Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 22. November 2015 von lyrikzeitung
1966 schrieb der algerische Dichter Djamel Amrani einen Artikel mit der Überschrift «Messaour Boulanouar, ein ländlicher Walt Whitman», in dem er das immense Talent seines Landsmanns und Kollegen hervorhob. Das Lob wog umso mehr, als es von einem großen Dichter stammte. Beide stammten aus der gleichen Stadt. Diese so besondere Stadt mit dem poetischen Namen Sour El Ghozlane (Gazellen-Bollwerk) brachte Autoren wie Djamel Amrani, Kaddour M’hamsadji, Areski Métref und Messaour Boulanouar hervor.
Messaour Boulanouar, der nie seine Heimatstadt verlassen hat, wo er 11. Februar 1933 geboren wurde, wurde dort am vergangenen Montag begraben. (…)
Die Lyrik, die heute so seltsam erscheint, war in seinen Augen ein Akt des Lebens. Wie er zu Tahar Djaout sagte: «Man wird nicht als Dichter geboren, man wird es durch den Kontakt mit der Welt, durch die Ablehnung alles dessen, was unserem Gewissen zuwider läuft.» (Messaour Boulanouar, Un printemps sur la route, par Tahar Djaout, in Algérie-Actualité, n° 797, 22-28 janvier 1981). / Ameziane Ferhani, El Watan
Kategorie: AlgerienSchlagworte: Ameziane Ferhani, Areski Métref, Djamel Amrani, Kaddour M'Hamsadji, Messaour Boulanouar, Tahar Djaout
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Neueste Kommentare