54. Inhaltlich & verständlich

Schittkos Texte sind inhaltlich ausgerichtet und zielen vor allem darauf, verstanden zu werden. Dabei fragt sich der Autor beim Verfassen seiner Zeilen in der mitternächtlichen Ruhestörung durch die Nachbarn: Wird dort noch eigenständig / miteinander geschlafen / oder (auch) schon / ein Pornofilm geschaut? Er vergleicht den Durchschnittssex des Deutschen mit der Länge einer Single-Auskopplung, die es in die Musikcharts geschafft hat, und zieht den Schluss, dass sich deshalb der Begriff Popsong entwickelt haben muss. Neben diesen humoristischen Episoden befasst sich das Gros seiner Gedichte mit dem Literaturbetrieb. Dabei stellt er immer wieder das System, die Schreibbedingungen und sich selbst infrage und beantwortet den Zweifel, Warum sich dieses Gedicht nicht durchsetzen wird (zumindest nicht zu Lebzeiten seines Autors), Weil es zu schlecht ist / Weil es weder Liebes- / noch Naturlyrik ist. / Weil es zu politisch, / zu links, / zu anarchistisch, / zu subversiv ist.

Schittkos Kritik hebt darauf ab, dass sich in der übersättigten, schnelllebigen Gesellschaft nur das Neue und Junge durchsetzt – Autoren werden nur dann erfolgreich, wenn sie über die richtigen Kontakte verfügen.

Kai Pohl wiederum siedelt sich stark in der marxistischen Tradition an. Der Autor, Künstler und Grafikdesigner wurde 1964 in Wittenburg geboren und lebt heute in Berlin-Prenzlauer Berg. Seit 2006 ist er Herausgeber der Zeitschrift floppy myriapoda – Subkommando für die freie Assoziation. In diesem Jahr erschienen insgesamt vier kleine Gedichtbände beim Distillery Verlag, bei Sukultur und Fixpoetry.

Seine Gedichte drehen sich vorwiegend um Arbeit, Kapital und Vermögenswerte. das unvermögen der armen / ist das vermögen der reichen / das vermögen der armen / ergo ihr reichtum / begründet das ende der armut. Pohl wirft aber auch einen Blick auf die Berliner Architektur, insbesondere das Schmerzzentrum in der Schönhauser Allee und das Gesundbrunnencenter. Wieder einmal kriegen die Milchkaffeetrinker ihr Fett weg, er drückt seine Abneigung gegen die Tatenlosigkeit aus, „eher gibt es (schon wieder) krieg, / als daß hier jemand den arsch hochkriegt“ / Marion von Zieglauer, Freitag

da kapo mit CS-Gas Kai Pohl/Clemens Schittko, Fixpoetry 2011, 62 S., 10 €

53. Große, stille Gedichte

Es sind – wie bei Bobrowski – große, stille Gedichte, in denen das Leben pocht, strömt, rauscht. Die Brüche sind nicht dissonant, sondern fast organisch. Hier spielt einer nicht mit den Erwartungen auf Ruhm und Lorbeerkränze. Hier sucht einer keinen Zirkusapplaus. „Alles geht schlicht vorbei / Wir sind nicht ewig / Wir sind nicht frei. / Glocken tummeln sich munter.“

Das ist so gemessen, dass es natürlich im Getümmel der Eitelkeiten nicht zeitgemäß zu sein scheint. Wer geht denn noch zu Fuß? Wer denkt denn an Vergänglichkeit, wenn es um den Ruhm des Tages geht?

Die wirklich eindrucksvollen Lyriker taten es alle. Und werden es weiter tun. Und ihre Gedichte können auch nach 30 Jahren wieder aufgelegt werden und sie erreichen die Leser. Mit stimmigen Bildern, von denen auch Hoprich wusste, dass sie alt sind. Trotzdem stimmen sie. Immer noch. Selbst dort, wo Hoprich sogar Rilke anklingen lässt wie beiläufig: „… nur musst du langsam wandern / und dich ändern und verschwenden.“ („Fahrt nach Heltau“).

Das ist wohl das Leben. Das eigentliche, dem man so gern davonläuft mit Ausreden wie „Keine Zeit!“ Natürlich nicht. Wer seine Zeit nicht zu verschwenden weiß, der hat keine. Das Leben selbst ist ein rätselhaftes Ding. Hoprich hat’s etwas zu deutlich gesagt für die Richter seiner Zeit. Dabei gibt’s wenige, die es mit soviel Zurückhaltung und Würde gesagt haben.

Nun ist dieser Band da und damit Hopricht auch wieder fassbar für alle, die noch wissen, wie man Gedichte lesen kann abseits der täglichen Eiligkeiten. / Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung

Bäuchlings legt sich der Himmel
Georg Hoprich, Reinecke & Voß 2011, 10,00 Euro

52. Lyrikkalender 2012 Aprèslude

Lesung und Gespräch mit

Michael Braun, Norbert Lange und Henning Ziebritzki

am Freitag, den 16. Dezember 2011, um 19 h 30

Lyrikkalender 2012. Aprèslude
Ausgewählt und kommentiert von Michael Braun
740 Seiten, farbig bedruckt / Format 15×21 cm / Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen / EUR 24,80 / Verlag das Wunderhorn 2011

Zur Lyrikkalender-Finissage am 10.12.2010 in der Schwartzkopffstr. gab Michael Braun einen knappen Rückblick auf die Geschichte des Deutschlandfunk-Lyrikkalenders:

„„Gedichte““, so nüchtern sah es Gottfried Benn, sind „„eine Art Aktion am Sandsack: einseitig, ergebnislos und ohne Partner – : evoë!““ Der Deutschlandfunk, der Erfinder und Ideengeber des Lyrikkalenders, wollte ab 2006 mit seinem Projekt das Gegenteil beweisen: Gedichte sind nicht ergebnislos, sondern wirkungsvoll, sie sind auch nicht einseitig, sondern erreichen die Aufmerksamkeit –– als kleines Denkbild, als Erkenntnisblitz oder Sprachfragment. Sie haben auch einen Partner –– den Hörer oder Leser, der mit dem Gedicht in ein Gespräch eintritt. (……)

Der Lyrikkalender hat fünf Jahre lang diktatorisch mein Leben reguliert: Acht Monate des Jahres waren jeweils dem Kommentieren der 365 Gedichte gewidmet, der Arbeit an einer Zwölf-Zeilen-Essayistik, ein Format mit immensem Komprimierungs-Zwang. Die kalendarische Expedition erstreckte sich über insgesamt 1826 Gedichte und 1826 Kommentare, eine fast fließbandverdächtige Kommentarproduktion…. Am Ende dann, im letzten Jahrgang, geriet die Kommentarproduktion ins Stocken, weil der Körper die weitere Ausübung seiner Pflichten des reibungslosen Funktionierens verweigerte und außer Rand und Band geriet. Inspirierte Geister, vier Kollegen und Freunde, haben mir geholfen, den Lyrikkalender zu Ende zu bringen: Michael Buselmeier aus Heidelberg, Sabine Peters aus Hamburg, Volker Sielaff aus Dresden und Norbert Lange aus Berlin.

So ist der Lyrikkalender am Ende ein Gemeinschaftsprojekt geworden –– aus der Aktion am Sandsack ist schon durch das kollektive Kommentieren ein Gespräch geworden: ein Gespräch über Gedichte, zugleich eine Selbstverständigung über das, was uns zum Sprechen und zum Schreiben bringt. (…)““

Nach dem Ende des Projekts im Deutschlandfunk ist für das Jahr 2012 ist noch einmal ein Lyrikkalender entstanden –– der „„Wunderhorn-Lyrikkalender““ ermöglicht die Wiederbegegnung mit den aufregendsten, überraschendsten und berührendsten Gedichten aus den bisherigen fünf Kalender-Jahrgängen. In der Auswahl trifft man aber auch auf politisch anstößige, motivisch provozierende und ästhetisch widerborstige Gedichte, die in den bisherigen Sammlungen aus unterschiedlichen Gründen keinen Platz gefunden hatten.

