Brahms hatte das Hölderlin-Gedicht, das in der ersten Strophe die göttliche Glückseligkeit im Jenseits und in der zweiten die Hoffnungslosigkeit des irdischen Daseins beschreibt, während eines Besuches bei Freunden gefunden und war davon so fasziniert, dass er noch am gleichen Tag mit der Vertonung begann. / Rheinische Post
Im Jahre 1868, nach der Bremer Erstaufführung des “Deutschen Requiem”, komponierte Johannes Brahms sein opus 54, das “Schicksalslied”, auf ein Gedicht aus Hölderlins “Hyperion”. Da er sich über die kompositorische Gestaltung des Schlusses zunächst im unklaren war, wurde das Werk erst 1871 vollendet. Dieser Schluß, den Brahms bereits damals gegen seine Freunde verteidigen mußte, ist bis heute umstritten. Man wirft dem Komponisten vor, das abschließende Orchesternachspiel stehe im Widerspruch zur Hoffnungslosigkeit der letzten Textworte, er deute damit die Aussage des Gedichtes um. Manche deuten das als eine Korrektur im christlichen Sinn, indem “Hölderlins heidnisch-fatalistische Antithese von Götter- und Menschenwelt durch die tröstliche Botschaft der Hoffnung auf ein Jenseits überwunden wird” (Joseph Groben, Konzertprogramm). Für andere stellt dieses Nachspiel geradezu einen Stein des Anstoßes dar; so schrieb etwa Gerhard R. Koch in einer Konzertkritik (FAZ vom 30. Mai 1996), Brahms habe “Hölderlins Fatalismus doch arg ins Tröstliche abgewandelt.” / casagrandefred.de
Hyperions Schiksaalslied
Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden, seelige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.
Schiksaallos, wie der schlafende
Säugling, athmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
In bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seeligen Augen
Bliken in stiller
Ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.
Text nach Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke. Kritische Textausgabe. Hg. D.E. Sattler. Bd. 4: Oden I. Darmstadt und Neuwied: Luchterhand 1985, S. 30.
Das Gedicht entsteht nach einem ersten Entwurf vom Herbst 1796 in der Frankfurter Zeit und steht im zweiten Band des Hyperion-Romans im 28. Brief:
Ich wollte mich stärken, ich nahm mein längstvergessenes Lautenspiel hervor, um mir ein Schiksaalslied zu singen, das ich einst in glüklicher unverständiger Jugend meinem Adamas nachgesprochen.
Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke. Kritische Textausgabe. Hg. D.E. Sattler. Bd. 11: Hyperion. Darmstadt und Neuwied: Luchterhand 1984, S. 193.
Es handelt sich um eine von fünf rhapsodischen Odenentwürfen Hölderlin – rhapsodisch im Sinne von metrisch ungebunden. Ich vermute, die Bezeichnung rührt von dem Negativimage, das die griechischen Rhapsoden schon im 5. Jahrhundert v.d.Z. hatten, als fehlerhafte Überlieferer. Platons Ion rechnet mit dem Stand ab. Wer das Schicksalslied googelt, kann sich leicht von heutigem Rhapsodentum in diesem Sinn überzeugen.
Man wird das Gefühl nicht los, dass sich ein 1969 geborener Gegenwartslyriker einen Lyriker wie eine Romanfigur erfindet, welcher dann gleich Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ eremitisch in der weiten, rauschenden Landschaft steht, als gäbe es keine sieben Milliarden Menschen, keine Vernetzung, keine Globalisierung, keine Fernseher, keine Flughäfen, keine Discounter, keinen Sex und kein Fußballspiel. Die Ausklammerung der realen Welt mit all ihren Begrifflichkeiten wird in einem Maße überstrapaziert, dass einem nur wenig Raum zur Identifikation bleibt. Man assoziiert ständig einen Klausner in stachliger Kutte, barfuß, nach Beeren suchend. Selbstredend geht es beiAufkommender Atem um die Kultivierung einer Ausnahmesituation, um die (Re-) Mystifizierung des Individuums im Glauben, doch bergen die Gedichte konzeptionell eine mitunter ärgerliche Realitätsferne, beinahe einen aufkommenden Eskapismus, beispielsweise, wenn Lehnert für den Sommer die chronologisch dem Jahreslauf folgenden Gedichte nach Lanzarote verlagert, um die Kulisse für seinen tragischen Gegenstand weiterhin aufrecht erhalten zu können: Der schwarze Sand verrinnt. Die schwarzen Burgen / am Wasser, schwarze Steinchen auf der Haut: / Weißt du, wie lang es ist bis zum Erwachen? (S.54), Ein schwarzer Strudel, dessen Maß noch fehlt / folgte der menschenhohen Lavawelle (S. 56).
