Monat: Juni 2012

49. Yves Bonnefoy liest in München

Mittwoch, den 13. Juni, Amalienstraße 83a, 20 Uhr: Yves Bonnefoy liest aus Raturer outre / Streichend schreiben (Lyrik Kabinett 2012). Durch den Abend führen Elisabeth Edl und Wolfgang Matz (Lesung französisch – deutsch) Yves Bonnefoy (Copyright Mathilde Bonnefoy) ——————————-

48. 13. poesiefestival berlin erfolgreich beendet

Mit einem großen Lyrikmarkt ging am Sa, 9.6.2012 das 13. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Über 11.000 Besucher kamen zu den 52 Veranstaltungen, insgesamt waren mehr als 200 Beteiligte aus 51 Ländern zu Gast, darunter u.a. Michael Palmer (USA), Yan Jun (China), Abdelwahab Meddeb… Continue Reading „48. 13. poesiefestival berlin erfolgreich beendet“

47. Dichter des Wortes

Wenn man das Wort Gedicht lang genug auf Käsekuchen anwendet, kommt es als Überraschung zurück, wie hier, frei übersetzt: „Zwei Dichter des Wortes verzaubern ihr Publikum unterm Sternenzelt“. Vénéjan. Deux poètes des mots enchantent leur public sous un ciel étoilé / Midi libre

46. Politischer Akt

Noch ein Auszug aus Cornelius Wüllenkempers Festivalbilanz (Grass hat mit zwei schnell hingeschriebenen politischen Gedichten tatsächlich geschafft, was ihm zuletzt mit Gedichten nicht mehr gelang, er ist überall dabei): Selbst bei der eigentlich spielerisch-unterhaltend programmierten Poet’s Corner, bei der Autoren an öffentlichen Orten in Berlin… Continue Reading „46. Politischer Akt“

45. Lübecker Lyrik-Festival

Es ist das erste Lübecker Lyrik-Festival im Grass-Haus; am Donnerstag fand der zweite Abend statt; drei Schweizer AutorInnen reisten aus den Bergen extra für ihn ans Meer: Lea Gottheil, Ilma Rakusa und Christian Uetz. / Unser Lübeck

44. WochenGedicht

Wochengedicht #10: Ulrike Draesner (kommentiert von Rudolf Bußmann) / Tages Woche

43. Erdgebunden

Der Erde, so heißt es in Wulf Kirstens Gedicht „die erde bei Meißen“, schreibe er „beidhändig ins gästebuch“ einen „einsilbigen gruß“. Dieses Gedicht schrieb der 1934 in Klipphausen bei Meißen geborene Steinmetzsohn im Alter von dreißig Jahren. Das darin zum Ausdruck kommende Bewusstsein, nur… Continue Reading „43. Erdgebunden“

42. Konstantin Neven DuMont macht den Grass

Seit die Zeit fleißig gegossen hat, geht die politische Dichtung blühenden Zeiten entgegen. Doch doch. Neustes Beispiel: Es gibt mal wieder was Neues von Konstantin Neven DuMont: Der Sohn von Verleger Alfred Neven DuMont (u.a. Express, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung) übt sich seit neuestem… Continue Reading „42. Konstantin Neven DuMont macht den Grass“

41. Neues Interesse an Politik?

Abseits des poetisch-musikalischen Programms des diesjährigen Berliner Festivals standen Themen im Vordergrund, die in Dichterkreisen, wenn überhaupt, bisher gern als zweitrangig betrachtet wurden und mit denen der deutsche Moralpoet Günter Grass erst unlängst für Entrüstung und für Spott gesorgt hatte: unverhüllte politische, gesellschaftliche oder… Continue Reading „41. Neues Interesse an Politik?“

40. Brot, Haschisch und Mond

Syrische Dichter und Aktivisten erinnern in Berlin an die Lyrikerikone Nizar Qabbani, kommentieren die politische Lage aber nur in Andeutungen Eine bitterböse Abrechnung mit der Mentalität der Zeit begründete seinen Ruhm als populärster Dichter der arabischen Welt. Als Nizar Qabbani 1954 sein Gedicht „Brot,… Continue Reading „40. Brot, Haschisch und Mond“

39. Morgenstimmung

„Morgenstimmung“ heißt das Gedicht von Frank Wedekind, von dem man weiß, dass er alles erprobend praktizierte, was er besang. Schreibt das Hamburger Abendblatt (Link ist nicht nötig, nur für Abonnenten, wers trotzdem sucht google). Ah ja, Morgenstimmung. Ich hab meine Tante geschlachtet.

38. Spießer und Poesie

Hans Magnus Enzensberger spricht mit der Welt über Sachen von denen er was versteht: Poesie und Internet. Die Spießer sind, wer hätte das gedacht, die „Netz-Gemeinde“, sagt er, Die Welt übersetzt: Piraten (der Welt-Leser nickt). Die Poesie sind Kinderreime, davon hat er (jetzt bin… Continue Reading „38. Spießer und Poesie“

37. Spätzünder

Mozart war fünf, als er sein erstes Menuett komponierte. Mit 16 schrieb Rimbaud avantgardistische Lyrik. Als der 31-jährige Schubert an Typhus starb, hatte er sein Spätwerk schon hinter sich. Heute erscheinen solche Karrieren fast unmöglich. Mangelnde Berufsperspektiven, lange Ausbildungsgänge, die Abhängigkeit von den Eltern… Continue Reading „37. Spätzünder“

36. Ivrit. – Und Deutsch

Als Zeitzeuge mit der Kraft der Verständigung wird morgen, Sonntag, der Lyriker Tuvia Rübner in Weimar mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geehrt. Die Laudatio hält Adolf Muschg. Die Thüringische Landeszeitung sprach mit dem Autor: Herr Rübner, Sie schreiben auf Deutsch und auf Ivrit. Welche Sprache empfinden… Continue Reading „36. Ivrit. – Und Deutsch“

35. Die Oppen­lücke

Wir kommen langsam ans Ende mit der Durchsicht der Schätze des Früh­jahrs. Und weiß Gott waren da Schätze darunter. Sie lagen wie Braunkohle kurz unter der Oberfläche und ihre Gruben sind weithin sichtbar für jeden. Im Grunde brauchte man nur zugreifen und hielt ein… Continue Reading „35. Die Oppen­lücke“