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Veröffentlicht am 29. Dezember 2018 von lyrikzeitung
Dante Gabriel Rossetti
Echte Weiblichkeit I
Sie
Süsser zu sein als je der FRÜHLING war;
Und schöner als der wilde Rosenstrauch,
Der auf dem Hügel schwankt im Windeshauch;
Mehr zu entzücken als der Sang so klar
Der Nachtigall; mehr zu berauschen gar
Als neuer Wein; und all dies und noch mehr
Unter des sanften Busens Schwellen, der
Die Lebensblume ist, – wie wunderbar,
Das, was dem Mann Geheimnis ist, zu sein!
Schliesst ihrer Seele Gut an Lust und Weh,
Ihr reinstes Glühn der Himmel selbst doch ein,
Unsichtbar, wie den Perlenschatz die See
Und wie Schneeglöckchens weisse Kelchblättlein
Das Herz, das grüne, unter ihrem Schnee.
Deutsch von Otto Hauser (1876-1944)
Aus: Dante Gabriel Rossetti: Das Haus des Lebens. Eine Sonettenfolge. Aus dem Englischen von Otto Hauser. Leipzig: Eugen Diederichs, 1900, S. 58
True Woman–1. Herself
To be a Sweetness more desired than Spring;
A bodily beauty more acceptable
Than the wild rose-tree’s arch that crowns the fell;
To be an essence more environing
Than wine’s drained juice; a music ravishing
More than the passionate pulse of Philomel;–
To be all this ’neath one soft bosom’s swell
That is the flower of life:–how strange a thing!
How strange a thing to be what Man can know
But as a sacred secret! Heaven’s own screen
Hides her soul’s purest depth and loveliest glow;
Closely withheld, as all things most unseen,
The wave-bowered pearl,–the heart-shaped seal of green
That flecks the snowdrop underneath the snow.
Kategorie: Englisch, GroßbritannienSchlagworte: Dante Gabriel Rossetti, Otto Hauser
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Christina Georgina Rossetti – Gedichte und ein Zitat von ihr inspirierten mich zu dem bedeutsamen Gedicht „Und wenn du willst, vergiss!“, das 2010 sogar den Titel eines Sammelbandes mit Gedichten bestimmte.
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