Wer köpft hier wen? Hält Robespierre seinen eigenen Kopf der Menge hin, oder zeigt ein Henker dessen abgeschlagenen Kopf dem Volk? Die Titelseite der neuen Lyrik-Zeitschrift Aber wir wollten doch schön seyn wirft Fragen auf, für die es keine klare Antwort gibt. Warum die Gründer der Zeitschrift, Patrick Thor und Wouter Wirth, den französischen Politiker und Revolutionär zum Leitbild erkoren haben, ist allerdings verständlich: Robespierre steht mit seinen philosophischen Ansätzen für Zukunftsdenken und Neuanfang. (…)
„Sowohl Wirth als auch ich hatten das Gefühl, dass sich im Moment nichts verändert – sowohl politisch als auch gesellschaftlich. Mit der Zeitschrift wollen wir einen neuen Ansatz bieten, der zum Nachdenken anregt“, erklärt Thor die Idee hinter der neuen Publikation. Seit ihrem Studium spielten sie mit dem Gedanken, etwas zu schaffen, das mit inhaltlichen und formellen Konventionen bricht und zeigt, dass sich auch in München etwas bewegt. / Süddeutsche Zeitung 28.12.
Zum 1. Januar 2014 übernimmt Dr. Holger Pils die Leitung der Münchner Stiftung Lyrik Kabinett, die die europaweit zweitgrößte Lyrik-Bibliothek (mit 50.000 Medien) unterhält, regelmäßig Autorenlesungen ausrichtet und Editionen vorlegt.
Dr. Pils leitet seit April 2009 das Buddenbrookhaus in Lübeck und tritt in München die Nachfolge von Dr. Maria Gazzetti an, die seit September die Casa di Goethe in Rom verantwortet. Geboren 1976, studierte Holger Pils Germanistik und Geschichte in Heidelberg und promovierte dort über Thomas Mann. Von 2005-2007 war er Pressesprecher der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck und danach Dozent am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg.
Ursula Haeusgen, die Stifterin des Lyrik Kabinetts, freut sich sehr, so schnell einen kenntnisreichen, erfahrenen, begeisterten – kurz: einen überzeugenden – Nachfolger gefunden zu haben. Holger Pils selbst zu seiner neuen Aufgabe: „Ich freue mich sehr darauf, in München eine Institution zu leiten, die in der deutschen Literaturlandschaft einmalig ist: gewachsen aus reiner Begeisterung und privater Initiative, ganz der Lyrik gewidmet, d.h. einer einzelnen Gattung – in ihrer unendlichen inneren Vielfalt. Ich bin gespannt auf die Programmarbeit, die internationaler und gegenwartsbezogener ist als meine bisherige Tätigkeit. Ich möchte die von Ursula Haeusgen und Maria Gazzetti gepflegten hohen Ansprüche fortsetzen. Zugleich möchte ich Wege finden, das Kabinett noch weiter zu öffnen und der Poesie eine noch stärkere Lobby zu verschaffen.“ Im Zentrum der Aufmerksamkeit soll weiterhin die Begegnung mit dem Wort des Dichters stehen: die Lesung. Mit den Planungen für das Programm hat Holger Pils bereits begonnen.
Ursula Haeusgen und Holger Pils
für die Stiftung Lyrik Kabinett
Video: Chefsache Poesie
Bayerische Dichterinnen und Dichter wohnen nicht in Elfenbeintürmen. Seit jeher mischen sie sich unters Volk, um möglichst nah das Ohr an dessen Mund zu haben. Und wo lässt sich das am besten bewerkstelligen? Natürlich im Wirtshaus! Genau genommen ließe sich bayerische Literaturgeschichte genauso gut als bayerische Wirtshausgeschichte schreiben. / Lesen Sie über die Kneipenschicksale von Jean Paul und Lena Christ, bayern2
Arthur Rimbaud
Der Schläfer im Tal
Ein Fleck von Grün, drin eines Bächleins Singen,
das Silberflitter an die Gräser hängt,
die in dem stolzen Sonnenglanz entspringen —
ein kleines Tal von Helle ganz durchtränkt.
Mit unbedecktem Haupt und offnem Munde
schläft ein Soldat, im frischen roten Kraut
den Nacken badend, blaß auf grünem Grunde
im Bett von Gras, darauf die Wolke schaut.
Mit Blättern deckt ihn leise zu der Wind
er schläft und lächelt wie ein krankes Kind —
o wieg ihn warm Natur, ihn friert so heute . . .
Die Nüster bebt vom starken Waldduft nicht
er liegt ganz still im weißen Sonnenlicht —
er hat zwei rote Löcher in der Seite.