Michael Braun (geb. 1958 in Hauenstein/Pfalz) lebt als Literaturkritiker in Heidelberg. In Lesung und Gespräch mit den Dichtern Norbert Lange (geb. 1978 in Gdynia/Polen, lebt in Berlin) und Henning Ziebritzki (geb. 1961 in Wunstorf/Niedersachsen, lebt in Tübingen) präsentiert er in der Aprèslude zu seiner kalendarischen Expedition eine Auswahl der Gedichte aus dem Lyrikkalender 2012.

Ich freue mich auf Euer Interesse und grüße herzlich Karl Piberhofer

Einrtritt frei__ Getränke stehen gegen eine Spende zur Verfügung__Ich bitte um Anmeldung

Veranstaltungsort: pKp –– GALERIE / píberhofer K produktíon / Schwartzkopffstr. 3 / 10 115 BERLIN / piberhoferK@web.de / Tel: 030 –– 30 36 84 50 ( U-6 / U-Bhf. Schwartzkopffstr. oder S-Bahn / S-Nordbahnhof)

51. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (5)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 2 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur N – Sch. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender für junge Leser 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Ge­dichte von 200 Autorinnen und Autoren von den An­fängen bis zur Gegen­wart, darunter ∙ Ernst Moritz Arndt ∙ Rose Ausländer ∙ Hans Bender ∙ Rolf Dieter Brinkmann ∙ Manfred Chobot ∙ Matthias Claudius ∙ Klaus Peter Dencker ∙ Annette von Droste-Hülshoff ∙ Marie von Ebner-Eschenbach ∙ Manfred Enzensperger ∙ Theo­dor Fontane ∙ Günther Bruno Fuchs ∙ Stefan George ∙ Günter Grass ∙ Peter Handke ∙ Heinrich Heine ∙ Hendrik Jackson ∙ Mathias Jeschke ∙ Franz Kafka ∙ Axel Kutsch ∙ Oskar Loerke ∙ Martin Luther ∙ Christian Morgenstern ∙ Wilhelm Müller ∙ Andreas Noga ∙ Novalis ∙ Martin Opitz ∙ Oswald von Wolkenstein ∙ Wal­ther Petri ∙ August von Platen ∙ Monika Rinck ∙ Joachim Ringelnatz ∙ Paul Scheerbart ∙ Raoul Schrott ∙ Vol­ker von Törne ∙ Georg Trakl ∙ Ludwig Uhland ∙ Friedrich Theodor Vischer ∙ Jan Wagner ∙ Robert Walser ∙ Albin Zollinger, 430 Seiten, Tischkalen­der mit Spi­ralbindung, Alhambra Publishing, B-Bertem 2011.
  2. Cyprian Kamil Norwid: Über die Freiheit des Wortes. Poem. Aus dem Polnischen von Peter Gehrisch. Leipziger Literaturverlag. 220 Seiten.
  3. Gisela Noy · Gänge ans Licht, mit drei Graphiken von Berthold Mallmann, 36 Seiten, handfadengebundene Broschur, numeriert und signiert, Atelier Verlag, Andernach 2011.
  4. Hellmuth Opitz · Die Dunkelheit knistert wie Kandis, 126 Seiten, Hardco­ver, Pendragon Verlag, Biele­feld 2011.
  5. Jutta Over · Grünland Grauland, 24 unpaginierte Seiten, geheftete Broschur, Machandel Verlag, Hase­lünne 2011.
  6. José Emilio Pacheco: Früher oder später. Edition Delta (Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt)
  7. Bert Papenfuß: Pro tussi à gogo. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  8. Alexej Parschtschikow: Erdöl. Gedichte. Übersetzung: Hendrik Jackson. kookbooks 2011
  9. Teresa Pascual ∙ Die geordnete Zeit & Rebellion des Salzes – El temps en ordre & Rebellió de la sal. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt. Titelbild von Juana Burghardt. 161 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  10. Miodrag Pavlović: Mißhelligkeiten, alte und neue. Gedichte. Aus dem Serbischen von Peter Urban. Leipziger Literaturverlag. 152 Seiten.
  11. Francesco Petrarca, Canzoniere, aus dem Italienischen übersetzt von Karl-Heinz Stierle, gebunden, 273 Seiten, Insel Verlag 2011.
  12. Annelotte Piper (Hg.): Kaum berührt, zerfällt die Mauer der Nacht.28 japanische Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Gedichten von Yosano Akiko, Nagase Kiyoko, Fukao Sumako, Sagawa Chika, Machida Shizuko, Ishigaki Rin, Nakamura Chio, Mitsui Futabako, Uchiyama Tomiko, Ibaragi Noriko, Shinkawa Kazue, Shiraishi Kazuko, Tada Chimako, Kora Rumiko, Takarabe Toriko, Kawata Ayane, Kanai Mieko, Tomioka Taeko, Yoshihara Sachiko, Aoki Harumi, Tatara Chieko, Arai Toyomi, Yoshiyuki Rie, Ito Hiromi, Isaka Yoko, Hirata Toshiko, Inaba Mayumi und Kawaguchi Harumi. Mit einem Geleitwort von Yoko Tawada. Aus dem Japanischen von Annelotte Piper. Deutsche Erstausgabe. 368 Seiten. München: dtv, Dezember 2011.
  13. Kai Pohl (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation. Heft 18. Mit Gedichten von Niccolò Agnoli, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ernst Fuhrmann, Alex Galper, Rex Joswig, Andreas Paul, Kai Pohl, Clemens Schittko, Schwartz, HEL Toussaint, Johannes Witek u. a. Broschur, 40 S. EdK/Distillery, Berlin, Oktober 2011.
  14. Kai Pohl ∙ Clemens Schittko ∙ da kapo mit CS-Gas, 59 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  15. Kai Pohl: Phantomkalender. Broschur, 24 S. Distillery, Berlin 2011.
  16. Traian Pop (Hg.) · BAWüLON. Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst, 1. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Johann Lippet · Horst Samson · Rainer Wedler u.a., 106 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigs­burg 2011.
  17. Traian Pop (Hg.) · Matrix. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 24. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Róža Do­mašcyna ∙ Benedikt Dyrlich ∙ Kito Lorenc ∙ Friederike Mayröcker ∙ William Totok u.a., 192 Seiten, Broschur, Pop Ver­lag, Ludwigsburg 2011.
  18. Magorzata Poszewska (Hg.): Ein Fenster bis zum Horizont / Okno po horyzont. 198 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 10.
  19. Kevin Prufer, Wir wollten Amerika finden. Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Norbert Lange und Susanna Mewe. luxbooks, 2011.
  20. Hans Raimund/Friedrich Danielis: „Choral Variationen“. Edition Thurnhof, Reihe oxohyph 2011, 24 Euro, ISBN 978-3-900678-15-9. Auflage 400, 20 Exemplare erschienen als Vorzugsausgabe im Holzschuber mit einem Autograph von Hans Raimund und einer Arbeit von Friedrich Danielis, 180 Euro.
  21. Arne Rautenberg: Miami Bach. Illustration/ Grafik: Olrik Kohlhoff. 8 Bögen, keine Nummerierung. Cordel Kiel 2011.
  22. Arne Rautenberg: Triebabfuhr. Gedichte mit Zeichnungen von Thomas Palme, 24 Seiten. Cordel Kiel 2011.
  23. Tom Raworth: Logbuch. Gedichte. Übersetzung: Ulf Stolterfoht. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
  24. Marcel Reich-Ranicki (Hg.) ∙ Frankfurter Anthologie. Vierunddreißigster Band, Gedichte und Inter­pretationen, Ge­dichte von H. C. Artmann · Gottfried Benn · Bertolt Brecht · Walter Helmut Fritz · Wolfgang Hilbig · Peter Huchel · Theodor Kramer · Alfred Lichtenstein · Friederike Mayröcker · Helga M. Novak u.v.a., 317 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  25. Walter Rheiner. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 1. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  26. Walter Rheiner · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 27). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  27. Øyvind Rimbereid · Herbarium, aus dem Norwegischen von Klaus Anders, 85 Seiten, Klappenbroschur, Edi­tion Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  28. Jan Volker Röhnert ∙ Notes from Sofia. Bulgarische Blätter, Gedichte, Notate, Erzählung, 148 Seiten, Klappen­bro­schur, edition AZUR, Dresden 2011.
  29. Ludwig Rubiner · Das himmlische Licht. Gedichte (edition grillenfänger 26). 32 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  30. Tuvia Rübner · Lichtschatten. Gedichte. 102 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  31. Peter Rühmkorf: Poesiealbum 293. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Horst Janssen. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011, 32 S.
  32. Wilhelm Runge · Das Denken träumt. Gedichte (edition grillenfänger 30). 62 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  33. Gabriele Sander (Hg.): Die Welt hebt an zu singen. Musik-Gedichte. Reclam. 192 Seiten.
  34. Julia Sander ∙ Der Fernseher blinkt in Blitzblau Augengeflatter, 24 unpaginierte Seiten, Handsatz und Handfadenbindung von Karl-Friedrich Hacker, footura black, Itzehoe 2011.
  35. Ulrike Almut Sandig ∙ Dickicht, 80 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lese­bändchen, Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.
  36. Jordi de Sant Jordi · Der letzte Trobador. Eine Anthologie. Herausgegeben und übersetzt von Hans-Ingo Radatz (Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters, Bd. 5), 120 Seiten, broschiert, Berlin – Münster – Wien – Zürich – London, LIT Verlag 2011.
  37. Knut Schaflinger ∙ Schneebrand, 103 Seiten, Klappbroschur, Edition POEMA, Verlag Ralf Liebe, Weilers­wist 2011.
  38. Valeri Scherstjanoi: Mein Futurismus. Mit einem Nachwort von Michael Lentz. Matthes & Seitz Berlin 2011, 191 S.
  39. René Schickele · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 22). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  40. Clemens Schittko: Manifest der Nachhut. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  41. Clemens Schittko: Und ginge es demokratisch zu. sUkUltUr 2011.
  42. Tibor Schneider • Christiane Schweitzer • Anselm Treichler (Hg.), ]trash[pool. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 2. Ausgabe, Lyrik und Prosa von Richard Duraj, Sascha Kokot, Lucia Leidenfrost, Jinn Pogy, Jan Skudlarek u.a., 106 Seiten, Broschur, Tübingen 2011.
  43. Wieland Schmied · Ein Irrer schreibt an einen Blinden. Ezra Pound Studien III (Rimbaud-Taschenbuch Nr. 72), 112 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  44. Stefan Schmitzer
: scheiß sozialer frieden
. Gedichte. Wien: Edition Korrespondenzen, 2011. Mit einem Nachwort von Clemens Setz, gebunden, 21 x 13 cm, 
96 Seiten.
  45. Ernst Schönwiese · Baum und Träne (Lyrik-Taschenbuch Nr. 74), 72 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  46. Karl-Heinz Schreiber ∙ Das Wundern der Romantizierer generiert altmodische Beulen, 38 Seiten, gehef­tete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
  47. Natalia Shchyhlevska · Verschränkungen. Leben und Werk von Autoren aus der Bukowina anhand von Briefen und Nachlässen (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 58).7 Abb., 124 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.

