Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Im zweiten Teil der Lesung trug U We Claus seine „47 Mesostics on Allen Ginsberg“ in englischer Sprache vor. Als der Autor im April 1997 vom Tod des Dichters der Beat-Generation in den USA erfuhr, schuf er als eine Art „persönlicher Trauerarbeit“ 47 Gedichte.… Continue Reading „128. 47 Mesostics on Allen Ginsberg“
Wenn ich Falb lese, dann mache ich das in großen Zügen. Fünf, manchmal zehn Gedichte hintereinander. Manchmal den ganzen Band. Renne von einer Szene in die nächste, ohne Luft zu holen. Sehe ihrem Entstehen und Auflösen zu, beobachte mich beim denken. Und ich kann… Continue Reading „127. Falb lesen“
Robert Gernhardt erzählte gern, er habe eine zutiefst traurige Kindheit hinter sich. Im Schwimmbad sei er kein Adonis gewesen, wenn besser gebaute Jungen mit den Mädchen flirteten, war er auf dem Handtuch mit einem Gedichtband nur Zaungast. Später schrieb er selbst Gedichte, in denen… Continue Reading „126. Herz & Hirn“
Dem syrisch-libanesischen Dichter Adonis ist in Frankfurt/Main der Goethe-Preis verliehen worden. Die Jury ehrte ihn dafür, „die Errungenschaften der europäischen Moderne in den arabischen Kulturkreis getragen“ zu haben. … Adonis ist bekennender Laizist und überzeugt, dass nur die Säkularisierung der Gesellschaft die arabische Kultur… Continue Reading „125. Goethepreis für Adonis“
Am 26. August 2011 wurde im Rahmen des 31. Erlanger Poetenfests der vierte Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung verliehen. Aus der Laudatio auf Elke Erb von Ilma Rakusa: Elke Erb hat ein selten feines Ohr und ein Ethos, das beeindruckt. Ein Wortethos. Man… Continue Reading „124. Preis für Elke Erb“
Valeri Scherstjanoi liest Alexej Krutschonych 1) Das süße Weinen 2:04 Auch wer weder Russisch noch Sa-umnisch beherrscht, kann deutlich hören, wie der rauhe „Tsara“ in das Süßholzgeraspel der Poesie einbricht (bei 0:16). Nicht nur Belyj, auch der feine Herr Kandinsky erschrickt da. Außerdem, wie… Continue Reading „123. Das süße Weinen und die Revolution“
Zum Beispiel James Laughlin. Geboren 1914, gestorben 1997. Erbe einer Pittsburgher Stahl-Dynastie und deshalb finanziell unabhängig. Neben der Damenwelt und dem Skifahren widmete er sich ausgiebig der Lyrik, gründete mit New Directions einen der wichtigsten Verlage für US-amerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts. Beeinflusst unter… Continue Reading „122. Light verse“
Eva Glawischnig: Ich habe manchmal den Eindruck, Feminismus wird wie eine Keule gegenüber Frauen verwendet, und es wird überhaupt nicht hinterfragt, was der Kern ist. Für mich ist Selbstbestimmung der Kern des FeministischSeins. Allerdings glaube ich auch, dass Männer sehr wohl bestimmten Geschlechterrollen unterliegen, auch… Continue Reading „121. Macho trifft Feministin“
Für das Portrait „Hilbig. Eine Erinnerung“ von Siegfried Ressel trafen sich Freunde und Weggefährten des Dichters in der leeren Schalterhalle des Bahnhofs Meuselwitz. Hier im thüringischen Industrieort Meuselwitz wurde Hilbig am 31. August 1941 geboren, hier wuchs er vaterlos auf, lernte Bohrwerkdreher. Hier in… Continue Reading „120. Hilbig. Eine Erinnerung“
Anfang September zeigen mehrere Filme das Leben und Werken des Bühnenpreisträgers [sic, gemeint ist wohl Büchner – der hat ja auch für die Bühne gearbeitet]. Den mit 13.000 Euro dotierten Ernst-Meister-Preis für Lyrik nimmt zum Jubiläum die Berlinerin Marion Poschmann entgegen. Die Meister-Ausstellung im… Continue Reading „119. In Hagen was los“
1. Valeri Scherstjanoi erläutert das Prinzip der Sa-um-Texte Krutschonychs. Er vergleicht sie mit Kurt Schwitters („aber vermittelt über Daniil Charms“) und spricht über das Leben Krutschonychs und seiner Freunde. 1:08 Textbeispiel: Тянуткони Непонятные нони, Зверь испугался Откуда галь ся. 2. Scherstjanoi liest das Gedicht… Continue Reading „118. Wenn die Waffen heulen oder Warum Sa-um-Gedichte „ordentliche“ Titel haben“
Der Plan für Lyrikwiki Labor ist, philologisches Wissen mit poetologischem zu verbinden, poetologisch von den alten und neueren Normpoetiken bis zu kleinsten Splittern von Autorpoetiken. Aphoristisches Wissen. Labyrinthisches Wissen. In ein, zwei Jahren sollte das Labyrinth gefährlich werden können. Eine Ahnung davon kann es… Continue Reading „117. Rhythmus (Charles Olson)“
BY HARRIET STAFF*) Genine Lentine runs the Nothing Is Hidden reading series in San Francisco. Of the series, she writes: Nothing Is Hidden is a monthly series of readings, screenings, and artist talks that celebrates the 40th anniversary of Shunryu Suzuki’s classic book Zen Mind,… Continue Reading „116. From San Francisco to Your Living Rooms: The Nothing Is Hidden Reading Series“
An den Gedichten des Österreichers Theodor Kramer (1897-1958) lobt Müller die konventionelle Ruheform der Strophen und die melodische Rhythmik, hinter welcher sich der eigentliche traurige Inhalt verberge. In seinen Gedichten behandelt der jüdische Lyriker seine eigene Angst und Emigration in der Zeit des Dritten… Continue Reading „115. Herta Müller liest“
Marinetti: Der Krieg ist die Hygiene der Welt Krutschonych: Sa-um ist die Hygiene des Halses Valeri Scherstjanoi liest und erklärt Alexej Krutschonychs Sa-um-Gedicht „Die Kehle“ Горло рахам мах – раха мойла хар рахам мхе матоха трухан – лум мул хал Mehr hier: Alexei Jelissejewitsch Krutschonych… Continue Reading „114. Hygiene des Halses“
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