Monat: Oktober 2011

89. Meine Anthologie: Auf der Galeere

Richard Leising GESANG DER RUDERSKLAVEN BEI STURM Es leidet, o Herr, deine Erde An Untergehenden Keinerlei Mangel! Noch kannst du wenden Von uns dein Angesicht! Was taugen wir angekettet der Welt auf dem Grunde des Wassers? Ziehe du ab von uns Deine sausende Hand,… Continue Reading „89. Meine Anthologie: Auf der Galeere“

88. Vanitasmaschinchen

Neologismen wie „Netzkürzelgesang“, „Sprachsträhnen“ oder „Vanitasmaschinchen“: Wer verwendet derlei Wortneuschöpfungen oder kreiert sie gar? Der Dichter Thomas Kling. In seinem lyrischen Zyklus „Vogelherd. mikrobucolica“ thematisiert der 2005 verstorbene Lyriker in der seit alters bekannten Fangvorrichtung für Vögel und ihrem Gesang immer auch das Gedicht… Continue Reading „88. Vanitasmaschinchen“

87. John Montague liest

Mi 26.10. 20:00 Erste Landschaft, erster Tod In Lesung und Gespräch: John Montague (Autor, Irland) Moderation: Hans-Christian Oeser (Übersetzer, Berlin) John Montague ist einer der bedeutendsten irischen Dichter der Gegenwart. Der »Doyen der Poesie von Ulster« schlägt in seinen Texten die Brücke von der… Continue Reading „87. John Montague liest“

86. „Alles ziemlich peinlich“

… finde ich. Für diese Literaturszene und für floppy. Wenn sie das auch noch veröffentlichen, schießen sie sich selbst ins Knie. Hätte ich das nur vorher gelesen … Diese Sattheit, diese Unbedarftheit … sehr bezeichnend. Aber so sind hier die Leut‘. Gefunden in: lauter… Continue Reading „86. „Alles ziemlich peinlich““

85. „Lyrikbetrieb und Preisunwesen“

Von Ulf Stolterfoht Ich schreibe seit zwanzig Jahren hauptberuflich Gedichte und kann seit elf Jahren davon leben. Mittlerweile ist die Familie auf fünf Mitglieder angewachsen, und also können oder müssen jetzt fünf davon leben. Es war nie mein Ziel, vom Gedichteschreiben leben zu können. Ich hätte… Continue Reading „85. „Lyrikbetrieb und Preisunwesen““

84. Debatten

apropos: der herr, der schrieb: „kann man das nicht abstellen“ und die debatte meinte, sei versichert, daß ich „das“ und das das nicht für besonders konstruktiv halte und nicht ihm zu liebe die bremse gezogen hab. ich danke axel kutsch für den anstoß für… Continue Reading „84. Debatten“

83. American Life in Poetry: Column 342

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE   Your high school English teacher made an effort to teach you and your bored classmates about sonnets, which have specific patterns of rhyme, and he or she used as an example a great poem by Keats or… Continue Reading „83. American Life in Poetry: Column 342“

82. Quellen

Um der Vernutzung durch Konsum und Verwaltung zu entgehen, verfiel der psychoanalytisch geschulte Dichter zeitweise sogar ins Basteln und Kleben, ins Lallen und Zungensprechen: Kaum eine Quelle, die Zanzotto nicht anzuzapfen verstand. Er dichtete Quasi-Kinderverse. Er besang den Milupa-Brei, zerschnitt Hölderlin-Verse und bediente sich… Continue Reading „82. Quellen“

81. Andrea Zanzotto gestorben

Bei Schreibheft Zeitschrift Für Literatur gelesen: Der italienische Dichter Andrea Zanzotto, Freund Pier Paolo Pasolinis und Federico Fellinis, ist tot. Er, der als einer der eigenwilligsten Dichter des 20. Jahrhunderts galt, starb heute im Alter von 90 Jahren. Das große, von Theresia Prammer herausgegebene Pasolini-Dossier… Continue Reading „81. Andrea Zanzotto gestorben“

80. Gedichte mit Arsch in der Hose

Junge Welt, Mittwoch 12. Oktober 2011 Tom Bresemanns zweiter Lyrikband erfordert mündige Leser Von Peggy Neidel Das Lyrikdebüt des Berliners Tom Bresemann vor einigen Jahren wurde als das eines „zornigen jungen Mannes“ bezeichnet. Die Wut scheint noch nicht verflogen und hilft offenbar, inhaltliche Belanglosigkeit… Continue Reading „80. Gedichte mit Arsch in der Hose“

79. „die gunst der woge ist gischt“

Bert Papenfuß, Johannes Jansen und Elke Erb* haben einst mit ihren Gedichten die offizielle Parteirhetorik der untergehenden DDR ausgehebelt. Das Politische ist auch später nie ganz aus den Werken der früheren Avantgardisten der Ostberliner Literaturszene verschwunden. Gesinnungs-Lyrik und ein gewisser Anachronismus wurde ihnen und… Continue Reading „79. „die gunst der woge ist gischt““

78. Die estnische Literatur und Baudelaire

Baudelaire war der in Estland im 20. Jahrhundert am meisten übersetzte französische Autor, obwohl eine Gesamtübersetzung der Fleurs du mal erst vor einigen Jahren erschien. Katre Talviste schrieb ein Buch über Baudelaire und die estnische Lyrik. / fabula Katre Talviste, La Poésie estonienne et Baudelaire… Continue Reading „78. Die estnische Literatur und Baudelaire“

77. Autorentage Schwalenberg zu Michael Krüger (28.-30.10.)

Detmold (Kreis Lippe) Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe führt in diesem Jahr die Autorentage Schwalenberg zu Michael Krüger durch. Michael Krüger prägt als Verleger, Herausgeber, Übersetzer sowie Förderer gegenwärtiger Literatur das literarische Leben Deutschlands wie kein zweiter. Als Schriftsteller hat er ein Werk von über 30 Büchern mit Gedichten,… Continue Reading „77. Autorentage Schwalenberg zu Michael Krüger (28.-30.10.)“

76. Lust des Lyrikers

Im wohltuenden Gegensatz zu essayistischen Brillanzerzeugern, deren Texte immer etwas klüger klingen sollen als sie wirklich sind, zeichnet sich Jan Wagner in seinen Aufsätzen eher durch intellektuelle Bescheidenheit aus: „Was kann das Steinchen über das Mosaik berichten? Wie beschreibt der Faden den Gobelin?“ So… Continue Reading „76. Lust des Lyrikers“

75. Hausacher Lesung

37 Gedichte besingen in Christoph W. Bauers neuestem Werk die unterschiedlichen Phasen einer Liebesbeziehung. Aus seinem Lyrikband „mein lieben mein hassen mein mittendrin du“ las der Hausacher Stadtschreiber von 2010 am Sonntag im Hausacher Rathaussaal vor. / Schwarzwälder Bote