Es muss nicht immer ein Geschenk sein – mit einem schönen Gedicht bereiten Sie Ihrem Papa ebenso Freude – oder bringen die Familie zum Lachen. / mehr
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Parents and children. Sometimes it seems that’s all there is to life. In this poem Donna Spector, from New York state, gives us a ride that many of us may have taken, hanging on for dear life.
On the Way to the Airport
You’re speeding me down the Ventura freeway
in your battered Scout, patched since your angry
crash into the drunken pole that swerved into your road.
We’ve got no seat belts, no top, bald tires,
so I clutch any metal that seems as though it might
be firm, belie its rusted rattling. Under my
August burn I’m fainting white, but I’m trying
to give you what you want: an easy mother.
For the last two days you’ve been plugged
into your guitar, earphones on, door closed. I spoiled
our holiday with warnings about your accidental
life, said this time I wouldn’t rescue you, knowing
you’d hate me, knowing I’d make myself sick. We’re
speaking now, the airport is so near, New York closer
than my birthday tomorrow, close as bearded death
whose Porsche just cut us off in the fast lane.
When you were three, you asked if God lived
under the street. I said I didn’t know, although
a world opened under my feet walking with you
over strange angels, busy arranging our fate. Soon,
if we make it, I’ll be in the air, where people say God lives,
the line between you and me stretched thinner,
thinner but tight enough still to bind us,
choke us both with love. Your Scout, putty-colored
as L.A. mornings, protests loudly but hangs on.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright © 2013 by Donna Spector, whose most recent book of poems is The Woman Who Married Herself, Evening Street Press, 2010. Poem reprinted from Rattle, Vol. 19, no. 3, by permission of Donna Spector and the publisher. Introduction copyright © 2014 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Am Dienstag wurde er nun in Ramallah auf offener Strasse überfallen, wie die Kopenhagener Zeitung «Berlingske Tidende» berichtet. Ein mit fünf Männern besetztes Auto habe neben ihm angehalten, als er sich abends auf dem Weg zu einem Restaurant befand. «Bist du Yahya aus Dänemark?», habe einer der Männer gerufen. Als er dies bestätigte, sei der Mann ausgestiegen, habe auf seinen Kopf eingeprügelt und «Ungläubiger» geschrien. Ihm sei es gelungen, sich zu entwinden und davonzurennen.
Mit gezücktem Messer habe ihn der Mann verfolgt. Weil Yahya Hassan schneller war, konnte er entkommen. Seit seinem Debüt habe er zahllose Morddrohungen erhalten, berichtete er der dänischen Zeitung. Lesungen fänden nur noch unter Polizeischutz statt. Zu einem Auftritt in Stockholm sei er letzthin von vier Leibwächtern begleitet worden. / NZZ
an solchen Festtagen ist die Innenstadt ein Chor von Stimmen, die nichts von einander hören wollen – kein Wunder, bei so vielen verschiedenen Sprachen
Hansjürgen Bulkowski
Am Pfingstmontag, 9. Juni, findet in der Akademie der Künste im Tiergarten ab 18 Uhr ein Abend zum Thema „Katastophen/Formen – Der Erste Weltkrieg und die Lyrik“ im Rahmen des poesiefestivals Berlin statt.
Den ersten Teil der Veranstaltung bildet eine von Johann Reißer eingerichtete und inszenierte Gedichtperformance, die Lyrik aus sechszehn der am Ersten Weltkrieg beteiligten Länder aus den Jahren 1911-1919 beinhaltet. Die von Iwona Mickiewicz, Carolin Bohn, Xaver Römer und Julia Trompeter performten Gedichte zeichnen Verlaufslinien des Krieges und den Wandel der (Sprach)Wahrnehmung eindrücklich nach.
Eine anschließende Gesprächsrunde reflektiert die Auswirkungen des Krieges auf Dichtung, Kultur und Gesellschaft. Es diskutieren der belgische Dichter und Literaturwissenschaftler Geert Buelens, Michael Lailach, Kurator der Ausstellung Avantgarde!, und die Romanistin Marina Hertrampf. Die Moderation übernimmt der Literatur- und Medienwissenschaftler Armin Schäfer.