50. „Poesie ist die Lösung“ oder „Muss man Angst haben?“

Huang Nubo ist ein Unternehmer eigener Art. In seinem Büro hängen Fotos von den Achttausendern, die er schon bestiegen hat, um dort Gedichte zu schreiben. Im Kern seines Wesens sieht er sich nämlich als Dichter, freilich einen, der weder melancholisch noch selbstmitleidig ist. „Poesie ist die Lösung“, pflegt er zu sagen. Er fördert Lyriker (auch solche, die in China früher verboten waren) und Dichterkongresse in der ganzen Welt, und in der Firmenzentrale kann man nicht nur zahlreichen Affen, Papageien und Katzen begegnen, die er in seiner Nähe hält; es sind dort auch Installationen internationaler Künstler aufgestellt, die seine Gedichte visualisieren. In Island wurde freilich auch mit Argusaugen vermerkt, dass er seine Laufbahn als Funktionär in der Propagandaabteilung der Partei begonnen hatte.

Was hat diese Mischung nun zu bedeuten? Muss man Angst haben oder nicht? / FAZ

49. Nicht innerlich

Snorri verfasste auch ein Handbuch für Dichter, die «Edda» (die nun in Neuauflage übersetzt von Arthur Häny wieder vorliegt). Sie bot Geschichten von Göttern und Helden, die den Skalden den Stoff für die «Kenningar» lieferten, wie die nach bestimmten Regeln gefügten poetischen Umschreibungen genannt wurden. Eine Schlacht konnte als «Sturm des Rabenweins», also als Blutsturm, bedichtet werden, um ein einfaches Beispiel zu zitieren. Wenn aber der Skalde das «Sohlenblatt des Diebs der Thrud» in seine Strophe einzubauen verstand, ging ein anerkennendes Raunen der Connaisseurs durch den Saal. Ihnen war klar, dass Thrud, eine Tochter des Gottes Thor, von einem Riesen geraubt worden war und dass mit dem Sohlenblatt jener Schild gemeint war, auf den sich der Riese nach einem bekannten Mythos stellte, weil er glaubte, Thor griffe ihn aus der Erde an.

Was eine ordentliche Strophe war, enthielt mehrere «Kenningar». In einem Gedicht stellte Snorri in 102 Strophen ebenso viele Metren vor. Von Erlebnislyrik war dieses hochartifizielle Spiel weit entfernt. Snorri versuchte, altes Wissen in Einklang mit dem christlichen Weltbild zu bringen. Er schrieb gerade auch für die Anhänger von Jesus und Maria. Dichtkunst stand, so gesehen, für Kontinuität in der Geschichte – ähnlich wie in Halldór Laxness Roman «Kirchspielchronik». Die Lyrik, die Laxness‘ neuzeitliche Bauern schätzen, ist so wenig innerlich wie ihre Religion. / Aldo Keel, NZZ

Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson. Homer des Nordens. Eine Biografie. Aus dem Isländischen von Regina Jucknies. Böhlau-Verlag, Köln 2011. 447 S., Fr. 35.50. – Eine Neuauflage der «Prosa-Edda. Altisländische Göttergeschichten» liegt bei Manesse vor (Fr. 25.90).

48. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (4)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 3 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Kr – Na. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Michael Krüger (Hg.) ∙ Akzente. Zeitschrift für Literatur, Heft 2/April 2011: Moderne hebräische Lyrik, zusammengestellt von Ariel Hirschfeld, aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, 108 Seiten, Broschur, Verlag Carl Hanser, München 2011.
  2. Alexej Krutschonych: Phonetik des Theaters. Hg. von Valeri Scherstjanoi. Leipzig: Reinecke & Voß 2011.  81 S.
  3. Georg Kulka: Sichtbarkeit. Aufzeichnende Prosa. Prosagedichtezyklus, hochroth Verlag 2011.
  4. Thomas Kunst · Legende vom Abholen, 109 Seiten, Klappbroschur, Edition Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  5. Kunstverein Kunstgeflecht (Hg.): Rhein! Zeitschrift für Worte, Bilder, Klang Nr. 2 (Oktober), Kidemus: Köln 2011. Lyrik von Kurt Drawert, Armin Foxius, Frederike Frei, Thomas Geduhn, Harald Gröhler, Gert Heidenreich, Franz Hodjak, Yaak Karsunke, Jochen Kelter, Regine Mönkemeier, Albert Ostermeier, Elisabeth Plessen, Manfred Pricha, Carmen Elisabeth Puchianu, Francisca Ricinski-Marienfeld, Kurt Roessler, Said, Joachim Sartorius,Rolf Stolz, A. J. Weigoni.
  6. Axel Kutsch (Hg.) · Versnetze_vier. Deutschsprachige Lyrik der Ge­genwart von 216 Autorinnen und Autoren, dar­unter Andreas Altmann ∙ Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Crauss ∙ Hugo Dittberner ∙ Richard Dove ∙ Hans Eichhorn ∙ Peter Ettl ∙ Karin Fellner ∙ Brigitte Fuchs ∙ Claudia Gabler ∙ And­rea Heuser ∙ Franz Hodjak ∙ Jürgen Israel ∙ Peter Kapp ∙ Ulrich Koch ∙ Christoph Leisten ∙ Vesna Lu­bina ∙ Marie T. Martin ∙ Jürgen Nendza ∙ Andreas Noga ∙ Irmhild Oberthür ∙ Antje Paehler ∙ Tom Pohl­mann ∙ Arne Rauten­berg ∙ Francisca Ricinski ∙ Horst Samson ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Ralf Thenior ∙ Beate Ün­ver ∙ Marianne Ullmann ∙ Ruth Velser ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ Ron Winkler ∙ Ma­rio Wirz ∙ Maximilian Zander ∙ Rosemarie Zens, Vor­wort des Herausgebers, 329 Seiten, Broschur, Verlag Ralf Liebe, Wei­lerswist 2011.
  7. Stan Lafleur/Helena Becker: Das Lachen der Hühner. Liechtenstein-Gedichte und Papierschnitte, parasitenpresse, Köln 2011
  8. James Laughlin: Dylan schrieb Gedichte. Aus dem US-Amerikanischen von Christine Pfammatter. Leipziger Literaturverlag. 136 Seiten.
  9. lauter niemand e.V. (Hg.): lauter niemand. Die Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa. 11. Ausgabe. Lyrik von Clemens Schittko, Sylvia Geist, Philipp Güntzel, Isabella Roumiantsev, Catherine Hales, Elke Engelhardt, Sina Klein, Richard Duraj, Andrea Scholl, Kerstin Becker, Martina Winter, Levin Westermann, Niklas Lem Niskate, Sonja vom Brocke, Charlotte Warsen, Thomas Steiner, Jan Imgrund, Dieter M. Gräf, Theresa Klesper, Claudia Gabler, Philippe Kottoros, Carl-Christian Elze, Lutz Steinbrück, Tom Nisse, Roberto Yañez, Tibor Schneider, Kirsten Hartung, Simone Hirth, Julian Walther, Robert Bahr, Prosa von Ulrike Almut Sandig, David Frühauf, Dirk Alt, Yulia Marfutova, Stephan Roiss, Martin Lechner, Guy Helminger, Joachim Wendel, Florian Wacker, Marie T. Martin, Bernd Gonner.
  10. Radmila Lazić: Das Herz zwischen den Zähnen. Gedichte. Aus dem Serbischen von Mirjana & Klaus Wittmann. Leipziger Literaturverlag. 160 Seiten.
  11. Ivo Ledergerber · Besuch bei einem Freund, 92 Seiten, Hardcover, Waldgut Verlag, CH-Frau­enfeld 2011.
  12. Wilhelm Lehmann, Poesiealbum 297. Auswahl Axel Vieregg, Grafik Herbert Tucholski. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 32 S.
  13. Christian Lehnert · Aufkommender Atem, 99 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Suhr­kamp Verlag, Ber­lin 2011.
  14. Anton G. Leitner · Arne Rautenberg (Hg.) · Das Gedicht, 19. Ausgabe: götterschöner freudefunken, Gedichte von Melanie Arzenheimer ∙ Jürg Beeler ∙ Brigitte Fuchs ∙ Norbert Göttler ∙ Ulla Hahn ∙ Erich Jooß ∙ Chris­tine Langer ∙ Andreas Peters ∙ Ilma Rakusa ∙ Robert Schindel ∙ Babette Werth ∙ Johannes Zultner u.v.a., 135 Seiten, Broschur, Anton G. Leitner Verlag, Weßling 2011.
  15. Anton G. Leitner (Hg.) ∙ Gedichte für Zeitgenossen. Lyrik aus 50 Jahren von H. C. Artmann ∙ Ingeborg Bachmann ∙ Werner Dürrson ∙ Jörg Fauser ∙ Axel Kutsch ∙ Mario Wirz u.v.a., 142 Seiten, Taschenbuch mit Schutzumschlag, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2011.
  16. Anton G. Leitner, Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte, mit einem Nachwort von Ulrich Johannes Beil, 128 Seiten, Broschur, Daedalus-Verlag, Münster 2011.
  17. Michael Lentz · Textleben. Über Literatur, woraus sie gemacht ist, was ihr vorausgeht und was aus ihr folgt, herausgege­ben sowie mit Vor- und Nachwort versehen von Hubert Winkels, 576 Seiten, Hard­cover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  18. Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren. Gedichte, zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Mit e. Nachwort von Matthias Göritz.  luxbooks.americana, Wiesbaden 2011.
  19. Lettre International. Europas Kulturzeitung. Heft 95. Winter 2011. 138 S. Wassili Dimow: Kafkasus. Ein Poem. Beiträge von Péter Nádas, Slavoj Žižek, Friedrich Kittler u.v.a.
  20. Liao Yiwu: Massaker. Frühe Gedichte. Übersetzt von Hans Peter Hoffmann, hochroth Verlag 2011.
  21. Ernst Wilhelm Lotz · Wolkenüberflaggt (edition grillenfänger 20). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  22. Wolfram Lotz: Fusseln. Liste. Köln: Parasitenpresse 2011 (paradosis Nr. 8). 16 S.
  23. Gertrud Luick-Conrad: Lebenslinien. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  24. Nikola Madzirov · Versetzter Stein, aus dem Mazedonischen von Alexander Sitzmann, 64 Sei­ten, Hardco­ver, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  25. Zvonko Maković: lügen. warum nicht? Gedichte. Übersetzung: Alida Bremer. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
  26. Nadeschda Mandelstam: Erinnerungen an Anna Achmatowa . Aus dem Russischen von Christiane Körner. Kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Pawel Nerler. Bibliothek Suhrkamp 1465, Berlin 2011. 205 S., mit zahlreichen Abbildungen.
  27. Horst-Ulrich Mann [d.i. Ulrich Horstmann]: Kampfschweiger. Gedichte 1977–2007. Verlag Shoebox House, Hamburg 2011. 187 S., € 16.90
  28. Julia Mantel ∙ dreh mich nicht um, Bilder von Petrus Akkordeon, Vorworte von Kurt Drawert und Jörg Sun­dermeier, 47 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  29. Peter Marggraf (Hg.) · Berichte aus der Werkstatt, 10. Ausgabe, Bilder von Peter Marggraf, Gedichte von Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Georg Oswald Cott ∙ Hugo Dittberner ∙ Paul Klee ∙ Gerd Kolter ∙ Heiner Müller ∙ August von Platen ∙ Rainer Maria Rilke, 40 Seiten, Format 23 x 33 cm, San Marco Handpresse, Neustadt 2011.
  30. Alfred Margul-Sperber (Hrsg.) · Die Buche. Eine Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina. Aus dem Nachlass herausgegeben von George Guțu, Peter Motzan und Stefan Sienerth. Mit Gedichten von Rose Ausländer · Uriel Birnbaum · Klara Blum · Paul Celan · Zeno Einhorn · Norbert Feuerstein · Ernst Maria Flinker · Robert Flinker · Benjamin Fuchs · David Goldfeld · Lotte Jaslowitz · Josef Kalmer · Alfred Kittner · Ewald Ruprecht Korn · Artur Kraft · Josef I. Kruh · Kamillo Lauer · Siegfried Laufer · Ariadne Baronin Löwendal · Hugo Maier · Itzig Manger · Alfred Margul-Sperber · Tina Marbach · Salome Mischel · Johann Pitsch · Moses Rosenkranz · Heinrich Schaffer · Isaac Schreyer · Jakob Schulsinger · Erich Singer · Isak Sonntag · Klaus Udo Tepperberg · Victor Wittner · Kubi Wohl. 469 Seiten, gebunden, 2. Auflage, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  31. Jean-Michel Maulpoix: Schritte im Schnee. Prosagedichte. Aus dem Französischen von Margret Millischer. Leipziger Literaturverlag. 140 Seiten.
  32. Ernst Meister · Gedichte, ausgewählt von Peter Handke, 150 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, Lese­bändchen, Suhrkamp, Berlin 2011.
  33. Burkhard Meyer-Sickendiek · Lyrisches Gespür. Vom geheimen Sensorium moderner Poesie, 571 Sei­ten, Bro­schur, Wilhelm Fink Verlag, München 2012.
  34. Suzanna Mikesh, „wann eigentlich haben wir damit aufgehört“ 97 Gedichte, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, HC mit Schutzumschlag, Lesebändchen und Faksimilie auf dem Umschlag, ISBN: 978-3-935259-83-5, erscheinen im worthandel : verlag, 2011, 19,80 Euro (www.worthandel.de/wh_voe/aufgehoert.htm)
  35. Anja Möbest (Hg.): Alles auf Anfang. Trennungsgedichte. Reclam. 96 Seiten.
  36. Esther Mohnweg: Zuerst versinkt der Horizont. Berlingedichte und Fotografien. Leipziger Literaturverlag. 124 Seiten.
  37. Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Ge­dichte von 300 Autorin­nen und Autoren von den An­fängen bis zur Gegen­wart, darunter Hans Assmann von Abschatz ∙ Friedrich Ani ∙ Jürgen Becker ∙ Irène Bourquin ∙ Ann Cotten ∙ Crauss ∙ Michael Donhauser ∙ Jutta Dornheim ∙ Elke Erb ∙ Peter Ettl ∙ Wolfgang Fienhold ∙ Walter Helmut Fritz ∙ Claudia Gabler ∙ Sylvia Geist ∙ Caroline Hartge ∙ Kerstin Hensel ∙ Angelika Janz ∙ Markus Manfred Jung ∙ Gottfried Keller ∙ Thomas Kling ∙ Wilhelm Leh­mann ∙ Alfred Lichtenstein ∙ Friederike Mayröcker ∙ Ernst Meister ∙ Jörg Neugebauer ∙ Hans Erich Nossack ∙ Hellmuth Opitz ∙ Jutta Over ∙ Silke Peters ∙ Marion Poschmann ∙ Bertram Reinecke ∙ Sophie Reyer ∙ Chris­tian Saalberg ∙ Horst Samson ∙ Suleman Taufiq ∙ Jesse Thoor ∙ Unbekannter Dichter ∙ Jürgen Völkert-Mar­ten ∙ Florian Voß ∙ Christian Wagner ∙ A. J. Weigoni ∙ Annemarie Zornack ∙ Stefan Zweig, 440 Seiten, Tischkalen­der mit Spiralbindung, Al­hambra Publishing, B-Bertem 2011.

