54. Daktylen und Jamben, Trochäen

Bei Textkette Freistil gibts es den oder die Kempner des Tages – ein Gedicht von Friederike Kempner (1828-1904), der schlesischen Nachtigall, auch genannt „Genie der unfreiwilligen Komik“. Mal schaun, ob die Substanz reicht, um bis Weihnachten mindestens jeden 2. Tag ein neues – ja: lesenswertes Gedicht zu finden.

Daktylen und Jamben, Trochäen,
Sie schließ’ ich in einen Bund,
Die Regel, die ewig zu trennen
Hat keinen vernünft’gen Grund.

Hier gehts weiter (hier alle bisherigen).

53. Poliversale

Mit einem „Poliversale“ genannte Lyrik-Fest will die Alte Schmiede in Wien ab morgen, Mittwoch, „ein kleines Zeichen gegen die machtvoll zelebrierten ästhetischen Verarmungstendenzen der zeitgenössischen Literatur“ setzen. Bis 12. Juni will man mit dem „Wissen dreier Dichtergenerationen“ und den „Erfahrungen aus acht Sprachräumen“ an 12 Abenden auf die Lyrik als Literaturgattung aufmerksam machen.

Das von Michael Hammerschmid und Gundi Feyrer konzipierte und gestaltete Programm startet mit jeweils zweisprachigen Lesungen von John Burnside und Patrizia Cavalli. In der Folge sollen „gut dreißig verschiedene Ansätze, die kreative Polyvalenz sprachlicher Ausdruckskunst gegen die normopathische Einfalt der Funktionssprache zu verteidigen“ geboten werden, heißt es in einer Ankündigung. / Tiroler Tageszeitung

Mit Friederike Mayröcker, Ann Cotten, Konrad Prissnitz, Ferdinand Schmatz, Nico Bleutge, Steffan Popp, Maja Haderlap, Róža Domašcyna, Ulf Stolterfoht, Elfriede Czurda, Adam Zagajewski u.v.a.

Programm

52. Lyrikpreis Meran

Am 15. Mai um 18 Uhr wird das Finale des 12. Lyrikpreises Meran im Pavillon des Fleurs eröffnet. Die Lesungen finden am 16. und 17 .Mai ebenfalls im Pavillon des Fleurs statt. Am 16.Mai lesen Monika Schnyder (10 Uhr), Jan Volker Röhnert (11 Uhr), Thomas Kunst (12 Uhr), Hartwig Mauritz (16 Uhr), Kerstin Becker (17 Uhr) und Tom Schulz (18 Uhr). Am Samstag (17.05) folgen dann Dominic Angeloch (10 Uhr), Martina Weber (11 Uhr) und Christoph Szalay (12 Uhr).

Am 17. Mai um 18 Uhr werden im Pavillon des Fleurs drei Preise vergeben: Der Lyrikpreis Meran (8.000 Euro; Südtiroler Landesregierung, Ressort für Bildungsförderung, Deutsche Kultur, Integration), der Alfred-Gruber-Preis (Stiftung Südtiroler Sparkasse, 3.500 Euro) und der Medienpreis der RAI Südtirol (2.500 Euro). Die Lesungen sind als „Lyrik im Gespräch“ konzipiert. Die Texte werden von den Juroren nach jedem Vortrag in Anwesenheit der Autoren diskutiert. Alle eingereichten Gedichte sind in einem kostenlos aufliegenden Textheft abgedruckt. Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei.

