Manche Teile dieses Langgedichts irritieren durch allzu schlichte Sentenzen, die den Fluss der „Rede“ unterbrechen: „man steigt nicht zweimal in denselben fluss. sagt heraklit“. Was aber in diesem Gedichtbuch verstört und bezaubert, sind die Bilder der Häutung und schmerzhaften Verwandlung, in denen sich die Protagonistin spiegelt: „heut wird gehäutet / sagen die leut / ausschaben / sagen die leut / roh am schmerz / weidet euch // wächst ein geweih aus / linnen erst dann pergament dann bast / zur not ein // verschwinden unter der hand / kauert unter den nägeln / der kopf und der leib einer frau / ist mir gegeben / zum überleben“. Das sind Verse von beklemmender Intensität. / Michael Braun, Tagesspiegel
Kerstin Preiwuß: Rede. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012. 90 Seiten, 8 €.
Der Wiener Lyriker Martin Dragosits hat im März 2012 sein erstes Buch, das 2007 in einem literarischen Kleinverlag erschienen ist, wiederveröffentlicht und stellt es in elektronischer Form kostenlos unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung.
Die Anwendung dieser Lizenzen bietet Künstlern eine Reihe von Vorteilen. Sie ermöglicht den Urhebern, Arbeiten über den üblichen kommerziellen Verwertungszyklus hinaus weiter anzubieten und einem neuen Publikum zu präsentieren, die Verbreitung des Werks zu fördern und dadurch eine größere Bekanntheit zu erreichen.
Mittels der standardisierten Vereinbarungen werden außerdem erweiterte Nutzungsrechte eingeräumt. Die gewählte Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 erlaubt, die Texte in andere Sprachen zu übersetzen, sie in andere Formate zu übertragen, sich ein Best-Of zusammenstellen zu dürfen, sie für ein Hörbuch oder Video zu nutzen oder zum Download anzubieten, sofern der Urheber genannt wird (BY), die Weitergabe nicht-kommerziell (NC) ist und unter gleichen Bedingungen (SA – Share-Alike) erfolgt. Gleichzeitig behält der Urheber alle ihm zustehenden Rechte hinschtlich Urheberschaft und kommerzieller Nutzung.
Creative Commons wurde als gemeinnützige Organisation 2001 gegründet. Prominente Schriftsteller, welche bereits Publikationen unter einer solchen Lizenz wählten, sind Cory Doctorow (kanadischer Science-Fiction Autor) und Paulo Coelho (brasilianischer Bestsellerautor).
In der Software Industrie sind Geschäftsmodelle mit Gratisangeboten schon seit langem üblich und höchst erfolgreich. Open Source, Linux, Shareware oder Internet-Anwendungen. Produkte, bei denen den Anwendern gegen Aufzahlung zusätzliche Funktionen freigeschaltet oder Einnahmen durch ergänzende Angebote oder Dienstleistungen generiert werden.
Das Risiko des Autors, diese Art der Wiederveröffentlichung zu wählen, ist klein, denn für Lyrik gibt es praktisch keinen Markt. Gemäß dem Aphorismus von Tim O´Reilly „Obscurity is a far greater threat to authors and creative artists than piracy”, stellt daher der österreichische Schriftsteller Martin Dragosits die Texte in verschiedenen Dateiformaten (epub, mobi, pdf, rtf, html) gratis zum Download zur Verfügung. Der Link befindet sich auf seiner Autorenhomepage www.lyrikzone.at unter
http://lyrikzone.at/downloads/index.html
Das Buch
Gedichte in einer eigenen, unverwechselbaren Sprache, kurze, pointierte Texte, atmosphärisch dichte Momentaufnahmen, witzige Reflexionen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Palette der Themen ist weit gespannt, ein Brückenschlag über die Grenzen der Wirklichkeit, voll Überraschungen, gespickt mit Filmzitaten und Rockmusik.
Die Texte erschienen erstmals 2007 in der Gedichtsammlung Der Teufel hat den Blues verkauft, Arovell Verlag, Oberösterreich.
