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Veröffentlicht am 26. Dezember 2015 von lyrikzeitung
Mit seinem neuen Lyrikband setzt der 1977 geborene Daniel Falb Maßstäbe für die Qualität politisch und gesellschaftlich relevanter Poesie heute. Der in Berlin lebende und im kookbooks-Verlag beheimatete Autor hat Naturwissenschaften und Philosophie studiert. Mit französischen Klang hat Falk den Titel seines neuen Lyrikbandes „CEK“ unterlegt: „COÖPERATION EST KOÖRDINATION“.
Was auf den ersten Ton leicht ironisch klingt und verspielt daherkommt, ist starker Tobak: global gesellschaftskritisch, elegant in der Verknüpfung von Zeitgeschehen, Alltag, Philosophie und Naturwissenschaften. (…)
„CEK“ unterscheidet sich dabei von der seit den Sechzigerjahren mit warnenden Ausrufezeichen operierenden Ökolyrik, die sich an Einzelerscheinungen abarbeitet. Falb schreibt nämlich „Terrapoesie“: Geologie, Physik, Biologie und Archäologie hat Falb nach für die Lyrik brauchbaren Mustern abgeklopft und mit bildhaften Szenen, vorwärts drängenden erzählenden Passagen und Sprachbildern verknüpft – alles im Zusammenspiel von altsprachlichen, englischen, arabischen und französischen Zitaten und Zeichen.
Soviel Entgrenzung war nie. / Dorothea von Törne, Die Welt
Daniel Falb: CEK. Kookbooks, Berlin. 74 S., 19,90 €.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Daniel Falb, Dorothea von Törne
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