Nachdichtung von Heinrich Horvát für Vilma Balogh
in: Der Sturm 172/173, August 1913, S. 74
(Aus Anlaß der Onlinepublikation aller Ausgaben des „Sturm“ 1910-1932 im Blue Mountain Project der Princeton University)* hier
* Mit Dank an Daniela Seel fürs Aufstöbern
“Poetry is dead!,” someone shouts happily every now and then, to the relief of parents and those among the educated who never read poetry. No such luck. One just has to see the number of poetry submissions the magazines, including ones that never publish poetry, receive every day. Today more than ever, there are thousands and thousands of people writing poetry in this country, some of them attending one of the hundreds of writing workshops being given in universities, colleges and various other venues, and others writing their own, most likely in complete secrecy and with the modest hope of publishing in a literary journal of some repute and perhaps eventually having a book that will be read and admired by fellow poets and a few others who care for poetry.
/ Charles Simic, NYRB-Blog
“If people only read poetry, which you can never stop poets producing even when you pay them nothing at all, then the law of copyright would disappear in a trice.” —Tim Parks
Wonderful! I said to myself after I read this. The world is going to hell, but we poets have something to look forward to. We never got rich in the past and won’t see a dime in the future. Despite copyright laws, most of our poems are already freely available to millions of people on the Internet and in this age of short attention spans, poetry may end up by being the only literature people will read. With no bookstores left and libraries shut down, lovers in need of additional romantic stimulus will have to reach for their iPhones and find a poem suitable for the occasion to read to each other. Poetry’s strength comes from such practical uses.
/ Charles Simic, NYRB-Blog
„Wenn man einmal angefangen hat, kann man nur schwer aufhören, weil jeder Name, den man aus dem Gedächtnis hervorkramt, unausweichlich einen anderen hervorruft, und bevor man es merkt, ist es fast Mitternacht und Zeit für einen letzten Song oder Filmclip, bevor man unter die schweren Daunendecken schlüpft.“ So bekennt sich der 75-jährige Dichter Charles Simic, im Jahr 2007 offizieller „Poet Laureate“ der USA, zum Vertrödeln seiner Tage auf YouTube. / Niklas Hofmann, Süddeutsche Zeitung 23.12.
Charles Simic: It’s on YouTube, Kid hier
Neben dem unstet umherziehenden Handwerker Peter Karl Höfler ist da Jesse Thoor. Mit Beginn der Flucht aus Deutschland gerät Höfler in immer größere Distanz zu den Kommunisten. Im tschechischen Exil nimmt Höfler den neuen Namen an, den er ableitet von Jesus und dem nordgermanischen Gott des Donners.
Und dieser Jesse Thoor – balanciert er am Wahnsinn entlang? Immer wieder sucht er die Einsamkeit, hat quälende Kopfschmerzen. Er entwickelt sich zum religiösen Mystiker. Bei einem deutschen Luftangriff steht er in London auf der Straße und brüllt seine Engelvisionen heraus.
Viele seiner späten Gedichte sind religiöse Lyrik – aber etwas Vergleichbares hat man noch nicht gelesen: Die Sprache leuchtet visionär, verbindet scheinbar Unvereinbares, ihre Bilder wirken, als könne man sie mit Händen anfassen.
Diese Eigenschaft hatten schon Thoors frühere Gedichte: Klang, Duft, auch Geheimnis. Immer wieder wird da etwas kurz angedeutet, das im Leser nachschwingt. Von einem „Olle Michael“ etwa heißt es, dass ihn „die Sonne nicht mehr blendet“. Was ist mit diesem Menschen geschehen? Ist er erblindet, gestorben? / Edwin Baumgartner, Wiener Zeitung
Jesse Thoor
Das Werk
Hg. auf Grundlage der von Michael Hamburger besorgten Edition und mit einem Essay von Michael Lentz. Eine gemeinsame Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung
€ 24,00 (D) | € 24,70 (A) | SFr 33,30
498 S., Leinen, Lesebändchen, in Schmuckhülse
ISBN: 978-3-8353-0527-4
Wallstein 2013
‚conquering places‚ ist ein interdisziplinäres Projekt, das als Labor angelegt ist. Es findet von Mai bis Juni 2014 an verschiedenen Orten in Greifswald statt und vereint Künstler, Autoren und Wissenschaftler (siehe hier), die gemeinsam ein Experimentierfeld bilden. Austausch, Diskussion, Forschung. Durch unterschiedliche Strategien können thematische Schwerpunkte weiträumig ausgeleuchtet werden. Diese entstehen vor dem Ausgangspunkt, dem, was das Projekt einmal war: eine Invasion, ein Tatbestand, die Eroberung von Orten mit Briefkästen und Dietrichen, etwas Unerlaubtes, das an toten Adressen durchgeführt wurde.![]()
Diese Strategie ist mit den bisherigen Interessenten und Teilnehmern auf andere Ideen und Herangehensweisen getroffen. Es sind Blickwinkel: Was zeichnet aufgegebene Orte aus? Wie entstehen sie, wie entstand Detroit? Und welche gesellschaftlichen Prozesse sind wesentliche Faktoren für diese Entwicklung? Welche Möglichkeiten bieten sie – die sogenannten ‚Lost Places‘? Welche Auswirkungen hat technische Überformung auf Landschaft, Lebensverhältnisse und soziale Architektur? Welche Alternativen gibt es? Und was ist mit den Orten, die es auf keiner Landkarte gibt? Die inneren Räume und die psychischen Systeme? Kann man das aufgeben, kann man das erobern? Was haben Körperexperimente, Empraxis und radikaler Selbstausdruck mit alledem zu tun? Und wie können wissenschaftliche, künstlerische und literarische Kenntnis und Praxis einander bereichern?