Im letzten Teil des Abends präsentieren zeitgenössische LyrikerInnen neue Gedichte zum Ersten Weltkrieg: Jacques Darras trägt aus seinem Langpoem „Tout reprende à 1914“ vor, welches das Verhältnis deutscher und französischer Dichter zum Krieg behandelt. István Vörös liest Auszüge aus seinem Gedichtband „Heidegger als Postbeamter“. Antony Rowland präsentiert Gedichte, die sich mit Erlebnissen britischer Soldaten im Kampf an der Somme beschäftigen. Sergej Moreinos Gedichte behandeln Erlebnisse seines Großvaters in den Reihen der belgischen Bürgermiliz. Xaver Römer und Julia Trompeter performen Sprechduette, die auf Paul van Ostaijens Langgedicht „Besetzte Stadt“ sowie auf Thomas Klings Gedichtzyklus „Der Erste Weltkrieg“ basieren.
Mehr Infos zur Veranstaltung unter: http://www.literaturwerkstatt.org/de/poesiefestival-berlin/programm-2014/gesamtuebersicht-2014/katastrophenformen-der-erste-weltkrieg-und-die-lyrik
Bereits mit ihrem ersten Gedichtband machte die Lyrikerin Karin Kiwus Furore. Jetzt hat sie für ihren aktuellen Band den Lyrikpreis Orphil erhalten, den das Kulturamt Wiesbaden in Verbindung mit hr2-kultur vergibt.
„Der Gedichtband zeigt eine Lyrikerin, die sich konsequent allen Moden entzieht und immer wieder von Neuem in klaren Bildern, Wahrnehmungen, Reflexionen und Erinnerungen miteinander verschränkt“, heißt es in der Begründung der Jury. Die 71-jährige Berlinerin wurde am Freitag für ihren Band „Das Gesicht der Welt“ geehrt, der ihre Gedichte von 1976 bis 2006 bündelt. „Kiwus‘ Gedichte“, so die Jury, „arbeiten sich an der Schönheit an sich ab. Karin Kiwus bekennt sich nicht allein zu ihrer Unterwerfung unter die ‚Herrschaft der Sprache‘ (Seamus Heaney), sondern unter jene der Kunst als Überlebensmöglichkeit und sinnstiftendes Moment schlechthin.“ / hr
Irgendjemand hat unserem Autor mal erzählt, dass das Lesen von Gedichten eine meditative Wirkung hat. Also besucht er die Eröffnung des 15. Berliner Poesiefestivals und probiert das Ganze aus. Ein Bericht von der Grenze der Verständnislosigkeit.
(…)
Gernhardt-Preisträger Paulus Böhmer ist ein Meister des Lang-Poems und ein Berg von einem Mann. Er liest aus seinem Zyklus „Zum Wasser will/alles/Wasser will weg“. Es ist ein Schnaufen und Rasseln und Hauchen. Es geht um Kindheit und Krieg und Engel, die Bomben tragen. Ich fühle Erschöpfung in mir aufsteigen. Auch die nächste Dichterin arbeitet in einer mir bekannten Sprache. Doch zum ersten Mal verstehe ich nichts. Die Österreicherin Anja Utler liefert Klangkunst. Sie spricht, während Fragmente von Band ertönen. Die Mehrstimmigkeit erzeugt ein Plätschern, dem der Geist angestrengt zu folgen versucht, um irgendwann aufzugeben. Ich wünsche mir einen Joint. (…)
Dann geht es weiter mit Les Murray. Ein korpulenter, gewitzter Clown in buntem Strickpullover und mit Schirmmütze. Der Australier seufzt und murmelt und sagt seine Gedichte auf Deutsch an. „Hier ist ein Fledermaus-Gedicht.“ Gelächter. „Hi-hi.“ Mehr Gelächter. Meditativer Effekt: Null. Unterhaltungsfaktor: Enorm.
(…) Ich versinke in der Reizüberflutung, starre auf die Bilder, lausche Worten, Musik und genieße heilige Wut. Als ich wieder zu mir komme, erinnere ich mich an den Oberfeuilletonisten. Klappt nicht, werde ich ihm schreiben müssen. Gruß, ein Kind des Bewegtbildzeitalters.
/ Marten Hahn, Berliner Zeitung
Die Schriftstellerin Friederike Mayröcker wurde am Donnerstag mit dem Buchpreis der Wiener Wirtschaft ausgezeichnet. Die Jury entschied sich für die „zutiefst wienerische“ 89-Jährige, da sie „die literarische Landschaft in unnachahmlicher Weise prägte und prägt“, wie es in einer Aussendung hieß. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wurde heuer bereits zum sechsten Mal vergeben. / Der Standard
Das friedliche Leben in Odessa ist vorbei. Im ehemaligen Parteigebäude der KP sind mindestens vierzig Menschen umgekommen. Erschossen, erstickt, oder verbrannt.“ Für den Schriftsteller und Psychiater Boris Chersonskij ist der 2. Mai 2014 der düsterste Tag in der Geschichte Odessas seit dem Zweiten Weltkrieg. „Dabei dachten wir immer, Odessa sei anders – weltoffen und europäisch.“ Das Gemetzel zwischen Majdan-Aktivisten und Russland-Befürwortern, mit dem alles begann, spielte sich direkt vor seiner Wohnung auf dem Preobraschenkij-Platz im Zentrum von Odessa ab.
