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Veröffentlicht am 21. Juni 2023 von lyrikzeitung
An einem langen Tag* kann man wohl auch mal zwei Gedichte lesen. Hier das Zweitgedicht, passend zum Tag. Es ist nicht ohne Härte im Abgang, aber das ist die Natur.
Juni Die Sonne steht nicht still über den Tälern, Gruben. Die Sonne. Die Elster wartet wirr neben den Tonnen, Urnen. Die Elster. Die Zombies laufen flink zwischen den Hecken, Brunnen. Die Zombies. Die Nächte werden wieder länger.
Aus: Àxel Sanjosé, Das fünfte Nichts. Gedichte. Aachen: Rimbaud, 2021, S. 18.
Der morgige Tag hat schon 3 Sekunden weniger, bis Anfang Juli summiert es sich auf eine Minute. Noch bis 1. August dauert** die schon seit Mai anhaltende Phase ohne astronomische Dämmerung (während der die Sonne selbst um Mitternacht weniger als 18 Grad unter dem Horizont steht, so dass man immer noch ein kleines Leuchten im Norden sieht).
*) In Greifswald 17 Stunden, 10 Minuten und 9 Sekunden, in Köln 16 Stunden, 32 Minuten und 17 Sekunden und in München nur 16 Stunden, 4 Minuten und 10 Sekunden, mehr als eine Stunde weniger als im privilegierten Norden.
**) in Greifswald. Die Münchner können nicht mal davon träumen. So grausam ist die Natur. (Aber die Münchner zieht es dann eh in den Süden, wo die Tage noch kürzer sind.)
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Àxel Sanjosé
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