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Veröffentlicht am 21. Juni 2014 von lyrikzeitung
In Cibulkas Tagebüchern und Gedichten ist solches Wahrnehmen und Erkennen überall spürbar – entschiedene Konzentration auf Wesentliches, das zu verschwinden droht: Der „Langsamgeher“ als per se Oppositioneller, permanent Protestierender in einer Welt der scheinhaften Oberflächen und atemlosen Flüchtigkeiten. War es so – auch – gemeint, wenn Cibulka noch als nahezu Achtzigjähriger erklärte: „Der Künstler ist und bleibt ein Rebell, er leistet dort Widerstand, wo der Zeitgeist stagniert“?
Das Werk Hanns Cibulkas wird gegenwärtig verlegerisch unzureichend präsentiert – immerhin sind die „Thüringer Tagebücher“ komplett im Angebot, und nach Längerem gibt es auch wieder eine Auswahl der Gedichte („Wo deine Fragen offen sind“, Edition Muschelkalk, Band 40, Weimar 2013).
/ Heinz Puknus, Thüringer Allgemeine 20.06.
94. Geburtstag am 20.6., 10. Todestag am 25.6.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Hanns Cibulka, Heinz Puknus
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