70. »Pfeile aus dem Köcher«

Die neue »Schock Edition« wird heute in Berlin vorgestellt

Die zweite Folge der »Schock Edition« enthält Einzelhefte von Bert Papenfuß (»Pro tussi à gogo«), Clemens Schittko (»Manifest der Nachhut«), Brigitte Struzyk (»Das backsteinfressende Moos«), Su Tiqqun (»Im Geröll des Auges«) und Ralf S. Werder (»Bruchland«). Der gebürtige Dresdener Werder hatte im Herbst 1989 an diese Zeitung einen Leserbrief geschickt. Der Leiter der Abteilung Kultur antwortete: »Die Vorstellung macht mich grausen, Leute wie Sie hätten das Sagen«. Zwei Jahrzehnte später verschreiben sich Werder und die vier anderen Autoren nach wie vor dem nicht Marktförmigen. Die Texte sind verdichtete Miniaturen oder holen weit aus. Andere verweisen auf Philosophie und Mythologie. Bert Papenfuß verwandelt Verszeilen aus dem Hávamál der »Edda« in: »Besser ist’s, quick als lebendig zu sein; / wer flitzt, kriegt den Bogen. / Flammen sah ich schlagen / aus dem Feuerlöscher – / Pfeile aus dem Köcher«. / Robert Mießner, junge Welt

»Schock Edition«, Herausgegeben von Kai Pohl, Epidemie der Künste / Distillery, Berlin 2011, 24 Euro

Präsentation heute 22 Uhr, Rumbalotte continua, Metzer Straße 9, Berlin

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