In diesem Sinne spricht auch die Umschlagabbildung Auferstehung, eine Radierung des 1968 (sic!) geborenen Künstlers Michael Triegel, der in der Manier alter Meister, besonders der späten Renaissance tätig ist, für sich. Ich kann feststellen, dass ich die Gedichte des Pfarrers Christian Lehnert nicht unbedingt für das schätze, was sie sind, sondern eher für das, was sie – für einen exkursiven, nostalgischen Novembernachmittag mit meiner Katze und einem Kaffee – innerhalb der heutigen Lyrik, aber nur ausnahmsweise, auch mal nicht sind. Aber wer es tatsächlich vermag, sich mit dieser Poesie nachhaltig zu identifizieren, der hat ein Luxusproblem. / Dominik Dombrowski, fixpoetry
Christian Lehnert, Aufkommender Atem, 99 Seiten, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
Renommierte Dichter zu Gast im „deutsch-arabischen lyrik-salon“
Vor mehr als 6 Jahren gründete der aus Syrien stammende deutschsprachige Dichter, Übersetzer, Herausgeber und Publizist Fouad El-Auwad den „deutsch-arabischen lyrik-salon“. Zur illustren Gästeschar seiner bisherigen Festivals zählten u.a. Reiner Kunze, Raoul Schrott, Evelyn Schlag und Fuad Rifka. Nunmehr findet der „lyrik-salon“ zum vierten Mal statt. Zu Gast sind diesmal bei der poetischen Begegnung der Kulturen neben Fouad El-Auwad auf deutschsprachiger Seite Ulrike Draesner, Eva Förster, Ludwig Steinherr, Suleman Taufiq und Christoph Leisten. Auf arabischsprachiger Seite werden Naim Talhouk (Libanon) , Maram Massri (Syrien), Hanane Aad (Libanon), Aisha Bassry (Marokko), Rim Najmi ( Marokko) und Sarjoun Karam (Libanon) zu hören sein. Zum „4. lyrik-salon“ erscheint unter dem Titel „dOrt“ eine von Fuad El-Auwad herausgegebene deutsch-arabische Lyrik-Anthologie beim Shaker Verlag. Die zweisprachige Lesung aller Gedichte wird musikalisch begleitet durch den Oud-Virtuosen Raed Khoshaba. Sie findet statt am Samstag, dem 26. November 2011, 19 Uhr, im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn (Am Hof 1, 1. Obergeschoss). Der Eintritt beträgt 10,- Euro (ermäßigt 6,- Euro). – Weitere Informationen: www.lyrik-salon.de
Der australische Dichter Les Murray gilt seit Jahren als Literaturnobelpreisanwärter. In seinen Versen überträgt er die Sprache der Natur in geschmeidige Rhythmen, versetzt sich in Fauna und Flora hinein, beobachtet „grasende Tiere / an den Steilhängen der Erde“. Mit Pferden, Fischen, Spinnen, Katzen und Vögeln belebt er die weiten Landstriche seiner melodiösen Verse. Zwischen lichtdurchfluteten Eukalyptuswäldern, Prärie und Ozean hört er das Wollhaargras wachsen. Der Einklang dissonanter Sinneseindrücke macht die Verse dicht und zugleich offen. / Dorothea von Törne, Die Welt
Les Murray: Größer im Liegen. Aus dem Englischen von Margitt Lehbert. Edition Rugerup, Berlin. 160 S., 19,90 Euro.