47. Gestorben

Bloodaxe Books meldete den Tod von Peter Reading, der am 17.11. nach langer Krankheit starb. Reading wurde 1946 geboren. Zu seinen Gedichtbänden zählt ‚Work in Regress‘ (1997), das für den TS Eliot-Preis nominiert war. Er erhielt u.a. den Whitbread Prize for Poetry (1986) und den Dylan Thomas -Preis (1983). / Poet Library

46. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (3)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 4 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Ha – Kr – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Ulla Hahn · Wiederworte, 192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  2. Dirk Uwe Hansen: Sirenen. Gedichte (Grillenfänger 24). Udo Degener Verlag Potsdam, 44 S.
  3. Walter Hasenclever · Der Jüngling (edition grillenfänger 23). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011. F
  4. Seamus Heaney · Die Amsel von Glanmore. Gedichte 1965 – 2006, zweisprachige Ausgabe, herausgegeben von Michael Krüger, 430 Seiten, Broschur, Fischer Taschen­buch Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  5. Andreas Heidtmann (Hg.), poet. Literaturmagazin, 11. Ausgabe: Gedichte · Gedichtkommentare · Prosa · Ge­spräche · Reportagen · Illustrationen, mit Ge­dichten von Uwe Kolbe, Franz Hodjak, Christian Schloyer, Dirk von Petersdorff, Martina Weber, Manfred Enzensperger, Thilo Krause, Sascha Kokot, Tim Holland, Peggy Neidel, Anne Dorn, Felix Philipp Ingold, Theo Breuer, Augusta Laar, Max Czollek, Tina Ilse Maria Gintrowski, Jörg Bernig, Ulrich Koch, Michael Speier, Adolf Endler, Steffen Popp, Ulrich Koch, Dirk von Petersdorff, Levin Westermann, Elisabeth Langgässer, Kerstin Preiwuss, Harald Hartung, Ulrike Almut Sandig, Norbert Lange, Nadja Küchenmeister, Clemens Eich, Michael Speier, Volker Sielaff, Vor­wort des Herausgebers, 297 Sei­ten, Klappenbroschur, poetenla­den Verlag, Leipzig 2011.
  6. Hel ToussainT: Nachbarin Dimitrowa. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  7. Axel Helbig (Hg.) · Ostragehege. Die literarische Arena, 62. Ausgabe, Zeitschrift für Literatur und Kunst, mit Gedichten von Thomas Böhme, Kerstin Hensel, Daniela Seel u.a., 76 Seiten, Bro­schur, Literarische Arena e. V., Dresden 2011.
  8. Angelika Hentschel: Unerhörte Zeiten. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  9. Rolf Hermann ∙ Kurze Chronik einer Bruchlandung, 101 Seiten, Klappenbroschur, Verlag X-Time, Bern 2011.
  10. Rainer Hesse ∙ Sternenlicht und unberührter Schnee, 112 Seiten, Broschur, Lyrikedition 2000 · Allitera Ver­lag, München 2011.
  11. Fermín Higuera ∙ Ich möchte ans Meer gehen – Yo quiero ir al mar. Gedichte 1982-2006. [zweisprachig]. Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt. 179 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  12. Michael Hillen · Beschattete Erinnerungen, 36 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edi­tion, Marklko­fen 2011.
  13. Herbert Hindringer ∙ Judith Sombray ∙ Nähekurs, 48 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Ham­burg 2011.
  14. Hadayatullah Hübsch: Das Vergessen ist die Mutter der Verwahrlosung. Gedichte, mit Linolschnitten von Frank Wildenhahn (Frontispiz, signiert / Umschlag)Vorbemerkung: Hendrik Liersch (signiert). 56 Seiten, 100 Exemplare, Handsatz (Texte) und Maschinensatz(Vorbemerkung), ISBN 978-3-942280-12-9. 16,-
  15. hochroth Nr. 3, Herausgegeben von G. H. H. Beiträge von Walter Famler, Joachim Sartorius, Caspar Wündrich, Benoît Gréan, Gert Pehling, René Haddad, Ilarie Voronca, Piet de Moor, A. S. J. Tessimond. hochroth Verlag 2011.
  16. Robert Hodel (Hg.): Hundert Gramm Seele. Deset deka duše. Serbische Poesie aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hg. u. übertragen von Robert Hodel. Leipziger Literaturverlag 2011. 316 S.
  17. Florian Höllerer (Hg.): Ulf Stolterfoht: handapparat heslach. Quellen, Dokumente und Materialien. roughbook 018. Berlin, Rettenegg, Stuttgart und Solothurn, November 2011. 32 S.
  18. Georg Hoprich ∙ Bäuchlings legt sich der Himmel, Nachwort von Bertram Reinecke, 101 Seiten, Broschur, Verlag Reinecke & Voß, Leip­zig 2011.
  19. Horn, Hans: Niemand zahlt mir ein Bier. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  20. Horn, Katja: Abseitsmoral. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  21. Norbert Hummelt · Pans Stunde, 91 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Luchterhand Lite­raturverlag, München 2011.
  22. Laura (Riding) Jackson, Christian Filips und Monika Rinck: PARA-Riding. roughbook 015, Berlin und Solothurn, September 2011. 190 S.
  23. Franz Janowitz · Auf der Erde. Gedichte (edition grillenfänger 28). 56 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  24. Mathias Jeschke: Das Gebet der Ziege. Mit einem Nachwort von Arne Rautenberg. 80 S., Klapenbroschur, 14,90 EUR (= Blaue Reihe, Bd. 5).
  25. Nina Russo Karcher • Manchmal berührt mich das Dunkel, zweisprachige Ausgabe, ins Italienische übertragen von Fausto Romanato, Vorwort von Sonja Viola Senghaus, 186 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
  26. Adrian Kasnitz, Schrumpfende Städte, luxbooks 2011.
  27. Sebastian Kleinschmidt (Hg.): Sinn und Form 63. Jh. H. 6/ 2011. Adam Zagajewski: Ich kann keine Erinnerung an Czesław Miłosz schreiben. Angela Krauss: Das im Leben verborgene Gedicht. Michael Mertes über John Donne. Igor Pomeranzew: Gespräch mit Joseph Brodsky über John Donne. Gespräch mit Richard Wagner. Gedichte von Esther Kinsky, John Donne, Joseph Brodsky.
  28. Heinrich von Kleist. Poesiealbum 296. Hg. Richard Pietraß, Auswahl Arno Pielenz, Grafik Josef Hegenbarth. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 30 S.
  29. Thomas Kling, „Das brennende Archiv“, Unveröffentlichte Gedichte, Briefe, Handschriften und Photos aus dem Nachlaß sowie zu Lebzeiten entlegen publizierte Gedichte, Essays und Gespräche, zusammengestellt von Norbert Wehr und Ute Langanky, Schreibheft. Zeitschrift für Literatur, Nr. 76, Februar 2011
  30. Hubert Klöpfer (Hg.) · Wetzstein Gedichtekalender 2012, faksimilierte Ab­schriften des Auto­graphen Tho­mas Bader mit Gedichten von Ingeborg Bachmann, ∙ Bertolt Brecht, ∙ Joseph von Ei­chendorff, ∙ Marie von Ebner-Eschenbach, ∙ Theodor Fontane, ∙ Stefan George, ∙ Johann Wolfgang von Goethe, ∙ Heinrich Heine, ∙ Her­mann Hesse, ∙ Friedrich Hölderlin, ∙ Christoph Meckel, ∙ Conrad Ferdinand Meyer, ∙ Rainer Maria Rilke, ∙ Theo­dor Storm ∙ Georg Trakl, 24 Blätter, 24 x 45 cm, Ringbindung, Klöpfer & Meyer, Tübingen 2011.
  31. Synke Köhler, waldoffen, 73 Seiten, Broschur, Lyrikedition 2000 · Allitera Verlag, München 2011.
  32. Ko Un: Blüten des Augenblicks. Übersetzt von Hans-Jürgen Zaborowski. Suhrkamp. 154 Seiten.
  33. Alfred Kolleritsch, Günter Waldorf (Hg.): manskripte, Zeitschrift für Literatur. Nr. 194/ Dezember 2011, 154 S. Lyrik von Ronald Pohl, Marcus Pöttler, Elke Erb, Walle Sayer, Willi Hengstler. Prosa von Yoko Tawada, Elfriede Jelinek u.v.a. Essays von Klaus Hoffer, Jürg Laederach, Andreas Unterweger, Klaus Peter Dencker.
  34. Thomas Kraft (Hg.): Rock Lyrik. Mit Konzertfotografien von Helmut Ölschlegel. München: dtv 2011. 128 Seiten. Gedichte von Marcel Beyer, Friedrich Ani, Helmut Krausser, Lydia Daher u.v.a.
  35. Erika Kronabitter (Hg.): Feldkircher Lyrikpreis 2011. Gedichte. 150 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 14.
  36. Jürgen Kross ∙ unverwandt, 109 Seiten, Broschur, Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2011.

45. Zwei iranische Dichter verunglückt

Am Rande der Pressekonferenz des „Internationalen Festivals der Kulturfoschung des Jahres“ (6. Fajr-Lyrikfestival) drückte der für Lyrik zuständige Stellvertreter des Ministers für Kultur und Islamische Unterweisung  Yahya Talebian sein Beileid zum tragischen Tod des Dichters Gholamreza Barusan, seiner schwangeren Frau, Elham Eslami, die ebenfalls Dichterin war, und ihrer sechsjährigen Tochter. / Iran Book News Agency

44. Gedichte mit 16

Georg Stefan Troller im Interview mit Henryk M. Broder, Die Welt:

Wer mit 16 Gedichte schreibt, ist ein Kind, wer mit 40 Gedichte schreibt, ist ein Poet. Wenn man mit 16 keine Gedichte schreiben kann, dann braucht man gar nicht an eine literarische Karriere zu denken. Damals strömte es nur so aus mir heraus, bis ich etwa 30 war. Dann hörte es mit den Gedichten auf.

43. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (2)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 5 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur C – Ha. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Odile Caradec: Le Ciel, Le Cœur / Der Himmel, das Herz. Französisch-deutsch. Übertragung von Rüdiger Fischer. Éditions En Fôret / Verlag Im Wald. 258 S.
  2. Daniil Charms: Werke in 4 Bänden. Hrsg. von Vladimir Glozer und Alexander Nitzberg. Galiani, Berlin 2011.
  3. Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten. Gedichte. Dreisprachige Ausgabe, deutsch-englisch-shona. Herausgeber: Indra Wussow, Übersetzung: Sylvia Geist. 120 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Hardcover, Fadenheftung, mit CD. Das Wunderhorn 2011.
  4. Seymour Chwast: Dantes Göttliche Komödie. Adaptiert und gezeichnet von Seymour Chwast. Aus dem Englischen von Reinhard Pietsch. München: Knesebeck 2011, 128 S.
  5. Karl Corino ∙ In Bebons Tal. Neue Bilder aus Bebenhausen, 136 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, Klöp­fer & Meyer, Tübingen 2011.
  6. Ann Cotten: Pflock in der Landschaft. EdK / Distillery, Berlin 2011 (Schock-Edition).
  7. Carl Cairo Cramer: Dorn, ohne Alpha und Omega. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  8. CRAUSS. lakritzvergiftung. Verlagshaus J. Frank Berlin. Quartheft 29 // Edition Polyphon. 179 Seiten
  9. H.D.: Denken und Schauen : Fragmente der Sappho. (roughbooks 016)
  10. Christoph Danne · finderlohn, 107 Seiten, Broschur, tauland-Verlag, Köln 2011.
  11. Dietmar Dath: Gott ruft zurück. Connewitzer Verlagsbuchhandlung. 55 Seiten
  12. Jan Decker: Der Abdecker, Essay, Prosa, Gedichte, Vorwort: Jürgen Brocan, Illustrationen: Wienke Treblin, FIXPOETRY.Verlag, Hamburg Dezember 2011.
  13. Dedović, Dragoslav [Hrsg.]: Ulaznica : Srbija: panorama pesništva 21. veka. – Eintrittskarte / Panorama der serbischen Lyrik im 21. Jahrhundert. Klagenfurt : Drava, 2011. 359 S. Texte von Nina Živančević, Zvonko Karanović, Danica Vukićević, Živorad Nedeljković, Dejan Ilić, Vojislav Karanović, Nenad Milošević, Rade Tanasijević, Marija Knežević, Saša Radojčić, Saša Jelenković, Dejana Nikolić, Oto Horvat, Srđan Valjarević, Petar Miloradović, Ana Ristović, Nenad Jovanović, Milena Marković, Miloš Živanović, Alen Bešić, Željko Mitić, Jasmina Topić, Enes Halilović, Petar Matović, Dragana Mladenović, Siniša Tucić, Marjan Čakarević, Ljiljana Jovanović und Maja Solar.
  14. Udo Degener (Hg.): Deine Dummheit ist nicht zu ertragen. Gedichte über böse Weiber. Von: Blum, Blumauer, Boie, Brockes, Cartheuser, Castelli, Ebersberger, Epple, Förg, Friedreich, Goekingk, Hartleben, Haug, Hengeler, Karsch, Koller, Küttner, Langbein, Lessing, Logau, Marx, Neukirch, Niedermayer, Opitz, Pfeffel, Presber, Rachel, Ratschky, Richey, Rosegger, Rückert, Saphir, Schubart, Thümmel, Tucholsky, Weckherlin, Wedekind, Zuckermandel (edition grillenfänger 25). 60 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  15. Udo Degener (Hg.):  Gorilla, Pavian, Madrill. Affengedichte von: Abschatz, Busch, Castelli, Fröhlich, Grillparzer, Hagedorn, Hartleben, Hebbel, Hey, Heym, Heyse, Hoffmann-Donner, Kaulbach, Klabund, Lessing, Lichtwer, Liliencron, Mertens, Michaelis, Müller, Nicolay, Niedermayer, Pfau, Pfeffel, Presber, Thoma, Trojan, Weisse, Weissmann, Zöllner (edition grillenfänger 21). 40 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  16. Klaus Peter Dencker (Hrsg.): Morgenstund hat kurze Beine. Unsinnspoesie. Reclam Stuttgart 2011.
  17. Stefan Döring ∙ morgestern, 48 Seiten, geheftete Broschur, Verlag Peter Engstler, Ost­heim/Rhön 2011.
  18. Anne Dorn ∙ Wetterleuchten, 79 Seiten, Nachwort von Jayne-Ann Igel, Hardcover mit Schutz­umschlag, poe­tenladen Verlag, Leipzig 2011.
  19. Richard Dove · Straßenbahn, Hiroshima. Gedichte. Mit einem Nachwort von Pia-Elisabeth Leuschner. 300 Seiten, geb., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  20. Edit. Papier für neue Texte 56. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Jan Imgrund, Anke Bastrop, Rick Reuther, Kenah Cusanit, Mirko Wenig, Sonia A. Petner, Renate Rasp.
  21. Edit. Papier für neue Texte. Edit 57. Hg. vom Literaturverein Edit e.V., Leipzig. Gedichte von Konstantin Ames, Miron Bialoszewski, Georg Leß; Anagramme von Elfriede Czurda, Michael Lentz, Ferdinand Schmatz und Christian Steinbacher zu einem Gedicht von Carlfriedrich Claus.
  22. Sara Ehsan ∙ Deutschland Mon Amour, Gedichte, illustriert von Hannes Haus, Sujet Verlag 2011
  23. Joseph von Eichendorff · Und es schweifen leise Schauer. Die schönsten Gedichte, herausgegeben und mit ei­nem Nachwort versehen von Karl-Heinz Ott, 127 Seiten, Hardcover, Hoffmann und Campe, Hamburg 2011.
  24. Erwin Einzinger: Die virtuelle Forelle. Jung & Jung. 143 Seiten
  25. Urs Engeler (Hg.): Zwischen den Zeilen. Eine Zeitschrift für Gedichte und ihre Poetik. Nr. 32, Januar 2011. Variations sérieuses – Neue Musik trifft neue Poesie. Ein Projekt der Sing-Akademie zu Berlin, hrsg. von Christian Filips. Mit Compact Disc. 117 S. Beiträge von Ann Cotten, Sebastian Elikowski-Winkler, Christian Filips, Mara Genschel, Christoph Herndler, Harald Muenz, Florian Neuner, Monika Rinck, Arne Sanders, Ulrich Schlotmann, Christian Steinbacher, Katia Tchemberdji, Asmus Trautsch.
  26. Urs Engeler (Hg.): Quarta Lingua Quadrophon – vier Miniaturen von Luzius Keller zu vier rätoromanischen Gedichten und deren Übersetzung ins Deutsche, Französische und Italienische. roughbook 017, Zürich und Solothurn, November 2011. Gedichte von Andri Peer, Luisa Famos, Vic Hendry. 62 S.
  27. Jürgen Engler (Hg.): So knallvergnügt: Hundert Gedichte über das Glück. 192 Seiten. Aufbau.
