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Veröffentlicht am 19. Juni 2023 von lyrikzeitung
Raoul Schrott
PHILOSOPHEN sie sind so scharfsinnig und tiefgründig in ihren disputen diese einschüchternd klugen professoren in rajahmundry wenn sie sich ans schlussfolgern machen ob sich am fallbeispiel der blumen die da oben im himmel blühen an der quelle des lebensbaums und seinen feucht glänzenden wurzeln zweigen und blättern welche auf erden unten den erspriesslichen leibern der frauen entspringen eher mittels einer kontingenten dekonstruktion eines a priori existierenden oder einer nichtexistenz a priori und daraus resultierender aphänomenalität ein logisches urteil darüber bilden lässt ob es nun das schamhaar gibt oder nicht anadolu evleri 23.9.21
Aus: Raoul Schrott, Inventur des Sommers. Über das Abwesende. München: Hanser, 2023, S. 58
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Raoul Schrott
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Sicher waren sie oft auch unter Frauen, die Philosophen.
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“welche auf erden unter den erspriesslichen leibern der frauen entspringen”
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Das gefällt mir überhaupt nicht. Ich schätze Raoul Schrott als Übersetzer sehr, schon lange, immer wieder. Seine sonstigen Texte überzeugen mich nicht, vor allem im Vergleich mit den herrlichen Übersetzungen. Professoren in Rajahmundry? Warum dort? Aphänomenalität des Schamhaars? Was ist das für ein Geplapper? Philosophie von Männerm, die über Frauen sprechen, war oft eher lächerlich, ja. Und? Irgendetwas darüber hinaus?
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Wieso über Frauen?
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