Tag: 24. November 2012

135. Keine Trostpflaster

Der Lyriker Matthias Kehle liebt Mehrdeutigkeiten, die zum Denken anhalten. Das Gedicht „Kiesgrube“ beginnt mit den Worten: „Hier bauen sie auf Sand“. Wer auf Sand baut, hat gewöhnlich gute Gründe anzunehmen, dass seine Absichten scheitern müssen. Hier aber ist von einem Betrieb die Rede,… Continue Reading „135. Keine Trostpflaster“

134. Russische klassische Moderne

Im eben zitierten Artikel spricht Olga Martynova über vergessene Autoren der klassischen russischen Moderne, von denen zur Zeit viele in Deutschland erstmals oder wieder gedruckt werden. Ich zitiere bloß mal, was sie über Lyriker darunter schreibt: Die Novelle … ist Michail Kusmin (1872–1936) gewidmet,… Continue Reading „134. Russische klassische Moderne“

133. Den heutigen Deutschen

Deshalb bin ich sehr vorsichtig, wenn politischer Protest durch schlechte Kunst ausgedrückt wird. Das war auch so bei der heute vergessenen und vor einigen Jahren gefeierten Lyrikerin Alina Wituchnowskaja, die wegen Drogen festgenommen wurde, was weltweite Proteste hervorrief. Das führte dazu, dass erstens ihre… Continue Reading „133. Den heutigen Deutschen“

132. Versteckspiel

Inzwischen hat Jan Wagner als Stipendiat der Villa Massimo längere Zeit in Rom verbracht – und uns ein weiteres trickreiches Versteckspiel beschert. In seinem neuen Gedichtband mit dem merkwürdig schönen Titel «Die Eulenhasser in den Hallenhäusern» stellt er uns als Herausgeber drei verborgene Lyriker… Continue Reading „132. Versteckspiel“