Der Jury gehören Ilma Rakusa (Autorin, Zürich), Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main), Maria Gazzetti (Lyrik Kabinett München), Hans Höller (Universität Salzburg) und Jan Wagner (Autor, Hamburg) an. Ausgeschrieben wurde der 12. Lyrikpreis Meran vom Südtiroler Künstlerbund/Literatur und vom Verein der Bücherwürmer Lana. (…)

Vor 21 Jahren hatten der 1998 verstorbene Alfred Gruber und der damalige Bürgermeister Franz Alber den Lyrikpreis Meran ins Leben gerufen. Preisträger waren Kurt Drawert (D, 1993), Kathrin Schmidt (D, 1994), Sepp Mall (I, 1996), Jürgen Nenzda (D, 1998), Lutz Seiler (D, 2000), Oswald Egger (I), und Sylvia Geist (D), ex aequo (2002), Michael Donhauser (Liechtenstein, 2004), Ulrike A. Sandig (D, 2006), Martina Hefter (D, 2008), Andre Rudolph (D, 2010) und Uwe Kolbe (D, 2012).

/ stol.it

51. Farhad Showghis Gedichte

Vielleicht musste Farhad Showghi, der in Prag geboren wurde und seit einigen Jahren im Hamburg lebt, erst Umwege nehmen, um sein Kindheitsland Iran wiederzuentdecken – vielleicht ist das aber auch viel zu psychologisch gedacht. Denn fest steht in diesen Gedichten ohnehin recht wenig, die, gerne mit einer intrikaten Grammatik ausgestattet, ganz profane Alltagsvorgänge wie Schauen, das sich Bewegen, Essen und Trinken beschreiben.

Showghi wählt dafür die Spezialgattung des Prosagedichts. 67 davon finden sich in diesem Band, manche umfassen nur eine Zeile, über eine halbe Seite gehen sie nie hinaus. In ihrer lapidaren, ungebundenen Form wirken diese Prosagedichte erst einmal wie hingeworfen. Auch die Aufteilung in drei Kapitel wirkt willkürlich, liest man das dem Band beigegebene Inhaltsverzeichnis, wird es nicht gerade übersichtlicher, die Gedichtüberschriften (die tatsächlich Gedichtanfänge sind) muten austauschbar an: „Wir würden noch gern“, „Ich habe die Zeit“, „Lass uns nachschauen“.

Ist das fehlendes Konzept? Falsches Understatement? Oder aber gerät derjenige Leser, der hier nach äußerer Ordnung schielt, vielmehr auf den Holzweg? Letzteres ist natürlich der Fall. Denn Farhad Showghis Gedichte stehen nicht allein, und hier liegt vielleicht ein weiterer Grund für die Nähe zur Prosa. Diese Gedichte erzählen eine Geschichte, die tatsächlich am Stück gelesen werden kann. Mit bewundernswerter Langsamkeit, gleichsam in einer maximal entschleunigten Slow-Motion-Sequenz, spinnen sie ein Netz von Sinneseindrücken, Wirklichkeitsausschnitten und ganz nah herangezoomten Alltagsbildern: Vögel. Wäldchen. Verrutschte Wäsche auf der Leine. Kissenbezüge, Doppelfensterscheiben. Und immer wieder das Ich und der Umriss, die Ränder, Schultern, Hände, Finger, selten auch gegenübergestellte Personen – ein Vater, ein Sohn. / Fabian Thomas, Fixpoetry

Farhad Showghi

In verbrachter Zeit
Mit Umschlagposter gestaltet von Andreas Töpfer
kookbooks
2014 · 96 Seiten · 19,90 Euro
ISBN: 9783937445632

50. Versteckt

Chris Martin ist ein Genie. Weil es seine sehr gefühlsbetonte Lyrik bisher nämlich nicht in die wichtigen Bibliotheken der Welt geschafft hat, hat sich der Texter und Sänger der Gruppe Coldplay etwas sehr Aufregendes einfallen lassen. Er hat die neun Texte vom neuen Album „Ghost Stories“ einfach in Bibliotheken auslegen lassen. In der Singapore National Library lag „Another’s Arms“. (…)

Und wie in Roald Dahls „Charlie und die Schokoladenfabrik“ lag der Lyrik noch ein goldenes Ticket bei, das den Finder und eine Begleitperson nach London zu einem Coldplay-Konzert in die Royal Albert Hall einlädt.