Nachdem alle Rechte wieder beim Autor liegen, entschied er sich 2012 dafür, die Gedichte in elektronischer Form unter einer Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-SA 3.0 Österreich) wieder zu veröffentlichen, damit ein neues Publikum Zugang zu den Texten finden kann. Auf vier eBooks aufgeteilt, um dem Format besser gerecht zu werden, folgt die Anordnung der Gedichte der erstmaligen Publikation.
Der Autor
Martin Dragosits, geboren 1965 in Wien, lebt dort, arbeitete nach einer kaufmännischen Ausbildung zuerst als Software-Entwickler, danach in verschiedenen leitenden Funktionen im Informatikbereich, schreibt vorwiegend Lyrik.
Seit 1986 zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie in verschiedenen Anthologien. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) und des Österreichischen Schriftstellerverbandes.
Eigenständige Buchpublikationen: 2007, Der Teufel hat den Blues verkauft und 2010, Der Himmel hat sich verspätet, beide im Arovell Verlag, Oberösterreich.
Weitere Informationen über Werk und Person, Leseproben, Buchinfos und Rezensionen, unter
Norbert Mayer (Die Presse) sprach mit der Rauris-Preisträgerin Maja Haderlap
Die intellektuelle Entwicklung in Wien erfolgte auf Deutsch, während die Muttersprache das Lyrische geblieben ist. Ist sie weiter dominant als emotionelle Sprache?
Das Deutsche wurde für mich zur Sprache der Reflexion. Bei meiner Muttersprache geht es mir aber gar nicht so sehr um die Emotion, sondern um die Intimität, die Lyrik braucht. Man führt in Gedichten meist Monologe. Für mich ist damit eher das Slowenische verbunden, weil es ja bei uns keine wirkliche gesellschaftliche Funktion hat. Man bleibt bei sich. Ich habe auch versucht, die Gedichte für Lesungen ins Deutsche zu übertragen. Ich konnte das nicht, und ich übersetze mich nicht. Entweder oder. Der Roman wird von jemandem anderen ins Slowenische übertragen.
„Grübeln und Nachdenken sind zwei verschiedene Dinge: Nachdenken ist eine gute Sache, aber Grübeln ist fatales auf der Stelle treten. Ich grübele leider oft“, sagt Léonce und zwirbelt seinen Bart. Léonce W. Lupette ist ein ruhiger Mensch, bedacht und um Tiefgang bemüht. Der 25-jährige Student der Goethe-Universität ist viel rumgekommen in der Welt – und hat dabei die Literatur und Südamerika lieben gelernt.
Derzeit pendelt Lupette zwischen Frankfurt und Buenos Aires. Von beiden Kontinenten aus arbeitet er als freier Schriftsteller, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. Hauptberuflich, wie er betont. Nebenbei studiert er an der Frankfurter Uni Komparatistik, Lateinamerikanistik und Philosophie. Er spricht vier Sprachen, schreibt Gedichte und übersetzt Autoren wie Esteban Echeverría und John Ashbery ins Deutsche. Er ist auch Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Karawa.net. …
Als freier Schriftsteller schreibt Lupette vornehmlich Gedichte – eigenwillige, die in keine Kategorie passen. „Es geht mir immer um Strukturkritik. Ich möchte problematisieren, Reaktionen provozieren.“ Der 2009 erschienene Gedichtband „Einzimmerspringbrunnen“ von ihm und Tobias Amslinger ist provozierend. Schon die Schrift der Gedichte springt ins Auge. Und der Inhalt verstört und interessiert zugleich. / Tatjana Thamerus, FR 23.3.
„Der bedeutende deutsch-jüdische Lyriker und Schriftsteller Heinrich Heine (1797-1856)“ , schreibt die regional bedeutende deutsch-christliche Südwest Presse. – Jaja, das vergessen sie ihm nie. Jud bleibt Jud, da kann seine Familie tausend Jahre in Deutschland leben, und wenn er sich taufen läßt, weil er ihr Geschwätz und Gehetz satt hat, dann erst recht.
