Tirol in Bozen die große Sonderausstellung »Ich Wolkenstein« des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte über den wohl berühmtesten Südtiroler Dichter und Minnesänger Oswald von Wolkenstein (1376-1445) gezeigt, der als der herausragende Lyriker… Continue Reading „15. »Ich Wolkenstein« wurde auch in Rostock gesungen“

14. Verbessern statt erretten

Husumer Nachrichten (Gunnar Dommasch): Als 16-Jähriger siedelten Sie aus Hamburg in die DDR über – nach Gadebusch, um genau zu sein. Der Vorsatz, die Welt zu verbessern, erstarb dort. 1976 schließlich die Ausbürgerung „wegen grober Vernachlässigung der staatsbürgerlichen Pflichten“. Sie hat das damals sehr verletzt.… Continue Reading „14. Verbessern statt erretten“

13. Etymologie

Seit etwas über 30 Jahren ist der Kalauer niedriger Ordnung Mode, und die kommt unter dem Namen „neue Philosophie“ als Turbothinking von klebrigen Telephilosophen aus Frankreich herübergeschwappt. So überbietet André Glucksmann Heideggers Marotten mit der titanischen Absicht, diesen zu kritisieren, indem er ihn kopiert.… Continue Reading „13. Etymologie“

12. Fußgängerbrücke bei Nacht

Am Mittwoch wird in Frankfurt Mathias Monrad Moellers „Über die Fußgängerbrücke bei Nacht“ nach einem Text von Bertram Reinecke von der Mezzosopranistin Nohad Becker uraufgeführt Mittwoch 6. Juli 20.00 Uhr im Großen Saal der HfMDK Frankfurt (Main) Eschersheimer Landstraße (U 123 Grüneburgweg)

8. Dialekt

Die alemannischen Gedichte, so Hauser, seien durchweg in antiken Versmaßen gehalten, da sich Hebel als geistiger Nachfahre der großen Dichter des antiken Griechenlands empfunden habe – übrigens schrieben auch diese in ihrem Dialekt. / Badische Zeitung

7. 2. GEDICHTKONFERENZ 2011 in der Alten Schmiede

2. GEDICHTKONFERENZ 2011 in der Alten Schmiede Wien am kommenden Mittwoch: „2. GEDICHTKONFERENZ 2011 Zustandsbilder – Empfindungsregister – Zurichtungen von Sprache CHRISTIAN FILIPS (Berlin) liest aus HEISSE FUSIONEN (roughbooks, 2010) • HELMUT NEUNDLINGER (Wien) liest aus TAGDUNKEL (Mitter Verlag) • STEFAN BAYER (Wien) liest… Continue Reading „7. 2. GEDICHTKONFERENZ 2011 in der Alten Schmiede“

5. Ich, Reim und Lyrik

Literarische Welt: Manche Gedichte wirken autobiografisch. Nora Gomringer: Vielleicht nur, weil ich gerne das verpönte lyrische Ich verwende. Literarische Welt: Wieso verpönt? Nora Gomringer: Ich halte es nicht für verpönt, aber ich kenne ein Gespräch zwischen den Lyrikerinnen Sarah Kirsch und Marion Poschmann. Während Sarah Kirsch ganz leicht… Continue Reading „5. Ich, Reim und Lyrik“

4. „ostdeutsch verwundet und westdeutsch / verwaltet“

Was bleibt, nach einem halben Leben in einem Land, das die existenzielle Heimatlosigkeit nie aufheben konnte, ist ein ätzender Sarkasmus. Es klingt wie ein bitterer Schlussakkord, wenn Drawert in einem New York-Zyklus aus dem Jahr 2010 noch einmal seine Biografie resümiert. „Mein Land“, heißt… Continue Reading „4. „ostdeutsch verwundet und westdeutsch / verwaltet““

3. Gedicht

DER OZEAN GEFALTET, MIT VERLAUB, Es waren zwei, zwei Ozeane, fein Gefaltet, laß die Arme Segel sein, Die oben an die Wolken stoßen, Staub, Nur Flocken, Staub, Kondomverpackungsschnitzel, Gedachte Katzen, Haus als Außenpfosten, Dies Wurzelnwünschen gab es nie im Osten, Maskara, Puder, Lippenstiftgekritzel. Sie… Continue Reading „3. Gedicht“

1. Rauschwelten

Um das Rauschpotenzial geht es ihr. Um das Rauschen der Welt und um das Rauschen der Sprache. Für das Leben sei es genauso Bedingung wie für die Literatur, so Judith Zander in ihrer Rostocker Poetik-Vorlesung „Störquellen. Poetik des Rauschens“. Das Mehrdeutige, das Verstörende, die… Continue Reading „1. Rauschwelten“

149. Teufel

Die Besonderheit des Issatals liegt in der Zahl seiner Teufel. Sie ist dort größer als sonstwo. (…) Es ist wahrscheinlich, daß die Teufel, da sie die abergläubische Bewunderung des Volkes für die Deutschen kennen – Menschen des Handels, der Erfindung und der Wissenschaft –, sich… Continue Reading „149. Teufel“

146. Hilles Werk

Zu den lehrreichsten Schwierigkeiten, die Hilles Schaffen aufwirft, gehört der unklare textgenetische Status der Manuskripte, sogar der Publikationen zu Lebzeiten. Zu den in Zeitschriften veröffentlichten Gedichten gibt es oft handschriftliche Varianten, bei denen sich kaum entscheiden lässt, ob es sich um Vorarbeiten, Revisionen oder… Continue Reading „146. Hilles Werk“

144. Für Tänzer

Friedrich Nietzsche „Scherz, List und Rache.“ Vorspiel in deutschen Reimen. (Die fröhliche Wissenschaft)     13. Für Tänzer. Glattes Eis Ein Paradeis Für Den, der gut zu tanzen weiss.   Vgl. auch Nietzsches Schreibmaschine: Brief Friedrich Nietzsches an Heinrich Köselitz, Genua, 17. Februar 1882.… Continue Reading „144. Für Tänzer“