/ Die Welt

49. Hossein Mansouri

Beantwortet Fragen und erzählt von sich: Hossein Mansouri

Der Dichter und Übersetzer Hossein Mansouri wurde 1956 in der iranischen Provinz geborenen. Als Kind war er im Dokumentarfilm „Das Haus in schwarz“ von Forough Farrokhzad zu sehen.

Seit bald 40 Jahren lebt der persische Poet in München, wohin ihn sein Lebensweg auf höchst verschlungenen Pfaden führte. / DLF

48. Jungfrau aus Feuer und Nichts

Gunnar Ekelöf, geboren 1907 in Stockholm und gestorben 1968 in der alten Stadt Sigtuna, war nicht nur der kühnste und intelligenteste Dichter Skandinaviens, er war der Archipoet der lyrischen Moderne. Zeit seines Lebens arbeitete er an einer Poetik der Einsamkeit. Die Einsamkeit war ihm eine Art Perpetuum Mobile, in dem das ewig gleiche Nichts in unterschiedlichen Gestalten mahlt. In seinen Gedichten komponierte er eine fugenhafte Litanei über die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz: „ich will nicht sterben ich will nicht sterben / und kann doch nicht leben / … es ist spät auf erden.“
Im März 1965 widerfuhr Ekelöf eine mystische Offenbarung. Nach dem Besuch einer kleinen griechischen Kapelle in Istanbul erschien ihm eine „Jungfrau aus Feuer und Nichts“. Aus diesem Erlebnis speist sich sein großes lyrisches Spätwerk.

Lesung und Gespräch mit Nico Bleutge, Norbert Lange und Michael Braun am Mittwoch, den 14. Mai 2014 um 20 Uhr. Lyrik Kabinett, Amalienstraße 83a, München

47. Heimrad-Bäcker-Preis an Paul Wühr

in|ad|ae|qu|at vermeldet, daß der mit € 8.000.- dotierte Heimrad-Bäcker-Preis an Paul Wühr (Jahrgang 1927) und der Förderpreis (€ 3.500) an die in Wien lebende Andrea Winkler (Jahrgang 1972) geht.

Die Begründung der Jury – Franz Josef Czernin, Thomas Eder und der letztjährige Preisträger Christian Steinbacher – lautet wie folgt:

Mehr als alles Erfundene nämlich ist noch immer nicht genug. (Paul Wühr)

Das Werk Paul Wührs steht bis heute für maßgebliche Innovationen seit den 1960er-Jahren auf dem Gebiet der Poesie, der Prosa und auch des Hörspiels (für das er als einer der Pioniere die Form des O-Ton-Hörspiels entwickelte).

Schon früh hat er seine Texte auf der Basis anderer fremder und eigener Texte erarbeitet, indem er Teile daraus umgruppierte und so neuen Bedeutungen zuführte. Es gilt dabei eine Art Gegenzug- und Aushebelungstaktik, die im Prinzip alles betreffen kann. In diesem Sinne ist auch Wührs Plädoyer für eine Poesie des ‘Falschen‘ als ein der Poesie immanentes Movens zu verstehen, das sich gegen jegliche Verfestigung richtet.

Wührs Lyrik kennzeichnet seit den späten 1980er-Jahren ein Satzbau, der über mehrfach bezügliche syntaktische Einheiten Texte für den Leser und dessen Erkenntnisarbeit als Differenzerfahrung beweglich hält.

