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Veröffentlicht am 5. Juni 2017 von lyrikzeitung
Georg Kulka
Dem Libanon
Dem Libanon, dem jüngst im Flügelkleide schwärmenden,
Wuchs heut der Regen bleicher aus der Stirne.
Knatternd, als man die Seide zerbrach.
O du hellhöriger höllhärener Morgen!
Der Tag blieb dir im Munde stecken.
Aber die Wolken poltern sich stauend.
Niemand ist beiläufig – wo Regen das Hirn perforiert,
Erschlagene Blutkörner aufpickt.
Georg Kulka wurde am 5. Juni 1897, heute vor 120 Jahren, in Weidling/Niederösterreich geboren, er starb am 29. April 1929 in Wien durch Selbstmord. (Lyrikwiki)
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Georg Kulka, L&Poe-Anthologie
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