Schnittpunkte, Dialoge, Verbindungen: das Projekt ist für weitere Teilnehmer offen und sein Drehbuch verändert sich damit stetig. Ideen und Beiträge können unterschiedliche Formen annehmen: Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Lesungen, Aktionen, aber auch Arbeiten im öffentlichen Raum oder gänzlich eigensinnige Umsetzungsarten sind möglich. Es wird zudem über den Projektzeitraum ein laborativer Raum für eine kooperative Werkstattsituation in verschiedenen Ausstellungsräumen eingerichtet.
Mehr Informationen über das Projekt, zu den Teilnehmern und zur Teilnahme unter:
Fragen, Kritik und Kontakt unter:
info(at)conquering-places.de
„Bis jetzt habe ich immer gedacht, ich müsste die Beste sein“, sagt eine Freundin zu mir. „Aber langsam merke ich, dass im Privatleben mehr zu holen ist als im Beruf. Es ist, als wache ich endlich auf.“
Ist das nun der Backlash der Frauenbewegung oder die Emanzipation auf nächsthöherer Stufe, die Befreiung von einer allzu streng, allzu einseitig gewordenen Emanzipation und von einem gesellschaftlichen Erwartungsdruck, in dem Leistung und Erfolg als Glücksversprechen per se gelten? Das Weiten des Blicks für all das, was zunehmend in die Banlieues der Lebensentwürfe verbannt wurde? Oder doch eine Kapitulation vor beruflicher Verantwortung, für die das Selbstbewusstsein am Ende nicht reicht, sodass der Rückzug ins Warm-Häusliche angetreten wird?
Mittlerweile wird Noras Erbe in der Pi mal Daumen fünften Generation durchgespielt, von Frauen der 1980er Jahrgänge, die in den ins Heute übersetzten Verhältnissen von Ibsens Nora leben. Frauen aus dem Bürgertum also, oder für die, denen dieser Begriff zu sehr 19. Jahrhundert ist, aus der Mittelschicht, und von der Mittelschicht eher nicht die untere Hälfte. / Nora Bossong, taz
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Nancy Willard, who lives in New York state, is one of my favorite poets, a writer with a marvelous gift for fresh description and a keen sense for the depths of meaning beneath whatever she describes. Here’s a poem from her newest book.
The Vanity of the Dragonfly
The dragonfly at rest on the doorbell—
too weak to ring and glad of it,
but well mannered and cautious,
thinking it best to observe us quietly
before flying in, and who knows if he will find
the way out? Cautious of traps, this one.
A winged cross, plain, the body straight
as a thermometer, the old glass kind
that could kill us with mercury if our teeth
did not respect its brittle body. Slim as an eel
but a solitary glider, a pilot without bombs
or weapons, and wings clear and small as a wish
to see over our heads, to see the whole picture.
And when our gaze grazes over it and moves on,
the dragonfly changes its clothes,
sheds its old skin, shriveled like laundry,
and steps forth, polished black, with two
circles buttoned like epaulettes taking the last space
at the edge of its eyes.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Nancy Willard from her most recent book of poems, The Sea at Truro, Alfred A. Knopf, 2012. Poem reprinted by permission of Nancy Willard and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Nach Dick Davis, Lyriker und Wissenschaftler, ist der persische Dichter Hafis für die Welt der Poesie, was Bach für die Musik ist. „Man sagt, daß Bach alles aufgesammelt hat, was es vor ihm in der Musik gab, und es auf eine neue Stufe versetzte. So verfuhr Hafis mit den Konventionen der Lyrik.“ Das lyrische Gedicht erreiche in Hafis seinen Höhepunkt. Zum Großen an Hafis gehöre, daß seine Gedichte extrem mehrdeutig seien und auf verschiedene Weise gelesen werden könnten. Man kann sie säkular oder religiös lesen.
