Leonce-und-Lena-Preis 2019

Lyrikwettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis und die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise am 29. und 30. März 2019 in der Centralstation Darmstadt 

Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 15.09.2018

„Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus.“ Dieses Zitat stammt nicht etwa von einer angehenden Lyrikerin oder einem angehenden Lyriker, sondern es ist Georg Büchners Stück „Leonce und Lena“ entnommen. Nach diesem hintergründigen Lustspiel unseres großen Darmstädter Dichters haben wir den inzwischen renommiertesten deutschen Lyrikpreis* benannt.

Wer Georg Büchner kennt, weiß wie nah seine schöne, klare und vieldeutige Sprache an der Lyrik liegt. Nicht selten erscheinen seine Sätze wie Gedichten entnommen. Unter welch schwierigen Bedingungen der hochpolitische Büchner arbeiten musste, ist heute kaum vorstellbar. Zensur war noch das Geringste in einer Zeit, in der die kleinste Missbilligung der Obrigkeit mit drastischen Strafen geahndet wurde. Wer hier schrieb, der musste seine Kritik gut verschlüsseln, um nicht sofort in den Kerker zu wandern. So ist auch Büchners scheinbar nettes Lustspiel, nach dem der „Leonce-und-Lena-Preis“ benannt wurde, in Wirklichkeit eine Polit-Satire. (mehr)

*) schreiben die Veranstalter

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