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Veröffentlicht am 5. Dezember 2015 von lyrikzeitung
Wie Flarf-Poeten und doch anders gehen auch Kai Pohl und Clemens Schittko vor, die auf meine Anfrage bei fixpoetry.com mit Hinweisen in eigener Sache reagierten. Interessant finde ich ihre Anthologie serieller Texte „my degeneration. the very best of WHO IS WHO“, die im freiraum-Verlag vorliegt. Das titelgebende sprachkritische Listengedicht „WHO IS WHO“ basiert auf Suchmaschinenergebnissen, die per Cut-up und Montagetechniken miteinander kombiniert wurden: „Krieg heißt jetzt Friedenssicherung, Angriffskrieg heißt jetzt Verteidigung vitaler Interessen, Destroy heißt jetzt Erase.“ Die Haltung der Berliner Kompilatoren ist ebenso unprätentiös wie die der Flarf-Poeten; allerdings sind ihre Texte nicht simulierter Nicht-Sinn, sondern Proteste gegen die Verfälschung von Wirklichkeit durch eine sinnentleerte Sprache. / Elke Heinemann, FAZ.net
Nachzutragen die erwähnten Bücher:
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Clemens Schittko, Elke Heinemann, Kai Pohl
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