In allen Schaffensperioden kommen archaisch anmutende Landschaften ins Bild, deren provinzielle Enge sich mühelos ins Universelle weitet. Worte werden ausgekostet, eine ganze widersprüchliche und doch harmonische Poetologie entsteht unter Sprachklängen, bei denen Vokale als Leitmotiv dienen. Fließend sind die Übergänge zwischen konkreten Gegenständen und Traumfantasien, zwischen Erlebnis und Philosophie. Der hier spricht, weiß sich eingebettet in die Historie eines Menschenschlages, zu dem irische Bauern und Handwerker gehören, die inmitten von Licht und Schatten, Bewegung und Ruhe oft nur noch in den von ihnen geschaffenen Sachen anwesend sind. Gleich ihnen weiß sich der Dichter aufgehoben in Raum und Zeit. / Dorothea von Törne, Die Welt
Seamus Heaney. Die Amsel von Glanmore Gedichte 1965 – 2006. A. d. Engl. v. Uli Aumüller u.a. S. Fischer, Frankfurt /Main. 430 S., 16,99 Euro.
beim Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin. In der vergangenen Woche wurden 20 hochroth Bände gestohlen. Wir sind erschüttert, aber fühlen uns geehrt. Wir bitten dennoch von Nachahmungen abzusehen!
Von: hochroth Verlag
Neuerscheinungen: Liao Yiwu / Ivo Sachs / Sandra Beasley
hochroth ist ein Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene. Durch neue Produktions- und Vertriebswege werden schwerverkaufbare Bücher unters Volk gebracht. Die Finanzierung erfolgt allein aus dem Buchverkauf.
Aufgabe
Förderung innovativer Schriften; insbesondere Lyrik.
Die Bücher sind bei Dussmann das Kulturkaufhaus (Berlin, Friedrichstr.) erhältlich.
Das vollständige Verlagsprogramm kann im Lyrikkabinett, München eingesehen werden.
Es gibt eine Wiederkehr des Totgeglaubten. Die alten Formen erblühen aus den Relikten der Avantgarde. Nicht Gott ist tot, sondern der Atheismus. Religiöse Themen erscheinen den jüngeren Autoren wieder interessant, ja zwingend. Die Weltlage legt sie nahe, manchmal auch die eigene Biographie. Der Lyriker Christian Lehnert ist solch ein Dichter der Wiederkehr. Er schreibt Sonette und sogar Paraphrasen alter Kirchenlieder. Man darf ihn einen religiösen Dichter nennen. …
Lehnert ist ein diskreter Metaphysiker. Er schwenkt kein Weihrauchfass und verfällt nie ins Predigen. Er gewinnt auch den skeptischen Leser – wenn nicht unbedingt für die Sache, so doch für das Gedicht. …
Erstaunlich ist, wie gut hundert Jahre nach Rainer Maria Rilke eine Sprach- und Stil-Lage wiederkehrt, die die Moderne für längst erledigt hielt. / schreibt Harald Hartung über Christian Lehnert, FAZ
Christian Lehnert: „Aufkommender Atem“. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin 2011. 99 S., geb., 19,90 €.
Café Sonntag
Sonntag
20. November 2011 09:05 Ö1
Zum Thema „Kunst und Krempel“. Valie Export, Medienkünstlerin | Annamateur | Ernst Jandl „wien: heldenplatz“
Die brasilianische Schriftstellerin Clarice Lispector (1920–1977) war eines der stärksten und vielseitigsten Talente der südamerikanischen Erzählliteratur. Zu Lebzeiten als Ikone der Moderne gerühmt und als Feministin vereinnahmt, ist sie heute nur noch ein Geheimtipp. Eine Wiederentdeckung tut dringend not, meint Felix Philipp Ingold in der NZZ:
Ebenso eigenartig, ja einzigartig wie die erratische Sprachform und die abrupte Erzählweise ist das literarische Weltbild, das sich in die Lispectorschen Texte eingezeichnet findet. Dieses kabbalistisch anmutende Weltbild ist dominiert von der Bipolarität Ich/Gott, die aber nicht auf punktueller Gegenüberstellung beruht, die vielmehr als ein wechselseitiges Ineinanderfliessen vorgeführt wird, bei dem alles mit allem gleichrangig zu korrespondieren scheint. So wie «Gott» alles und zugleich eins ist, nämlich identisch mit der Gesamtheit der Ding- und Sprachwelt, ist «Ich» zugleich jemand selbst und alle andern, zu fassen nur in seiner Unfassbarkeit als Mann/Frau, Mensch/Tier, Leib/Wort, Person/Name, Individuum/Kollektiv. Die Dialektik des Entweder-oder löst sich auf im Sowohl-als-auch gleichgültiger (heisst: gleichermassen gültiger) Multioptionalität, die zuletzt auch grosse Antagonismen wie Liebe/Hass, Lust/Schmerz, Glauben/Wissen sich verflüchtigen lässt.