Hafis sei universeller als der im Westen bekanntere Rumi. Er spreche über alle Seiten des geistigen und Gefühlslebens, während Rumi nur über eine Seite spreche, wenn auch sehr emphatisch, stark und überzeugend.
Hafis sei ein kanonischer Dichter in der Kultur Irans, wie Shakespeare, Milton, Wordsworth und Tennyson in einer Person. „Kaum ein gebildeter Iraner, der nicht Gedichte oder wenigstens viele Zeilen von Hafis auswendig weiß.“
In seinem neuen Buch „Faces of Love: Hafez and the Poets of Shiraz“ übersetzt Davis Gedichte von Hafis, Jahan Malek Khatun und Obayd-e Zakani, alles Dichter des 14. Jahrhunderts aus Schiras.
Hier liest der Übersetzer ein Gedicht von Hafis, das in seiner Übersetzung so beginnt:
I see no love in anyone,
Where, then, have all the lovers gone?
And when did all our friendship end,
And what’s become of every friend?
Life’s water’s muddied now, and where
Is Khezr to guide us from despair?
The rose has lost its coloring,
What’s happened to the breeze of spring?
Mit der Erfindung des Buchdrucks wurden Zugang und Verteilung von Wissen nachhaltig verändert. Das bisherige Selbstverständnis der Dichter wurde in Frage gestellt. Das Weltnetz revolutioniert den Wissenszugang noch radikaler als der Buchdruck. Was an Wissen nicht nachgefragt wird, verkommt zur Marginalie. Umgekehrt erschliesst das Weltnetz abgelegene Spezialgebiete und abseitige Expertisen. Marginalien erhalten auf diese Weise eine zweite Chance. Die Quantitätsspirale dreht sich somit nicht in Richtung Exzellenz. (…)
Im Internet organisieren sich die vereinzelten Artisten wieder wie ursprünglich Stämme, die über die Fingerspitzen, Augen und Ohren miteinander verbunden sind. Die Verständigungsgrundlage sind Zeichen, Symbole und Sounds. Das verändert jede Vorstellung nationaler oder lokaler Arten der Kommunikation – hoffentlich zum Positiven. Während sich die Schere zwischen Theorie und Praxis weiter öffnet, wächst die Distanz zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und kulturellem Leben. Es gilt, sich für ein Mehr an interkultureller Kompetenz einzusetzen und eine Vielfalt zu erschliessen. Nach diesem ironischen Beipacktext ist Lyrik: 58 Prozent Poesie, 11 Prozent Theorie, 31 Prozent Philosophie.
Ein Spannungsfeld offenbart sich in der Gegenläufigkeit von Ganzheitlichkeit und Spezialisierung. Immer mehr Lyriker bewegen sich innerhalb des Literatur–Betriebs der Selbstreferenzierung. Sie suchen im Weltnetz die herkömmliche Geschlossenheit der Literatur zu erhalten. Unbemerkt unterlaufen sie aber dabei, was Schriftstellerei ausmacht: Ganzheitlichkeit. Von hier aus ist es nicht weit zur Spezies der Transferspezialisten, die das erarbeitete Wissen in Poesie übersetzen. Poesie zu verfertigen, ist zu 89 Prozent Instinkt, diese Inspiration nutzt allerdings überhaupt nichts, wenn man kein Hirn hat, um Poesie durch Faktenwissen in der Sprache zu verorten. Diese Dialektik von Intuition und Informiertheit macht Lyrik erst zur Poesie.
/ A.J. Weigoni: VerDichtung – Über das Verfertigen von Poesie. vordenker.de
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Most of us will never touch a Klansman’s robe, or want to touch one. Rachel Richardson, who lives in North Carolina, here touches one for us, so that none of us will ever have to.
Relic
The first time I touched it,
cloth fell under my fingers,
the frail white folds
softened, demure. No burn,
no combustion at the touch of skin.
It sat, silent, like any other contents
of any other box: photographs
of the dead, heirloom jewels.
Exposed to thin windowlight it is
exactly as in movies:
a long gown, and where a chest
must have breathed, a red cross
crossed over. The crown, I know,
waits underneath, the hood with eyes
carefully stitched open, arch cap
like a bishop’s, surging to its point.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2011 by Rachel Richardson from her most recent book of poems, Copperhead, Carnegie Mellon University Press, 2011. Poem reprinted by permission of Rachel Richardson and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
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