Chersonskij bezweifelt, dass der Tod der Demonstranten je aufgeklärt werde, mit Blick auf seine im Vorjahr erschienenenAufzeichnungen eines Psychiaters fügt er hinzu: „Ich habe in 40 Jahren psychiatrischer Praxis nichts erlebt, was der Hysterie seit Beginn des ukrainisch-russischen Konflikts gleichkäme!“ (…)
Die soeben noch bildungsbürgerlichen Interieurs in Odessa werden vom Bürgerkrieg hinweggefegt, auf den Terror der Kommunisten folgt jener der Nazis. Chersonskij bleibt in der Schilderung düsterster Tragödien wie absurder Zufälle gleichermaßen lakonisch, wenn es heißt: „Einmal rettete Jakow die Familie / weil er sich 1941 nicht / an die amtliche Verordnung hielt, / der zufolge Radioempfänger / abgegeben werden mussten (…) Sie erwarteten die Deutschen / als Befreier vom Bolschewismus. / Die Sendung des deutschen Radios / über das Weltjudentum / änderte ihre Pläne. / Die Flucht war überstürzt / und deshalb erfolgreich.“ (…)
Fragen der Identität, die bekanntlich nie einen Abschluss finden, haben für den russisch-jüdisch-ukrainischen Schriftsteller durch die jüngsten Ereignisse in der Ukraine auf unangenehme Weise an Aktualität gewonnen. Als das russische PEN-Zentrum Chersonskij kürzlich die Mitgliedschaft anbot, reagierten Moskauer „Patrioten“ empört und beschimpften diesen wegen dessen dezidierter Pro-Majdan-Haltung als „jüdischen Faschisten“. Der reagiert gelassen: „Ich denke, spreche und schreibe Russisch, aber ich bin weder Leibeigener der russischen Sprache noch deren Sklave. Und was soll ich zum jüdischen Faschisten sagen?“ / Erich Klein, Der Standard
Majakowski sang den Staat (UDSSR), Führer (Lenin), die Partei (KPdSU) und den Kommunismus an, er war stolz auf seine „parteigetreuen Bücher“(Rühle, S. 50).
Inhaltlich versucht Preckwitz in seinem postmoderner Hymnus „Kampfansage“ zwar genau das Gegenteil und wütet gegen den ihn betreffenden Staat wie gegen das ihn betreffende Europa, doch erstarrt,- eben anders als bei Majakowski – sein Gedicht, wie auch schon von Burkhard Müller in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 29. Januar 2013 kritisiert, in einem bloßen Gewimmel von Substantiven.
Zitat:
„Der Staat steckt nicht in der Krise der Staat ist die Krise. So auch ist: die Krise System Und also: System das Feindesland. Denn: Kapitalismus ist Krieg, der an Verarmenden verübt wird."
Preckwitz rät folgend mit Lenin und Thoreau:
Was tun? Laß dein Leben der Reibstoff sein, der die Maschine zum Stehen bringt.
(Preckwitz, S. 27)
Die Postmoderne greift auf ihre Meister zurück und schießt mit Vorwürfe wie am Stammtisch (inklusive Wortungetüme wie „Wahlmonegassen“): gegen die Bundesrepublik („der Staat ist die Krise“) oder Griechenland („Fäkalistan“) und all die Staatsdiener („das große Geprasse“) und ganz beiläufig werden als Gegenmaßnahme „Leninisten mit Knarren“ (sic) heraufbeschworen. Doch weist der Autor Wege wirklich aus der Misere? Eigentlich nicht. Muss er auch nicht.
Dafür schrappt Preckwitz hart am Ultranationalismus vorbei, wenn es heißt „Nicht Staat ist mir Heimat, / Heimat ist mir mein Land, /…/ Deutschland /…/ : Heimstatt / : Herzland.“ Simpler, abseits des künstlerischen Anspruchs, heißt das bei Rechtsextremen:“Ich hasse den Staat, / aber ich liebe mein Land“.