In den Figurationen seiner großen Prosabücher dagegen steht das inszenierte Changieren von Rollen und Sprechakten im Vordergrund der ‘Verquerung‘ der Verhältnisse: Wühr, ein Autor, der sich stets allem quer-zustellen versucht, indem er sich Ausschließendes neben- und gegeneinander stellt (wie Renate Kühn notiert), und ein Autor, der Freiheitsgrade für die Dichtung erarbeitet, indem er über seine Sprachkonstruktionen immer wieder versucht, die ‘ursprüngliche Unordnung‘ wiederherzustellen. –

Aber auch ein Autor, der nach dem Diarium Der faule Strick aus dem Jahr 1987 (wo im Übereinanderlegen der Tage mehrerer Jahre Zeitschlingen entstehen) an einer die Folgezeit betreffenden Fortsetzung unter dem Titel Der wirre Zopf arbeitet, dessen Fertigstellung und Erscheinen wir absehbar erhoffen.

Mehr bei in|ad|ae|qu|at

46. Die Uhr hat die Zeit vergessen

Der deutsch-amerikanische Lyriker und Übersetzer Paul-Henri Campbell rezensiert im Gedicht-Blog Lyrik-Neuerscheinungen in einem zweiwöchigen Rhythmus. Heute:

»Die Uhr hat die Zeit vergessen | L'orologio dimentico del tempo« von Nina Russo Karcher

Nina Russo Karcher »Die Uhr hat die Zeit vergessen | L’orologio dimentico del tempo«
deutsch / italienisch
Verlag Steinmeier, Deiningen 2014
126 S.
€ 12,80 (Broschur)

 

45. Gestorben

Am letzten Donnerstagnachmittag ist in Aarau der Lyriker, Krimi-Autor, Lehrer und Literatur-Vermittler Virgilio Masciadri gestorben. Er erlag einem langwierigen Krebsleiden. Virgilio Masciadri wurde 51 Jahre alt.

(…)

Virgilio Masciadris Wesen war im Grunde zeitlos jugendlich, ohne die profane Erfahrung auszuklammern, aber nicht sonderlich erpicht auf die profane Erfahrung.

Darin lag nicht mal ein Schimmer von Dünkel. Masciadri glaubte und lebte, dafür aussergewöhnlich wach, die Zuversicht, dass Belletristik – das schöne Wort – den Menschen verfeinert, Quell seines umfassenden Taktgefühls ist, Teil seiner humanen Eleganz. Keiner, der ihn jetzt nicht genauso in Erinnerung behielte. / Max Dohner, Aargauer Zeitung

  • 23.11.1963 Aarau
    Heimatort: Winterthur

Berufliche Ausbildung und Tätigkeit: Studium in Zürich und Paris. Dr.phil.I., Privatdozent für Klassische Philologie an der Universität Zürich, Lektor, Mitherausgeber Literaturzeitschrift orte.

Beim orte-Verlag

44. Freilassung und Ausreise von Jörg Albrecht

English Version below
CHANGE.ORG

An: Scheich und Kulturminister der Vereinigten Arabischen Emirate, ihre Hoheit Nahyan bin Mubarak Al Nahyan
Petition von Holger Bergmann Thorsten Ahrend, Berlin, Deutschland

43. Schatzkiste

Aus der Schatzkiste von Open Culture:

Dylan Thomas’ “Do Not Go Gentle Into That Good Night” Performed by John Cale (and Produced by Brian Eno)

I’ve only known a few people of Welsh heritage, and most of them have, at one time or another, looked for a way to pay tribute to their comparatively exotic ancestral homeland. Some start going by their unusual vowel-intensive middle name; others simply start reading a lot of Dylan Thomas.

Hear Patti Smith Read 12 Poems From Seventh Heaven, Her First Collection (1972)

So it’s National Poetry Month, and the Academy of American Poets recommends 30 Ways to Celebrate, including some old standbys like memorizing a poem, reading a poem a day, and attending a reading. All sensible, if somewhat staid, suggestions (I myself have been re-reading all of Wallace Stevens’ work—make of that what you will).

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42. Gestorben

Als Lyriker hat Hugo Ernst Käufer nie viele Worte gemacht. Er schrieb Aphorismen, Gedankensplitter, komprimierte Einsichten und gründete 1967 in Gelsenkirchen die Literarische Werkstatt.