Aber viele zweifeln am Nutzen der Experten-Lyrik. „Die Berücksichtigung von Analystenmeinungen zieht keine überdurchschnittliche Wertentwicklungen nach sich…“ / Die Welt
Das Museum Strauhof in Zürich widmet seine aktuelle Ausstellung einer merkwürdigen Literaturgattung, dem Nonsense. Das Werk einiger hervorragender Vertreter steht dabei im Mittelpunkt. Insbesondere ist sie eine Hommage an den vor 200 Jahren geborenen Edward Lear, der als Erfinder der modernen Nonsense-Literatur gilt. Lewis Carroll hat mit seinen Alice im Wunderland Büchern Erwachsene wie Kinder begeistert. Und Christian Morgenstern schrieb geniale deutsche Nonsense-Gedichte. / Urs Steiner, NZZ
Der Verein „Literarisches Dresden e.V.“ schreibt für das Jahr 2013 erstmalig ein 3-monatiges Lyrik-Stipendium aus. Möglich wurde dies durch eine kontinuierliche, zweckgebundene Spende aus der Wirtschaft, welche dem Verein über die Firma KREACON e.K. vermittelt wurde.
Jeweils im Zeitraum von 6. Januar bis 31. März erhält ein Autor bzw. eine Autorin freie Unterkunft im Gästehaus des KulturHaus Loschwitz und ein Stipendium in Höhe von 900,- Euro monatlich. Das Stipendium wird nach Antritt der Stelle monatlich ausgezahlt.
Die in der Zeit des Stipendiums entstehenden lyrischen Arbeiten sollen einen Bezug zur Stadt Dresden oder der sächsischen Kulturlandschaft erkennen lassen. Im Ergebnis wird diese lyrische Arbeit gedruckt, im Rahmen einer bibliophilen Schriftenreihe in kleiner Auflage publiziert. Alle darüber hinausgehenden Rechte verbleiben bei dem Autor bzw. der Autorin. Die Publikation wird jeweils im September des Jahres in einer öffentlichen Veranstaltung im KulturHaus Loschwitz präsentiert. Für die Mitwirkung an dieser Veranstaltung erhält der Autor bzw. die Autorin ein Honorar.
In der Not greift der Mensch zum Gedichtband. Auch der moderne. Wenn er sich verliebt oder einen geliebten Menschen verliert, verschlägt es ihm selbst zu Zeiten von Twitter noch oft die Sprache. Da sind fundiert durchleuchtete und konzis formulierte Gedanken willkommen. Abgesehen von der Notwendigkeit in derlei Extremsituationen fristet die Lyrik bei uns aber nach wie vor ein Nischendasein. / Südwestpresse
Auch ansonsten vermittelt der Artikel den Eindruck, daß im Südwesten die toten Dichter die Regel sind und sonst garnix – „die Zahl der Lyrikverlage schrumpft“ usw. Wie heißt es dort? „Der Schiller und der Hegel, das ist bei uns die Regel. Der Uhland und der Hauff, das fällt bei uns nicht auf.“
Ich will jetzt mal ungerecht sein und die Südwestler weiterzitieren:
Der World Poetry Day scheint zu wirken, auch in Deutschland: Just 2000 begann der Münchner Allitera Verlag eine neue Lyrikreihe und setzt mit jährlich sechs Neuerscheinungen explizit auf „junge Stimmen der Zeit“.
Erschrocken schlag ich nach und finde unter den Neuerscheinungen neben Vampirkrimi und Lausdirndlgeschichten tatsächlich einen Gedichtband: Peter Paul Althaus (1892-1965). Ach ja, und die Texte des Open Mike… da ist ja auch Lyrik dabei.
Wolf Biermann, dessen Mut ihn zwölf Jahre als „staatlich anerkannter Staatsfeind“ in der DDR überleben ließ, präsentiert zum Auftakt am 23. April im Mon Ami sein Programm „Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um“.
