Monat: September 2011

82. Scheiß Kunst

  scheiß angst vor der eigenen wut, scheiß wut auf die eigene angst. scheiß liebe zu beidem. scheiß wissen, worauf es bezogen sein könnte. / scheiße was wir geworden sind. scheiß kifferei und scheiß bier und scheiß schwangerschaften, scheiß stammtische-strammtische, selbst noch scheiß waldspaziergang.… Continue Reading „82. Scheiß Kunst“

81. Preis für Seel*

Mehr konnte ich leider nicht finden – aber die Information ist ja da: kunstpreis literatur von lotto brandenburg an daniela seel für „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“, 15.9., preisverleihung in potsdam. mit laudatio und lesung. 19.00 h, haus der brandenburgisch-preußischen geschichte, kutschstall, am… Continue Reading „81. Preis für Seel*“

80. Unter- und übertreibend

Bedeutet der Name des höchsten afrikanischen Berges, des «Kilimandscharo», nach dem wahrhaft ironischen Understatement des Kiswahili, der am meisten gesprochenen Sprache in Ostafrika, «kleiner Hügel von Njaro»? Oder empfiehlt es sich, seine Spitze – als «den höchsten Punkt afrikanischer und deutscher Erde» – die… Continue Reading „80. Unter- und übertreibend“

79. Sehnarben

Den musikalisch dahinströmenden Versen im Zyklus «Sehnarben» stellt sich etwa der herbere, sprödere Modus von «Wintersaat» entgegen. In den «Briefgedichten» entwirft die Autorin sensible, aufmerksame Porträts von Wegbegleiterinnen und Freundinnen, wobei sie die eigene Existenz in jener der dargestellten Frauen spiegeln lässt, um selbstkritisch… Continue Reading „79. Sehnarben“

78. Banatsko

Erst anderthalb Jahre zuvor war sie aus London nicht etwa nach Polen oder Russland gezogen, in Länder, deren Sprachen sie beherrscht, wie ihre mehrfach ausgezeichneten Übersetzungen, unter anderem von Olga Tokarczuk, Hanna Krall und Svetlana Vasilenko, zeigen. Nein, Kinsky zog nach Budapest, ohne Ungarisch… Continue Reading „78. Banatsko“

77. Hubert Skolud (1950-2011)

Der Junge aus dem Bürgerhaus im Südwesten Berlins ist an Lebensenergie, Neugier und Entdeckerfreude kaum zu übertreffen. Und Ende der Sechziger bietet die Halbstadt jede Menge Schlupfwinkel, in denen Heranwachsende sich ohne Hilfe von außen erwachsen geben können. Hubert schreibt Gedichte und liest sie… Continue Reading „77. Hubert Skolud (1950-2011)“

76. Meine Anthologie 75: Sharon Olds, The Pope´s Penis

The Pope’s Penis It hangs deep in his robes, a delicate clapper at the center of a bell.  It moves when he moves, a ghostly fish in a halo of silver seaweed, the hair swaying in the dark and the heat — and at… Continue Reading „76. Meine Anthologie 75: Sharon Olds, The Pope´s Penis“

75. Keine Feinde

Der Band «Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass» versammelt Texte zu ganz unterschiedlichen Themen, die aber alle das moralische Totalversagen der chinesischen KP illustrieren. Auch wenn Lius Thesen nichts bahnbrechend Neues bringen, so überzeugen sie doch durch ihr reflexives Niveau. In ihnen… Continue Reading „75. Keine Feinde“

74. 2011 Prizes for Contributors to Poetry Announced

Nine prizes awarded to poets, critics, and essayists featured in the magazine over the past year CHICAGO — The Poetry Foundation and Poetry magazine are proud to announce the winners of nine awards for contributions to Poetry over the past year. The prizes are awarded for poems and… Continue Reading „74. 2011 Prizes for Contributors to Poetry Announced“

73. Cotten, Ann

Ann Cotten Dieser Artikel behandelt Ann Cotten, eine fiktive (1) Figur aus dem 2010 im Suhrkamp Verlag erschienenen Buch „Florida-Räume“. Für die Autorin siehe Ann Cotten [1]. Ann Cotton ist die siebente in einer Reihe fiktiver Autoren, die auf ein Inserat „Mit Schreiben Geld verdienen?“… Continue Reading „73. Cotten, Ann“

72. Gestorben

Der in katalanischer Sprache schreibende französische Schriftsteller* Jordi Pere Cerdà, eigentlich Antoine Cayrol, starb am 11.9. in Perpignan. Er war der Barde seiner Region, der Cerdagne im Hochgebirge zwischen Frankreich und Spanien, die er nie verlassen hat. Sein Werk (Lyrik, Theater, Romane, Essays), sagt… Continue Reading „72. Gestorben“

71. Jetzt komme, Feuer

Ein großer Dichter der Feuerinfusion ist der späte Hölderlin. Hier sein Gedicht „Der Ister“: Der Ister Jetzt komme, Feuer! Begierig sind wir, Zu schauen den Tag, Und wenn die Prüfung Ist durch die Knie gegangen, Mag einer spüren das Waldgeschrei. Wir singen aber vom… Continue Reading „71. Jetzt komme, Feuer“

70. Zeitlyrik

Die Zeit punktet weiter mit Lyrik. In der heutigen Ausgabe wird die Politikserie fortgesetzt mit 2 Gedichten von Ann Cotten, eins beginnt so: Hab ich Angst vor den Arbeitern? Ja. Hab ich Angst, dass sie aufhören zu arbeiten? Vielleicht. Hab ich Angst, dass sie… Continue Reading „70. Zeitlyrik“

69. Todesnachrichten

In Halifax (Kanada) starb die gefeierte Dichterin und Lehrerin Maxine Tynes im Alter von 62 Jahren. / The Chronicle Herald Pierre-Edgar Moundjegou-Magangue, der bedeutendste gabonesische Dichter des 20. Jahrhunderts, starb am 31.8. im Alter von 69 Jahren. Bekannt wurde er vor allem durch das… Continue Reading „69. Todesnachrichten“

68. Event der Lobdichter

Lyrik blüht in Communities, besonders unter jungen Leuten mit Hintergründen historischer Benachteiligungen. Man muß sich nur das Kunstgeschehen in und um Durban vor Augen führen, die Vielzahl der Lyrikveranstaltungen, besonders an beliebten Jugendtreffs wie dem BAT Centre, dem Stable Theatre und (neuerdings) dem Playhouse, wo… Continue Reading „68. Event der Lobdichter“