  28. Epidemie der Künste (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation, H. 18, 2011. Gedichte von Kai Pohl, Rex Joswig, Ernst Fuhrmann, Johannes Witek, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ronald Galenza, Clemens Schittko, Schwartz, Andreas Paul, HEL Toussaint, Niccolò Agnoli, Ralf S. Werder, Alex Galper, Jörg Burkhard, Siegfried Strauch; Kai Pohl über „Matthias“ BAADER Holst, weitere Texte von Scheiffele, Paul Günter Krohn, Ann Cotten, Bertram Reinecke u.v.a. Beilage: lauter heiland 0. (zu einem Kommentar von Knofo, Texte von Alexander Krohn, Thomas Steiner, Tom de Toys u.a.).
  29. Herbert Fehmer · die welt braucht keine dachdecker. Gedichte. 88 Seiten, Klappenbroschur, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  30. Joachim Feldmann ∙ Frank Lingnau u.a. (Hg.) · Am Erker. Zeitschrift für Literatur, 61. Ausgabe: Über Gren­zen, Geschichten ∙ Gedichte ∙ Essays, u.a. mit Gedichten von Gernot Wolz und Johannes Witek, Essay von Martin Brinkmann über Matthias Baader Holst, 160 Seiten, Bro­schur, Daedalus Verlag, Münster 2011.
  31. Michael Fiedler ∙ Geometrie und Fertigteile, Nachwort von Jan Kuhlbrodt, 63 Seiten, Hardco­ver mit Schutz­umschlag, poe­tenladen Verlag, Leipzig 2011.
  32. Julietta Fix (Hg.) ∙ Brennpunkte. Lyrik aus der Schweiz, Gedichte von Irène Bourqin ∙ Brigitte Fuchs ∙ Svenja Herrmann ∙ Marianne Rieter ∙ Nathalie Schmid ∙ Elisabeth Wandeler-Deck, Illust­rationen von Judith Sombray, 68 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  33. Julietta Fix (Hg.) ∙ ein Bild von einem Gedicht, Bilder und Gedichte von Michael Arenz, ∙ Klara Beten, ∙ Jan Decker ∙ Peter Ettl ∙ Sabine Georg ∙ Herbert Hindringer ∙ Magdalena Jagelke ∙ Ulrich Koch ∙ Sünje Le­wejohann ∙ Undine Materni ∙ Frank Norten ∙ Silke Peters ∙ Sophie Reyer ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Iris Thür­mer ∙ Janin Wölke ∙ Michael Zoch, 116 Seiten, Broschur, Querformat, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  34. Kurt Flasch: Warum hat Dante Odysseus in die tiefste Hölle verbannt? Münchner Reden zur Poesie. Herausgegeben von Ursula Haeusgen und Frieder von Ammon. Rede #9, gehalten am 19. Juli 2010 im Lyrik Kabinett. 23 Seiten.
  35. Kersten Flenter ∙ Die fetten Haare sind gewaschen, 52 Seiten, geheftete Broschur, Ariel-Ver­lag, Ried­stadt 2011.
  36. Johannes CS Frank und Aurélie Maurin (Hgg.): Zeitkunst. Lyrik und Prosa. Zweisprachig: deutsch und französisch. Verlagshaus J. Frank Berlin. 240 Seiten.
  37. Angelica Freitas, rilke shake, gedichte, zweisprachig. aus dem brasilianischen portugiesisch von odile kennel, luxbooks 2011
  38. Hans-Joachim Gelberg (Hrsg.): Wo kommen die Worte her? Neue Gedichte für Kinder und Erwachsene. Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim 2011. 262 S.
  39. Ali Ghazanfari · Falsche Züge, Gedichte, Engelsdorfer Verlag 2011
  40. Traugott Giesen (Herausgeber): Gedichtekalender Kleiner Bruder 2012. Beck. 25 Seiten.
  41. Tina Gintrowski · PENG. Lyrikstories und andere Gedichte, 86 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poetenla­den Verlag, Leipzig 2011.
  42. Peter Goßens (Hrsg.) · »So etwas wie eine Bukowiner Dichterschule«. Ernst Schönwieses Briefwechsel mit Dichtern aus der Bukowina (1947/1948). Vorwort von Peter Goßens (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 57). 3 Abb., 64 Seiten, Klappenbrosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  43. Benoît Gréan: PSA 14 / Petite suite attique / Kleine attische Suite / Piccola suite attica (französisch, deutsch, griechisch, italienisch). Herausgegeben von G. H. H., hochroth Verlag 2011.
  44. Andrea Grewe, Hiltrud Herbst und Doris Mendlewitsch (Hgg.): Fliegende Wörter 2012. Postkartenkalender. Daedalus. 56 Seiten
  45. Durs Grünbein: Limbische Akte. Gedichte. Ausgewählt u. mit einem Nachwort von Norbert Hummelt. Stuttgart: Reclam 2011. 365 S.
  46. Gert Robert Grünert, „Flußschnellen“, Neun Gedichte und ihre Analyse, 128 Seiten, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2011.
  47. Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson. Homer des Nordens. Eine Biografie. Aus dem Isländischen von Regina Jucknies. Böhlau-Verlag, Köln 2011. 447 S., Fr. 35.50.
  48. Gumz, Alexander: Ausrücken mit Modellen. Kookbooks. 88 S.
  49. Egon Günther: unsortierte wahrnehmungen. gedichte und prosa. medien streu. Engstler Verlag, Ostheim/Rhön 2011, 72 S.
  50. Florian Günther: Ausgemistet. Gedichte 1989 – 2011. Taschenbuch, 336 S. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2011.
  51. Philipp Günzel, Simone Kornappel (Hg.): randnummer. literaturhefte 04, September 2011, 128 S. Gedichte von Dennis Büscher-Ulbrich, Kristoffer Patrick Cornils, Max Czollek, Nicolai Kobus, Jan Kuhlbrodt, Tristan Marquardt, Robert Monat, Stephan Reich, Monika Rinck, Tibor Schneider, Sabine Scho, Mathias Traxler, Michael Zoch, Dmitry Golynko, Birgit Kreipe.
  52. Aldona Gustas, Untoter. Corvinus Presse.
  53. Victor Hadwiger · Wenn unter uns ein Wandrer ist (edition grillenfänger 19). 28 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  54. Matthias Hagedorn (Hg.) ∙ Rheintor Linz – Anno Domini 2011, 64 Seiten, Bilder ∙ Prosa ∙ Gedichte von Swantje Lichtenstein ∙ Peggy Neidel ∙ A. J. Weigoni ∙ Kurzessays über Stan Lafleur ∙ Swantje Lichtenstein ∙ Andreas Noga ∙ Francisca Ricinski ∙ A. J. Weigoni, Vor­zugsausgabe mit einem Holzschnitt von Haimo Hieronymus, Hardcover, Edition Das Labor, Bad Mülheim 2011.
  55. František Halas, „Töt ich den Schatten der krächzt“, Gedichte, ausgewählt von Antonin Brousek, aus dem Tschechischen übertragen von Manfred Peter Hein, mit einem Essay von Ludvik Kundera, herausgegeben von Volker Demuth und Swantje Lichtenstein, Edition Poema im Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.
  56. Mehrzad Hamzelo ·  Rudolf Kraus ·  Gorji Marzban (Hrsg.) · Neun Gärten der Liebe. Zeitgenössische persische Liebesgedichte, Edition Roesner 2011