Weimar. Im Tagesrhythmus geht es weiter: am 24. April mit Else Buschheuer und „Verrückt bleiben!“, ihrem „Leitfaden für freie Radikale“, am 25. April mit Robert Kiehl, der 2002 als Referendar am Erfurter Gutenberg-Gymnasium den Amoklauf erlebte und darüber ein Buch schrieb, und am 26. April mit Lyrik und Prosa der Dichter Uwe Kolbe und Nancy Hünger. / Thüringer Allgemeine
Im Wechsel tragen Krüger und Grössel seine Gedichte und lyrischen Texte vor. Ehefrau Monica liest auf schwedisch. Das Werk Tranströmers ist mit insgesamt rund 500 Seiten überschaubar. Der Hanser-Verlag hat mit „Sämtliche Gedichte“, seinen Memoiren „Die Erinnerungen sehen mich“ und „Das große Rätsel“ drei Bücher herausgegeben, inzwischen in der achten bis zehnten Auflage. / Der Westen
Vermutlich würden die Hopi heute weissagen: „Erst wenn das letzte Gedicht verscherbelt, das letzte Foto bei Getty Images, das letzte Buch in Verlagsbesitz und die letzten Filmrechte vergeben sind, werdet ihr merken, dass man Gedanken Anderer nicht verkaufen kann.“
Der nette PR-Gag um die Filesharer-Drohne im All ist erst der Anfang. Auch wenn die Beteiligen es gar nicht wissen oder vielleicht nur ahnen: Wer das Urheberrecht auch nur im geringsten anzweifelt, wetzt ein Messer gegen die heilige Kuh des Kapitalismus – das Privateigentum. Man sollte nicht vergessen, dass die meisten Kriege der Neuzeit darum geführten wurden, um sich die „Rechte“ an irgendetwas zu sichern – Rohstoffe etwa. …
Wer das Urheberrecht anzweifelt, wäre früher als Kommunist beschimpft worden und in Störtebekers Zeiten als „Likedeeler” – als jemand, der etwas mit anderen einfach „gleichteilt“, obwohl er die Rechte an der Beute hat. Daher stehen die Filesharer – auch wenn es sich heute um zum Teil schmierige oder schillernde Gestalten wie Kimble Dotcom handelt – in der historischen Tradition der Linken, ob sie es wollen oder nicht.
Davon will weder die politische Linke in Deutschland etwas wissen noch die Piraten. Nur die, gegen die der Angriff geht – die großen Konzerne, die Privateigentümer an geistigen Schöpfungen sind – haben verstanden und reagieren angemessen und konsequent mit dem totalen juristischen Krieg. / Burkhard Schröder, taz
KREUZWORT wird 1 1/2 Jahre alt! Und lädt ein:
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht mit Partyhütchen versehen erscheinen am 26.03. dann Konstantin Ames, Peter Dietze, Simone Kornappel und Dagmara Kraus bei uns. Ihr könnt ebenfalls dabei sein. Geschenke sind gern gesehen, 3€ Eintritt sollten ebenso eingeplant werden wie festes Schuhwerk. Einlass ist ab 20h und sollten Euch Eure Eltern des nachts abholen, sagt ihnen bitte, dass die Party in der Reuterstraße 39 stattfindet, genauer gesagt imDamensalon. Statt in Zellophanpapier eingewickelte Bonschen könntet Ihr alternativ auch Konstantin Ames‘ letzten Band mit nach Hause nehmen, der fast so alt ist wie wir. Oder Dagmara Kraus‘ Debüt, das erst vor Kurzem das Licht der Leipziger Buchmesse erblickte. Oder die Hoffnung, dass Simone Kornappels Erstling ebenfalls bald seinen Weg in unsere Bücherregale findet. Oder vielleicht verrät Euch Peter Dietze, ob er auch schon was in Planung hat. Oder einfach eine Menge Spaß. Tröt.
