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Veröffentlicht am 20. Januar 2004 von rekalisch
Am Ende dieses Buchs finden sich einige Epigramme unter dem sammelnden Titel «Unterwegs». Zweizeiler, Drei- und Vierzeiler, die Ironie und Irritation so ausspielen, dass fürs poetisch Überraschende noch immer genügend Raum bleibt. Karl Dedecius, Zagajewskis Übersetzer, fasst sie so ins Deutsche, dass jenes Hin und Her aus intellektueller Mobilität und lyrischer Gelassenheit auch in dem härteren Idiom erfahrbar ist. Ein Gedicht, da hatte Benn schon Recht, wird gemacht; ein Gedicht, das wüsste jeder zur Mystik hin geneigte Geist, wird nicht nur gemacht. «Segesta»: «Auf der Wiese ein Riesentempel – / ein wildes Tier / offen gegen den Himmel.» /Martin Meyer, NZZ 20.1.04
Adam Zagajewski: Die Wiesen von Burgund. Gedichte. Herausgegeben und aus dem Polnischen übersetzt von Karl Dedecius. Verlag Carl Hanser, München 2003. 168 S., Fr. 29.-.
Kategorie: Polen, PolnischSchlagworte: Adam Zagajewski, Gottfried Benn, Karl Dedecius, Martin Meyer
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