Als Zugabe ein Gedicht der Autorin
(Die Neue Zürcher beweist auch in diesem Fall ihre Welthaltigkeit. 2002 las ich da: «Ich schreibe Gedichte, nicht um Dichter zu werden, sondern um meine Seele zu üben» nzz 9.2.02)
Vom 14. bis 17. März 2012 wird Falkensee Gastgeber der Gertrud-Kolmar-Gesellschaft sein. Es ist das zweite Tagung dieser Art – die erste fand vor zwei Jahren in Weimar statt – und wird sich ausschließlich mit den Übersetzungen des Werkes der jüdischen Dichterin Gertrud Kolmar (1894-1943) in fremde Sprachen befassen.
Erwartet werden 20 bis 25 Literaturwissenschaftler und Übersetzer. Die Schirmherrschaft liegt in den Händen von Hinrich Schmidt-Henkel, dem Vorsitzenden des Verbandes deutschsprachiger Übersetzer. / Hiltrud Müller, Märkische Allgemeine
Dalit-Poeten, die beim Hay-Festival im indischen Bundesstaat Kerala auftraten, wurden mit der provokatorischen Frage konfrontiert, warum sie sich selber als „Dalit“, Unberührbare brandmarkten, wo sie auch auf Malayalam schreiben könnten. (Dalit ist die Selbstbezeichnung einer heterogenen Gruppe mit diversen Religionen und Sprachen, siehe unten). „Ihre Gedichte haben viele Leser. Warum sprechen Sie von Dalit-Lyrik? Ist es nicht, als ob Sie sich selbst freiwillig in Ketten legten?“
Dalit-Poeten wie MB Manoj, Vijila Chirappad, MR Renukumar und Sunny M Kappikad nahmen an der Veranstaltung teil. Kappikad sagte, Enttäuschung über seine früheren revolutionären Ideale habe ihn zum Schreiben gebracht. Er sei aktives Mitglied einer revolutionären Partei gewesen, aber als er bemerkte, daß die Dalit-Ideologie aus der Partei verschwunden sei, habe er zu schreiben begonnen. / Times of India
Wikipedia sagt:
Dalit ist die Selbstbezeichnung der Nachfahren der indischen Ureinwohner, die aus rassistischen Gründen als „Unberührbare“ aus dem Kastensystem der kriegerischen indoarischen Einwanderer bzw. Eroberer bis heute oft ausgeschlossenen sind. Der Begriff entwickelte sich aus dem Sanskritwort दल् , dal; er wird übersetzt mit zerbrochen, zerrissen, zerdrückt, vertrieben, niedergetreten, zerstört und Der-Zur-Schau-Gestellte.
In der westlichen Welt, insbesondere im deutschen Sprachraum, werden sie teilweise auch als Paria bezeichnet;Gandhi nannte sie Harijan (im Westen ungenau als Kinder Gottes übersetzt, eigentlich: „Vishnu-Geborene“). Diese Bezeichnung wurde von den Dalits immer abgelehnt, da sie nicht als schützenswerte Kinder, sondern als gleichberechtigte Menschen und Inder gesehen werden wollen. Der im Westen oftmals gebrauchte Begriff „Kastenlose“ ist unpräzise, da die Unberührbaren durchaus einer Kaste (Jati) angehören, wenn auch keiner Varna.
Jyotiba Phule, der Vater der indischen Sozialrevolution, benutzte das Wort Dalit im späten 19. Jahrhundert für die Opfer des Kastensystems.
