Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Chlebnikow aus dem Französischen ins Google übersetzt: „Et je compris épouvanté / que nul ne me voyait / qu’il fallait semer des yeux / qu’il fallait que vienne le semeur d’yeux“ „Und ich verstand, Angst / dass keine ich sah / Sau braucht eye… Continue Reading „28. Sau braucht eye“
„Google-Suche nach „frankfurter bibliothek“ ergibt „Ungefähr 14.300 Ergebnisse (0,33 Sekunden)“ Unter den ersten 10 Treffern sind, gerahmt von einer Anzeige der „Brentano-Gesellschaft“ und von Amazon, die auch jeden Mist verkaufen, 4 von der „Brentano-Gesellschaft“ und ihren Ablegern selbst stammende (hier „Deutsches Literatur-Fernsehen“ und „Haus… Continue Reading „27. Aufklärung“
Nun ist [NN] unter die Poeten gegangen. Dichtung und Prosa nicht abgeneigt, ist er dem Ruf der Brentano-Gesellschaft in Frankfurt gefolgt, und hat ein Gedicht eingereicht, das in der Frankfurter Bibliothek „als lyrische Volkskultur“ archiviert wird und auch im Jahrbuch erscheint. „Wir freuen uns… Continue Reading „26. Alle Jahre wieder“
Theo Breuer weiß, daß die Verwendung vertrauter Vorlagen keineswegs das Gelingen sichert. Er hat die Lyrik nie mit dem bloß Schönen verwechselt. Das ›Ästhetische‹ hängt in den von ihm gemachten Versen eng mit dem Außergewöhnlichen, Unerhörten, Unwahrscheinlichen zusammen. Schauder, Schock und Schrecken sind wiederkehrende… Continue Reading „25. Das gewonnene Alphabet“
Hermann Hesse war im Laufe seines Lebens immer wieder darauf angewiesen, dass Mäzene ihn unterstützten, damit er seine Arbeit als freier Schriftsteller fortsetzen konnte. Dies war besonders nach dem Ersten Weltkrieg notwendig, als sein in Deutschland angelegtes Vermögen entwertet wurde und er fast mittellos… Continue Reading „24. Mäzene“
Lyrik kommen in Bergkamen bald ganz groß raus: Die Stadt druckt die Gedichte ihrer Bürger auf Plakatwände. Hobbydichter jeden Alters können Reime und andere poetische Texte in einem Wettbewerb einreichen. Eine Jury entscheidet dann, welche Gedichte im kommenden Jahr in Plakatform die Stadt schmücken… Continue Reading „23. Plakatiert“
»Wenn der Leser nicht weiß, was ein Elefant ist, dann ist das Wort dunkel.« »If reader don’t know what an elefant IS, then the word is obscure.« Ezra Pound in einem Brief, 1939 Die Stelle im Kontext: »Skip anything you don’t understand and go on till… Continue Reading „22. Dunkel“
Damals versuchten die drei Dichter Miraji, Tasadduq Husain Khalid und Rashid, freie Verse in die Urdu-Dichtung einzuführen. Am mutigsten und zuversichtlichsten unter ihnen Miraji. Er bezog seine Inspiration aus drei Quellen: der westlichen Literatur, der modernen Psychologie und der alten Hindumythologie. Er veröffentlichte eine… Continue Reading „21. Miraji (1912-1949)“
Hans Zimmermann, Görlitz 4. Rundbrief 2012: S’ist Krieg 3.November 2012 Liebe Freunde, es gibt im großen indischen Epos über den Kampf der Pândavas gegen ihre Vettern, die Kauravas, um den Königsthron eine kleine Szene, die so unscheinbar ist, daß sie in den üblichen literaturgeschichtlichen oder handbüchenen Zusammenfassungen… Continue Reading „20. Suche nach der verlorenen Szene“
Die tragischen Folgen des ersten Eisenbahnunfalls in Frankreich (Meudons, 1842) hinterließen tiefe Eindrücke bei den Zeitgenossen. Die Eisenbahn tritt in die Literaturgeschichte. Elf Französische Gedichte zwischen 1842 und 1845 beschäftigen sich mit dem Unfall. / fabula.org Tommaso Meldolesi, Poésie de la première catastrophe ferroviaire –… Continue Reading „19. Der erste Eisenbahnunfall“
Am Dienstag, 6.11. wird es im Rahmen der Liedertafel in Berlin ein Konzert des Kollektivs „stock11“ geben: http://die-liedertafel.de/ Besonderheit: die Komponisten und Musiker haben sich überzeugen lassen, ihre Positionen in relativ offenem, „poetologischen“ Rahmen zur Debatte zu stellen. Sozusagen ein Konzert speziell an Lyriker gerichtet. Skepsis, Einwände,… Continue Reading „18. »Alles muss rein« Liedertafel mit Motzen“
Dass Bergel die Gedichte der zehn Autoren – darunter Lucian Blaga, Mihai Eminescu, George Bacovia, Ana Blandiana – nicht einfach aus einer Sprache in die andere übersetzte, sondern sie so übertrug, dass sie, ohne Verletzung des Originals, zu deutschen Gedichten wurden, denen man in… Continue Reading „17. Zigeunerinnenfluch und andere Gedichte“
Fast wäre er eine Legende zu Lebzeiten geworden: Tadeusz Różewicz, der die Dramenkunst erneuerte und als Dichter eine nach Wahrheit suchende „Anti-Poesie“ jenseits der schönen Formen entwickelte. Auch durch seine Essays war er eine moralische Institution geworden – bis er in den Achtzigerjahren verstummte.… Continue Reading „15. Neues von Różewicz“
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