„Über den Tod zu schweigen heißt, das Leben zu beleidigen“, schrieb Hugo Ernst Käufer einmal in einer seiner lakonischen, und doch so sinnfälligen Sentenzen. Nun ist sein langes Leben zu Ende gegangen. Am 9. Mai ist der Bochumer Autor und Publizist an seinem Altersruhesitz in Legden gestorben. Er wurde 87 Jahre alt. / WAZ.de

41. The Laughing Heart

The poetry of Charles Bukowski deeply inspires many of its readers. Sometimes it just inspires them to lead the dissolute lifestyle they think they see glorified in it, but other times it leads them to create something compelling of their own. The quality and variety of the Bukowski-inspired animation now available on the internet, for instance, has certainly surprised me. At the top of the post, we have Jonathan Hodgson’s adaptation of “The Man with the Beautiful Eyes,” which puts vivid, colorful imagery to Bukowski’s late poem that draws from his childhood memories of a mysterious, untamed young man in a run-down house whose very existence reminded him “that nobody wanted anybody to be strong and beautiful like that, that others would never allow it.” Here you can watch Monika Umba’s even more unconventional animation of “Bluebird“.

At the bottom of the post, you’ll find Bradley Bell’s interpretation of “The Laughing Heart,” a poem that advises its readers not to let their lives “be clubbed into dank submission,” to “be on the watch,” for “there are ways out.” “You can’t beat death,” Bukowski writes, “but you can beat death in life, sometimes.” In Bell’s short, these words come from the mouth of the also famously dissolution-chronicling singer-songwriter Tom Waits, certainly Bukowski’s most suitable living reader (and one who, all told, comes second only to the man himself). Only fitting that one inspiring creator delivers the work of another — in the sort of labor of enthusiasm that, too, will inspire its audience to create. You can find readings of Bukowski poems in the poetry section of our collection of Free Audio Books.

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40. Ich, der Dichter Jesse Thoor

Der einleitende Essay von Michael Lentz über die Poetik von Jesse Thoor ist einer der besten und intensivsten Texte, die in den letzten Jahren über Lyrik geschrieben wurden. Er korrigiert das Etikett „Vagantendichtung“, das dem Frühwerk Thoors bisweilen verpasst wurde, analysiert die Handhabung der Sonettform sowie das „Crossover sprachlicher Stilniveaus“ und beschreibt Metaphorik und Motive dieses poetischen Solisten. Und trifft in Zeiten, in denen die Medien und bald auch die Leser nicht mehr wissen, wozu man Gedichte, die Königsdisziplin der Literatur, eigentlich braucht, eine grundsätzliche Feststellung: „Es gibt Gedichte, die einen ganzen Roman ersetzen können. Ihre Kürze hält dem Roman seine Länge vor. Jesse Thoor hat eine Vielzahl solcher Gedichte geschrieben.“

(…) Die handwerkliche Basis auch der Dichtung, die verzweifelte Einsamkeit der letzten Lebensjahre, die Hinwendung zu einer ekstatischen Religiosität – all das hat Jesse Thoor in große Dichtung transformiert. Und dabei in „Lieder und Rufe 1949–1952“ zu kürzeren und freieren Gedichtformen gefunden, ohne je dem Reim abzusagen, der ihm wie selbstverständlich gelungen ist. „Ich, der Dichter Jesse Thoor – dem Zünglein, Zeh und Ohr/ und die Seele fror“, so lautet die erste Strophe der „Rufe zur Nacht“ die mit einem poetischen Kuss enden, von dem man nicht weiß, ob es ein Liebes- oder ein Todeskuss ist. / Cornelius Hell, Die Presse 10.5.

Jesse Thoor
Das Werk
Hrsg. und mit einem Essay von Michael Lentz. 468 S., geb., €24,70 (Wallstein
Verlag, Göttingen)