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Veröffentlicht am 26. März 2025 von lyrikzeitung
Teil 10 des Zyklus „Die Befreiung der Alchemie von der Metaffer“ von Martina Kieninger
Das Gedicht dekonstruiert die Idee fester Bedeutungen – mit einem spielerischen, fast absurden Ton. Schluss mit Luther!
Text 10 Gottgewollt ist Messungenauigkeit. Also Schluss mit der Tischrede von Brot, Buch, Tisch. Aber da steht er, er steht noch transmutiert von Holz in Holz Beweis: Brot ist Signaturmittel gegen Hunger Und Wein gegen Satzbau, Yeah: Schluss jetzt mit Tischdeutsch Er steht aber da. Guckt, als sei er ein Tisch, der Tischgespräche führt. Thesen zum Brot, Erstens ist der Tisch eine Behauptung und hat Posaunenfüsse aus Hymnen. Die Hymnen sind ununterscheidbar Posaunen nichts als Hilfsvariablen für Naturwissenschaftler. Zweitens: Die Posaune – auf den Tisch geworfen ergibt sich aus dem Wort, das Wort gespiegelt am Buch zum Brot transmutiert. Das Brotelement, Elixier, vermehrt Brote Nichts weiter will er sein als Tisch, sagt er ist nur voll von Sätzen – unbewiesen wie: Quanten sind Gegenmittel gegen Quanten (und der Pfarrer ein bekennender Quantenmechaniker) Kugeln sind Gegenmittel gegen kartesische Koordinaten – Beweis: noch nie hat ein Mensch Atom in Würfelform gesehn Gegenbeweis: noch nie hat ein Mensch Atome gesehn.
Kategorie: DeutschSchlagworte: Martin Luther, Martina Kieninger
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danke, sehr hübsch und mir als Schweizer mit dem Geburtstag von Peter Bichsel, ja und seinem Todestag kurz davor ist es Freud, Ihnen seine Kindergeschichte 1969 Luchterhand darzureichen, sie heisst „Ein Tisch ist ein Tisch“.
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