Auch der „Rechtsraum des Aufstandes“ im Gedicht „Euroskepsis“ anerkennt nichts, was der Europäischen Union („Brüsseler Byzantinismus“) zu Gute gehalten werden könnte, stattdessen „im luftschloß zu brüssel“ der „zwangsstaat“, wo die „kader … schmarotzen“.
Dennoch: Preckwitz lässt Dampf ab, das ist sein Recht, dabei schaut er dem sogenannten Wutbürger aufs Maul und versammelt und collagiert dessen Vorwürfe auf dem uneinnehmbaren Platz des Gedichts. / Axel Reitel, Weltexpress
Boris Preckwitz. Kampfansage. Gedichte und Essays. 71 Seiten. Lyrik Edition 2000. Herausgegeben von Florian Voß.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Those of us who live on the arid Great Plains love to hear rain on the roof. Not hail, but rain. William Jolliff, a poet from Oregon, where it rains all the time, has done a fine job here of capturing that sound.
Rain on a Barn South of Tawas
It may be as close as an old man in Michigan
comes to the sound of the sea. Call it thunder
if you want, but it’s not thunder, not at all.
It’s more like the rush of semis on a freeway
somewhere between Bay City and Flint,
the road a son will take when he learns,
sometime around the last taste of a strap,
that the life he was born to is nothing
at all like a life he’d ever bother to live.
There’s an anger in it, a tin-edged constancy
that has no rhythm, quite, something more
like white noise that still won’t let you sleep.
Think of some man, needing to get a crop in,
but the fields are sop, so he’s trying to find
something to fix, something to keep his hands
working, something to weld, something to pound,
something to wrap his calloused palms around
that might do less damage than a lead-rope
knotted and tossed over the limb of a tree.
If you ever decide to lose your years
by working this land, you might think again,
about the barn you build, or roofing it with tin.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright © 2012 by William Jolliff, whose most recent book of poems is Searching for a White Crow, Pudding House Publications, 2009. Poem reprinted from the Blue Collar Review, Winter 2012-13, by permission of William Jolliff and the publisher. Introduction copyright © 2014 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Es war in Wiesbaden, die junge Dichterin las gemeinsam mit dem großen Michael Krüger, das Thema war „Liebe“ – und sie hatten nichts richtig Passendes, beide nicht.
Man müsste wirklich einmal Gedichte über die Liebe schreiben, haben sie hinterher beschlossen. „Aber ich nicht, ich bin zu alt“, sagte der frühere Hanser-Verleger Krüger. „Das muss die Nancy machen.“
Hat sie. Und jetzt ist Nancy Hünger mit ihren Gedichten in die Finalistenrunde für den Menantes-Preis für erotische Dichtkunst gekommen, als einzige Frau unter vier Männern. „Ja, aus Liebe wurde Erotik“, sagt die 33-Jährige, die in der türkis gestrichenen Küche ihrer Wohnung in der Brühlervorstadt sitzt und sich eine Zigarette dreht.
Sie hat mit Worten gespielt, mit Rhythmen und Bildern – und landete beim Körperlichen. „Vielleicht, weil Sätze wie Ich liebe dich schon so sehr zum Klischee geworden sind, dass man sie eigentlich gar nicht mehr sagen kann“, überlegt sie. Bei ihr wird daraus „Ich schneie dich“, eine Wortspielerei mit Liebe und Schnee.
In einem anderen Gedicht wird eine Frau zum Straßenverkehrsamt: Es verzeichnet die Berührungen, die Männerfinger, die ihren Körper entlangfahren, „alle Schleichwege werden vermessen und kartiert“. / Lavinia Meier-Ewert, Thüringer Allgemeine
Durch eine fünf köpfige Fachjury um den Leipziger Lyriker Ralph Grüneberger wurden die Preisträger des 11. Kammweg Literaturförderpreises 2014 ermittelt. Insgesamt hatten 70 Bewerber Texte für den Wettbewerb eingereicht.
Ausgeschrieben war in diesem Jahr Lyrik in Hochdeutsch oder in erzgebirgischer Mundart.
Wie der Kultursekretär Wolfgang Kalus mitteilt war der Jurychef vollen Lobes über die handwerkliche und inhaltliche Qualität der Arbeiten so wie das große Interesse und die Beteiligung der verschiedenen Generationen und Berufsgruppen.
Ausdruck dafür ist auch die hohe vergebene Anzahl an Ehrungen.
Vier Förderpreise, fünf Anerkennungspreise und ein Sonderpreis für Mundart werden am 11. Oktober 2014 durch den Vorsitzenden des Kulturkonventes, Landrat Frank Vogel, im Rahmen der 1. Kunstausstellung des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen auf Schloss Augustusburg vergeben. In großer Übereinstimmung der Jurymitglieder geht der 1. Förderpreis an die studierte Germanistin Hilke Domsch aus dem Frauensteiner Ortsteil Nassau.