42. Karlsruher Literaturforum

Das 6. Karlsruher Literaturforum tagt auch in diesem Jahr wieder im Prinz Max Palais und hat am 16. Dezember interessante Autoren eingeladen, darunter Silke Scheuermann, Stan Lafleur, Nadja Küchenmeister, Matthias Göritz, Nora Gomringer, Claudia Gabler und Matthias Kehle. / Berliner Literaturkritik

41. Werner Kofler gestorben

Er war einer der grossen, zornigen Virtuosen der deutschen Sprache. Doch in letzter Zeit wurde er zu wenig und fast nur noch in Österreich wahrgenommen, was auch daran lag, dass er im vergangenen Jahrzehnt bloss noch zwei schmale neue Bücher veröffentlicht hatte. Werner Kofler, geboren 1947 in Villach, gestorben vorgestern in Wien nach langer peinigender Krankheit, hat mehr als zwanzig Bände publiziert. Seine Parabel als funkelnder und letztlich glückloser Literaturkomet ist auch in der Geschichte seines Verleger-Wechsels zu sehen: fünf Bände bei Wagenbach, fünf bei Rowohlt, dann nur noch Bücher bei kleinen und immer kleineren Verlagen in Österreich, teilweise Neuauflagen aus besseren Zeiten. Dabei hatte der geniale Polemiker einst nicht nur sehr viel und ganz Ungeniertes zu sagen, er schrieb es auch bis zuletzt in einer Prosa von unerhörter Musikalität und Schrittfestigkeit. / Franz Haas, NZZ

40. „Jedes Gedicht sticht“

Der Verleger Michael Krüger befragt von Joachim Dicks:

„Es ist ein winziges Werk von allerhöchster Konzentration“, sagt der Verleger Michael Krüger im Gespräch auf NDR Kultur über die Arbeit seines Freundes Tomas Tranströmer, der diesjährige Literaturnobelpreisträger. Oder anders ausgedrückt: „Jedes Gedicht sticht.“ Nur so lässt sich erklären, wie ein Autor mit gerade einmal 350 Gedichten und etwa 80 Seiten autobiografischer Prosa mit dem weltweit bedeutendsten Literaturpreis ausgezeichnet wird. / NDR