Die englische Version geht auch auf Dalitliteratur ein:
One of the foremost and earliest dalit scholar is Shri Valmiki, author of the famous epic poem Ramayana.[59] Shri Valmiki is considered to be oldest and greatest poet in Indian history. He is called Maha Kavi or Adi Kavi in Sanskrit.
Das Auktionshaus Sotheby’s versteigert ein unbekanntes Notizheft des berühmten indischen Dichters Rabindranath Tagore aus dem Herbst 1928. Es enthält 12 Gedichte und Liedtexte auf Bengali, darunter einige stark überarbeitete Fassungen zuvor veröffentlichter Texte. Das Buch wird auf $150.000 bis 250.000 geschätzt.
Tagore, der 1913 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, schrieb tausende Gedichte. / artdaily.org
November 17, 2011 by Elaine Castillo
From the Occupy Wall Street People’s Library:
For the past 6 weeks poets from around the world have been sending poems to the People’s Library in an effort to create a living/breathing poetry anthology in solidarity with the Occupy Wall St. movement. All poems are accepted into the anthology. The anthology is updated on a weekly basis. If you’d like a poem added to the anthology email stephenjboyer@gmail(dot)com and please include “occupy poetry” in the subject.
Enjoy. Keep Occupying!
Read the current incarnation of the Occupy Wall Street Poetry Anthology here.
With Masha Tupitsyn, Filip Marinovich, Stephen Boyer, Eileen Myles, Adrienne Rich, Charles Bernstein, Anne Waldman, Martín Espada, Penelope Schott, Marilyn Hacker, Jorie Graham, Anselm Berrigan, Ingrid Feeney, Philomene Long, Lisa Cattrone, Ben Lerner, Carolyn Elliott, Feliz Lucia Molina, Maureen Seaton, Samuel Ace, Wanda Coleman, Lawrence Ferlinghetti, Kevin Killian, D.A. Powell, Rebecca Mertz, Vincent Katz, Jena Osman and many, many, many others.
News from the library today, November 17, Day of Action:
The NYPD seized the People’s Library again tonight. We set up the library again today with 100 books, and the police came over this evening and stood in a line around the books, blocking anyone from reaching the books by creating a fence with their batons. The officers then ordered the Brookfield property sanitation crew to throw them in a trash can. We photographed it all, and video is available on the blog here. The police were asked why they were taking the books and one officer said “I don’t know.”
Den Poetik-Preis [sic, muß heißen Poesie- oder Lyrikpreis] erhielt Nikky Finney für ihre vierte Kollektion, „Head Off & Split“. … Pulitzerpreis-Gewinner John Ashbery wurde für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Abends ausgezeichnet.
Die National Book Foundation vergibt jährlich den mit 10.000 Dollar (rund 7.400 Euro) dotierten Preis an amerikanische Autoren. Der Award gilt in den USA als eine der wichtigsten Literaturauszeichnungen nach dem Pulitzerpreis. Die [sic] Schauspieler und Autor John Lithgow führte vor über 600 Gästen durch den Abend der 62. Verleihung. (APA) Standard
Zwei der fünf Hauptpreise gingen an afroamerikanische Frauen. Der Preis für Erzählliteratur ging an Jesmyn Wards Roman „Salvage the Bones“ über eine Familie, die vom Hurricane Katrina betroffen wurde.
Nikky Finney gewann den Lyrikpreis für den Band „Head Off & Split“ (Northwestern University’s Triquarterly imprint).
Bei der Verleihung am Mittwoch trat auch die Lyrikerin Elizabeth Alexander auf, die bei der Amtseinführung Präsident Obamas 2009 gelesen hatte. Der Dichter John Ashbery, 84, erhielt den Preis für ein Lebenswerk, die Medal for Distinguished Contribution to American Letters. In seiner Dankrede sagte er, seit seinen literarischen Anfängen habe „schwierige Lyrik“ an Anziehungskraft verloren.
Finneys Dankrede verband die Lyrik mit einer großen Diskussion von Rasse, Schreiben und Lesen. „Das war die beste Dankrede, die ich jemals gehört habe“, sagte Lithgow. / Carolyn Kellogg, Chcago Tribuine 17.11.
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