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Veröffentlicht am 9. Januar 2025 von lyrikzeitung
Alfred Richard Meyer alias Munkepunke
(* 4. August 1882 in Schwerin; † 9. Januar 1956 in Lübeck)
Man wird mit Ismen krank gefüttert.
Der Magen ist schon arg erschüttert.
Der Becher-Ismus stinkt zum Himmel.
Der Apfel fällt nicht weit vom Schimmel.
"Hie Baader!" und "Hie Hülsenbeck!"
Der Dadaismus ward längst leck.
Man werfelt, kaisert, bennt und zecht.
Was jenen billig, ist dem recht.
Und publikus grätscht im Spagat
Durch diesen wirren Wortsalat.
Man überschreit sich gell: "O Mensch!"
Ich halt's mit Arno Holz: "Nu wenn sch-"
Schwingt euch hinauf ins Ätherlicht!
Bilde, Künstler! Isme nicht!
Aus: Alfred Richard Meyer (1882 – 1956) Des Herrn Munkepunke Polychromartialisches, antierotischrückendes, philopolemineralogisches, peripathermasthesomet schera aishrepophilais istisches, internationasales, kontramunkepunktiertes GEMISCH-GEMASCH und andere Texte. Mit einem Nachwort hrsg. von Joan Bleicher (Vergessene Autoren der Moderne XIV hrsg. von Franz-Josef Weber und Karl Riha) Universität-Gesamthochschule Siegen (2. Auflage) Siegen 1986, S. 20
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Alfred Richard Meyer
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