Monat: April 2013

38. Pounds Forschung

Mehr als ein Dutzend lebender und toter Sprachen werden verwendet, Zitate aus den Verwaltungsakten der Renaissance-Republik Venedig stehen neben einem Abriss der Zinsentwicklung in Britisch-Indien, Imitationen von Homers „Odyssee“ und Dantes „Divina commedia“ neben Nachahmungen des Minnesangs provenzalischer Troubadours, der Vortragskunst altenglischer Balladensänger, des… Continue Reading „38. Pounds Forschung“

37. Ein Gespräch über die Dichter

Aus Eichendorffs Roman „Ahnung und Gegenwart“: Das Reisen, sagte Faber, ist dem Leben vergleichbar. Das Leben der meisten ist eine immerwährende Geschäftsreise vom Buttermarkt zum Käsemarkt; das Leben der Poetischen dagegen ein freies, unendliches Reisen nach dem Himmelreich. Leontin, dessen Widerspruchsgeist Faber jederzeit unwiderstehlich anregte, sagte darauf:… Continue Reading „37. Ein Gespräch über die Dichter“

36. Eichendorff-Preis für Ulrich Schacht

Für sein bisheriges Gesamtwerk, und unter spezieller Hervorhebung seines 2011 in der Edition Rugerup erschienenen Gedichtbandes »Bell Island im Eismeer«, hat unser Autor Ulrich Schacht den vom Wangener Kreis – Gesellschaft für Literatur »Der Osten« e.V. gestifteten Eichendorff-Preis für das Jahr 2013 erhalten. Die… Continue Reading „36. Eichendorff-Preis für Ulrich Schacht“

35. Dichterfrühling in Luxemburg

Printemps des Poètes / Dichterfrühling in Luxemburg 12. bis 14. April 2013 Mit: Nanni Balestrini (Italien), Franzobel (Österreich), Emilian Galaicu-Păun (Moldawien), Stan Lafleur (Deutschland), Ester Naomi Perquin (Niederlande), Jacek Podsiadło (Polen), Jean Portante (Luxemburg), Lionel Ray (Frankreich), Josep-Maria Sala-Valldaura (Katalonien), David Teles Pereira (Portugal), Raphael… Continue Reading „35. Dichterfrühling in Luxemburg“

34. Poetischer Honig

Es entsteht ein heiterer Fluss, eine lautliche Durchlässigkeit, in der auch die Identität eines lyrischen Ichs obsolet wird. Wie hier: „Als Atlas/ trage ich so schwer an mir wie an der Welt. Doch gäbe ich mich fort/ bekäm ich mich intakt zurück? Oder mit… Continue Reading „34. Poetischer Honig“

33. Liao Yiwu in Berlin

Am Flughafen Tegel habe er schon dort die Nase in den Wind gehalten: „Die Luft schmeckt so süß“ sagt er noch heute, wenn er sich an diesen Moment erinnert. Liao ist auf Einladung des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) in die Stadt gezogen und werde… Continue Reading „33. Liao Yiwu in Berlin“

32. Vogelherdrecherche

„Vogelherd. mikrobucolica“, so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen des Dichters Thomas Kling, der 2005 im Alter von 48 Jahren starb. Das Hörspiel begibt sich auf Spurensuche und versucht dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen. / mehr vogelherdrecherche Hörspiel von Ulrike Janssen Unter… Continue Reading „32. Vogelherdrecherche“

31. Poetopie

keine Probleme? kein Problem – Sprache macht mit uns, was sie will Hansjürgen Bulkowski

30. Doppelter Fehler

Wenn man Hafis in den Sturm und Drang oder die Romantik übersetzen kann, kann man ihn ebenso gut in den Expressionismus oder in die Neue Sachlichkeit übersetzen. Hafis ist ein Dichter, der auch wunderbar zu den Wiener Avantgarden gepasst hätte, ja dessen Sprachspiele im… Continue Reading „30. Doppelter Fehler“

29. Polnische Lyrik

1 Der Reiz von Szymborskas Gedichten liegt vor allem darin, dass sie, um aus Adam Zagajewskis Nachwort zu zitieren, „intellektuell, konzentriert, aber auch witzig, ironisch und – o Wunder – verständlich“ sind. Doch das bedeutet nicht, dass sie auch immer leicht zu interpretieren wären.… Continue Reading „29. Polnische Lyrik“

28. Gestorben

Serge Dion, der Gründer des Salon du livre und der Autoren- und Autorenvereinigung im Outaouais in Quebec (AAAO, Association des auteurs et auteures de l’Outaouais), starb am vorigen Wochenende in Gatineau. Der Minister für Kultur und Kommunikation, Maka Kotto, würdigte den frühzeitig mit 59… Continue Reading „28. Gestorben“

27. Gedichte in Restsprache

Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Susann Körner, geboren 1972, mit Fundstücken unseres Konsumalltags, mit Warenbezeichnungen auf Kassenbons: Ein sprachliches Paralleluniversum, in dem Produktnamen durch elektronisch bedingte Abkürzungen zu hermetischen Bedeutungsträgern mutieren. Was ist eine „Bismarck Emotion“, was eine „Montage Noir“ und wie sieht… Continue Reading „27. Gedichte in Restsprache“

26. Zum Verständnis von Gedichten

Jan Kuhlbrodt auf Postkultur: 1. Es gibt keine unverständlichen Gedichte (kein einziges). 2. Verstehen findet am und im Rezipienten statt. Das Gedicht liegt vor wie es ist; da ist nichts zu machen. 2.1. Der Leser erschließt sich das Gedicht, und nur so wird er… Continue Reading „26. Zum Verständnis von Gedichten“

25. Nicht nur nett

Cora L. Hardt kann aber eben auch anders. Nicht nur nett und lyrisch. Sie überrascht ihren Leser immer, egal wo. Und sie kann auch richtig fies sein, mit Bildern und Gefühlen spielen und mit Füßen treten, sie kann sehr schmutzige Worte wählen – sie… Continue Reading „25. Nicht nur nett“

24. Unterlassungsklage

Dr. Claus Stephani hat sich mit einer Unterlassungsklage gegen den Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Richard Wagner durchgesetzt. Das Oberlandesgericht München verbietet der Siebenbürgischen Zeitung, eine „weitergehende IM-Tätigkeit von Dr. Claus Stephani“ zu behaupten. / Siebenbürgische Zeitung 8.3. Als juristisch Unbeleckter find ichs… Continue Reading „24. Unterlassungsklage“