Konstantin Ames. Geboren 1979. Lebt als Autor, Übersetzer und Texter in Berlin. Das Debüt „Alsohäute“ erschien 2010 in der von Urs Engeler herausgegebenen Reihe roughbooks. Zuletzt erschien, im Literaturheftrandnummer ein Ausschnitt aus dem Roman „Verbleichen immer, verblichen nimmer“
Einen Ausschnitt aus dem Essay Nähmlich ist hier als PDF einseh- und anlesbar.
Peter Dietze. 1987 in Dresden geboren, studierte Geschichte und Literatur in Erfurt und Ústí n. L., seit 2011 in Frankfurt/O. Lebt und arbeitet in Berlin. Veröffentlichungen u.a.
in den Zeitschriften hEFt, h_aluze, randnummer und trashpool. Mitherausgeber des WORTWUCHS Literaturjournals.
Simone Kornappel. Mitherausgeberin der randnummer literaturhefte und -betreiberin von lyrikkritik.de. Debüt “Raumanzug” bald bei luxbooks.
Dagmara Kraus, 1981 in Wrocław geboren, studierte Komparatistik und Kunstgeschichte in Leipzig, Berlin und Paris und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. Soeben ist “kummerang”, ihr Debüt, bei kookbooks erschienen sowie eine Auswahl von Gedichten Miron Białoszewskis in ihrer Übersetzung bei Reinecke & Voß.
Jeweils mit Textproben und dem netten Hinweis:
Klicken und in völler Gänze genießen (aber bitte nicht raubkopieren!) hier
Sylvia Geist stellt Texte zu Bildern vor
Samstag, 24. März 2012, 19:30 Uhr, Eintritt 5 Euro / Erm. 4 Euro
Illustratoren bebildern Schriftstücke verschiedenster Art. Sie erläutern und schmücken das geschriebene Wort, indem sie es visuell umsetzen. Wäre es nicht spannend, diesen Prozess umzukehren, sodass ein Schriftstück zu einem Bild entsteht, welches die Eingebung des Betrachters widerspiegelt? Wäre es nicht spannend, diesen Prozess weiterzuführen, sodass zu dem entstandenen Schriftstück ein weiteres Bild entsteht, um das Spiel erneut zu beginnen? Dieser Gedanke führt zu Ilyr, einem Projekt, dass Bild- und Textschaffende zusammenführt und ganze Gedankenketten entstehen lässt.
Asuka Grün und Marina Friedrich haben Autoren wie Ilma Rakusa, Emma Braslavsky und Philip Maroldt mit Bildenden Künstlern zusammengeführt. Das Ergebnis ist ein Bild-Lese-Buch besonderer Art.
Sylvia Geist wuchs in Berlin auf. Sie arbeitete als freie Redakteurin und Rezensentin, u.a. für die Financial Times Deutschland, sowie als Herausgeberin mittelosteuropäischer Literatur. Kurzprosa und Gedichte von ihr wurden in verschiedene Sprachen übersetzt, u.a. ins Französische, Polnische, Weißrussische, Slowakische, Arabische und Englische. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Literaturförderpreis des Landes Niedersachsen und einem Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben. Zuletzt veröffentlichte sie ihren Erzählungsband Letzte Freunde (Luftschacht Verlag 2011). Sylvia Geist lebt in Hannover und Vancouver.
Lettrétage / Methfesselstr. 23-25 /10965 Berlin / Tel. 030 – 692 45 38
www.lettretage.de / info@lettretage.de
Der Wunsch zu schreiben verfolgte Rivera Letelier. Er begann mit Lyrik, aber er hütete sich, von seinem Hobby zu sprechen: Gedichte schreiben galt als Beschäftigung für Schwule. Konsequenterweise veröffentlichte er seine Lyrik erst 15 Jahre später, nach dem Ende der Diktatur. 500 Exemplare von „Poemas y Pomadas“ ließ er auf eigene Kosten drucken, und er selbst ging von Tür zu Tür, um die Bücher zu verkaufen. / orf
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