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Veröffentlicht am 23. Januar 2026 von lyrikzeitung
104 Wörter, 1 Minute Lesezeit.
Bernhard Volkert
Danse macabre
Für Ruth
Kaskaden der Angst prasseln hernieder,
kaum hörbar ertönen sinistere Lieder.
Sieh' diese Wesen: Wie sie sich fliehen,
in lähmende Welt-Furcht sich eilig verziehen.
In endloser Ferne einander verbunden,
mit Fesseln, die stetig sie tiefer verwunden.
Jedes Rühren, jedes Zucken, jedes Fliehen
verstärkt reihum den dumpfen Schmerz.
Von undurchschauten Kräften angetrieben,
sind's Attacken auch, wenn sie sich lieben:
Jedes Nähern zielt geradewegs aufs andre Herz.
Und niemand wird von niemandem verziehen.
Berlin, 29/8/12
Aus: Extrakt. forum stadtpark literatur 2010-2012. Hrsg. Max Höfler. Graz: Verlag Forum Stadtpark, 2012, S. 126
Volkert, Bernd geb. 1971, lebt in Berlin. Mitbetreiber einer Schankwirtschaft, Gelegenheitsautor.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Angst Lyrik, Bernhard Volkert, Bernhard Volkert Gedicht, Danse macabre, existenzielle Lyrik, Extrakt Literatur, Forum Stadtpark, Gedicht des Tages, Gegenwartslyrik, Liebesgedicht düster, Lyrikzeitung, Totentanz Metapher
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