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Veröffentlicht am 25. Februar 2001 von lyrikzeitung
Lang einstudiert sind auch die Wörter, wenn sie endlich auf dem Blatt stehen, weil viele andere dieselben Motive verwendet haben. Der Scrabble-Spieler freut sich über jede neugefundene Kombination, aber er weiß auch, dass er an Vorhandenes andockt. Er schreibt im Wortsinn weiter.
Begegnet einem jemand mit einem Anliegen, das er nur schwer artikulieren kann, handelt es sich mit etwas Glück um einen Dichter: Was Joseph Brodsky über die Stimme schrieb, gilt bei Senser für die Hand: Erlaubte meinen Stimmbändern / alles, bloß keine Klagen. Das ist eine seltene Haltung, am Ende nicht in Schrecken zu verfallen, weil Vieles ungesagt geblieben ist, sondern abzuschließen mit einem lang und früh geübten soviel dazu! / Hendrik Rost, Netzeitung .
Armin Senser, Großes Erwachen, Gedichte, 106 Seiten, Hanser Verlag, München 1999, DM 25,00
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Armin Senser, Hendrik Rost, Joseph Brodsky
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