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Veröffentlicht am 26. Juli 2015 von lyrikzeitung
Jan Kuhlbrodt
Eine erste Annäherung an
Felix Philipp Ingold:
„Nee die Ideen. Pataphysische Fermaten“
Der Vers ist das Elementare des Gedichtes, nicht das Wort, der Buchstabe oder der Klang, auch wenn der Vers noch zerlegbar ist. Also letztlich dem Atom vergleichbar, das das teilbar Unteilbare vorstellt. Wort und Klang lassen sich zu allem möglichen zusammensetzen, Gebrauchsanweisungen und Romanen, Tagesbefehlen und Kapitulationsurkunden, aus Versen aber baut man einzig ein Gedicht.
Und was das Spannende ist, weil der Vers das Elementare, findet sich zuweilen in ihm das Ganze.
Der Einzeiler besteht aus einem einzigen Vers nur, und er ist doch ein ganzes Gedicht.
Mit Nee die Ideen legt Felix Phillipp Ingold nun einen Band mit eigenen Einzeilern vor, nachdem er vor fünfzehn Jahren, also 1999, bereits im Erker-Verlag Berlin einen Band mit russischen Einzeilern herausgab, die er auch ins Deutsche übertragen hatte. / Weiter bei Signaturen
Felix Philipp Ingold: Nee die Ideen. Pataphysische Fermaten. Berlin (Matthes & Seitz) 2014. 224 Seiten. 19,90 Euro.
Kategorie: Deutsch, SchweizSchlagworte: Felix Philipp Ingold, Jan Kuhlbrodt
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