Die drei 2. Preise werden an Jutta Rosenkranz, freie Schriftstellerin und Dozentin aus Berlin, an die freie Textautorin, Kommunikationsberaterin und Moderatorin Daniela Rieß-Mork aus Kassel und die Rentnerin Helga Zehrfeld aus dem erzgebirgischen Oelsnitz vergeben.
Die fünf Anerkennungspreise wurden durch die Juroren Heidi Bergmann aus Zwickau, Marit Heuss aus Freiberg, Bianca Kahl (sie schreibt unter Pseudonym Lore Reim) aus Magdeburg, Hans-Jürgen Kühn aus Berlin und den Annaberger Jörg Seifert zuerkannt.
Monika Tietze aus Crottendorf wird in diesem Jahr den Sonderanerkennungspreis für Mundart erhalten.
Alle Preisträger haben einen Bezug zum Erzgebirge, denn teilnahmeberechtigt am Wettbewerb waren nur Autorinnen und Autoren, die im Erzgebirge geboren sind oder leben sowie all jene, die sich nachweislich mit dem Erzgebirge als Landschaft und Lebensraum familiär oder regional verbunden fühlen oder zeitweise im Erzgebirge lebten bzw. arbeiteten. / Mittelsachsen TV
Der Verein »Literarisches Dresden e.V.« schreibt seit dem Jahr 2013 ein 3-monatiges Lyrik-Stipendium aus. Ermöglicht wird dies durch eine kontinuierliche, zweckgebundene Spende aus der Wirtschaft, welche dem Verein über die Firma KREACON e.K. vermittelt wurde.
Jeweils im Zeitraum von 6. Januar bis 31. März erhält ein Autor bzw. eine Autorin freie Unterkunft im Gästehaus des KulturHaus Loschwitz und ein Stipendium in Höhe von 900 Euro monatlich. Das Stipendium wird nach Antritt der Stelle monatlich ausgezahlt.
Die in der Zeit des Stipendiums entstehenden lyrischen Arbeiten sollen einen Bezug zur Stadt Dresden oder der sächsischen Kulturlandschaft erkennen lassen. Im Ergebnis wird diese lyrische Arbeit gedruckt, im Rahmen einer bibliophilen Schriftenreihe in kleiner Auflage publiziert. Alle darüber hinausgehenden Rechte verbleiben bei dem Autor bzw. der Autorin. Die Publikation wird jeweils im September des Jahres in einer öffentlichen Veranstaltung im KulturHaus Loschwitz präsentiert. Für die Mitwirkung an dieser Veranstaltung erhält der Autor bzw. die Autorin ein Honorar.
Georg-Trakl-Förderungspreis des Landes Salzburg ausgeschrieben
Salzburger Landeskorrespondenz, 3. Juni 2014
(LK) Das Land Salzburg hat den mit 3.000 Euro dotierten Georg-Trakl-Förderungspreis für unveröffentlichte Lyrik ausgeschrieben. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die einen biographischen Bezug zum Land Salzburg haben, etwa durch Geburtsort, Wohnort, Studienort oder Arbeitsplatz. Einzureichen sind 15 unveröffentlichte Lyriktexte, die anonymisiert einer unabhängigen Jury vorgelegt werden. Die Einreichfrist endet mit 26. Juni 2014. Die Ausschreibungsunterlage können auf der Homepage des Landes unter www.salzburg.gv.at/doc-georg_trakl_foerderpreis.pdf abgerufen werden.
Kulturreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn weist darauf hin, dass dem Förderungspreis heuer, im 100. Todesjahr des Salzburger Dichters, besondere Beachtung zukommen wird. Dies auch deshalb, weil aus diesem Anlass auch wieder der zuletzt 2011 vergebene „große“ Georg-Trakl-Preis für Lyrik vergeben wird. Schellhorn: „Das wollen wir nutzen um der Lyrik und der Poesie, die als leiser Kontrapunkt zur dominanten schrillen Eventkultur so wichtig sind, ein wenig mehr Beachtung zu verschaffen.“
Weitere Informationen sind im Referat 12/01 Kunstförderung, Kulturbetriebe und Kulturrecht des Landes Salzburg, Franziskanergasse 5 A, 5020 Salzburg, Dr. Daniela Weger, Tel. +43 662 8042-2729, E-Mail daniela.weger@salzburg.gv.at erhältlich. s116-33
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