Monat: Mai 2011

104. Dagmar Nick 85

Nicks Gedichte erschienen in mehr als 200 Anthologien im In- und Ausland. Anfangs prägten die Themen Vertreibung und Flucht ihre Werke, wie etwa ihren ersten Gedichtband „Märtyrer“ (1947). In weiteren Gedichtbänden wie „Das Buch Holofernes“ (1955), „In den Ellipsen des Mondes“ (1959) oder „Zeugnis… Continue Reading „104. Dagmar Nick 85“

103. Elegie (Opitz)

Wie bereits angekündigt, veröffentliche ich hier ausgewählte Einträge meines Lyrikwiki Labor mit dem Ziel, durch Diskussion Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu erlangen (und wenn möglich Mitstreiter zu gewinnen).  Wer sich nicht für Philologie und solche Dinge interessiert, heiße er Tim oder Tom, könnte ebensogut zur… Continue Reading „103. Elegie (Opitz)“

102. Der ganzen erstaunten und verwirrten Welt

Die Experimente mit der Sprache gehören zum Grundbestand des Futurismus. Und der 1886 geborene Alexej Krutschonych hat dafür die radikalsten Ansätze entwickelt. Auch 1912 erschien sein erster Text in der Kunstsprache, die er dafür gemeinsam mit Chlebnikow geschaffen hat: Sa-um. Manchmal auch als Zaum… Continue Reading „102. Der ganzen erstaunten und verwirrten Welt“

101. Die Spieler (The Boys)

Hier vier Zeilen aus dem Gedicht „The Boys“ von Oliver Wendell Holmes (1809-1894) zur freien Verwendung (hier das ganze Gedicht). Yes, we’re boys, –always playing with tongue or with pen,– And I sometimes have asked,– Shall we ever be men? (…) And when we have done… Continue Reading „101. Die Spieler (The Boys)“

100. Kein Ästhetizismus

Auch Michael Braun ist begeistert. Im Heft 101 der „Literaturen“ beschließt er seine Besprechung mit dem Ausruf: „Solange solche Gedichte geschrieben werden, braucht man die Frage nach dem blutleeren Ästhetizismus in der Lyrik nicht mehr zu stellen.“ Er gibt jedem behandelten Autor eine Berufsbezeichnung… Continue Reading „100. Kein Ästhetizismus“

99. Lyrikboomjahr 2011

Oh, je. Eigentlich wollte der Dichter Thomas Kunst keine Sonette mehr schreiben. Doch als Instrument der „Ermüdung, Polemik und Ernüchterung“ konnte er nicht von ihnen lassen. Zum Glück für uns Leser, sein neuer Band „Legende vom Abholen“ (Edition Rugerup) besitzt Suchtpotenzial. „Diskurse nur von… Continue Reading „99. Lyrikboomjahr 2011“

98. American Life in Poetry: Column 322

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE Cathy Smith Bowers was recently appointed poet laureate of North Carolina, and I want to celebrate her appointment by showing you one of her lovely poems, a peaceful poem about a peaceful thing. Peace Lilies I collect them… Continue Reading „98. American Life in Poetry: Column 322“

97. Gaddafibashing

Der Kritiker Lentz aus dem zdf.kulturpalast stellt das Buch von Gaddafi vor. ZDFKULTUR, 11.05.2011 20:15 VIDEO, 03:41

96. Aufruf zur Subskription

Vor 125 Jahren wurde Max Herrmann-Neiße geboren. Klaus Bellin schreibt im ND: Gleich zwei Verlage haben den Vergessenen nach Kriegsende mit ausgewählten Gedichten wieder ins Bewusstsein deutscher Leser geholt. 1946 erschien bei Oprecht, begleitet vom Aufsatz Stefan Zweigs, die Sammlung »Erinnerung und Exil« und… Continue Reading „96. Aufruf zur Subskription“

95. Frankfurter Lyriktage

vom 24.-28.5. Aus dem Programm Dienstag 24.5. 20 Uhr, Evangelische Stadtakademie Römer9 GEHIRN UND GEDICHT – ERÖFFNUNG DER FRANKFURTER LYRIKTAGE 2011 Lesung und Gespräch mit Raoul Schrott und Gert Scobel Mittwoch 25.5. 20 Uhr, Sinkkasten Arts Club MICHAEL LENTZ UND ULRICH WINTERS MERKEN WAS… Continue Reading „95. Frankfurter Lyriktage“

94. Sohn des Mittelmeers

Adonis wird mit dem Goethe-Preis 2011 „für seine eminente dichterische Begabung, für seinen Kosmopolitismus und für seinen Beitrag zur Weltliteratur ausgezeichnet. Ein Sohn des Mittelmeeres, ein leidenschaftlicher Rebell gegen die geistige Erstarrung der arabischen Kultur, fordern seine Dichtungen und seine Essays nicht [nur] die… Continue Reading „94. Sohn des Mittelmeers“

93. Idealer Preisträger

Bei der Deutschen Welle ein Gespräch mit Klaus Reichert, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, über F.C. Delius: Deutsche Welle: Herr Reichert, warum ist Delius für Sie der ideale Büchner-Preisträger 2011? Klaus Reichert: Wir werden jetzt mit dem Büchnerpreis sechzig Jahre alt.… Continue Reading „93. Idealer Preisträger“

92. Und wenn es nur ein Leser ist

Als sie ihr erstes Buch, „Gerschona“, einem deutschen Verleger anbieten wollte, fragte sie ihre Mutter, eine Auschwitz-Überlebende, um Erlaubnis. Diese befürwortete ihre Pläne: „Ich habe meinen Streit mit den Nazis, aber nicht mit der deutschen Kultur.“ Das Buch solle in einer deutschen Bibliothek existieren,… Continue Reading „92. Und wenn es nur ein Leser ist“

91. Mayröcker in Münster

Sie gilt als eine menschenscheue Zauberin der Worte, lebt in einer Wiener Altbauwohnung voller Zettel und ist neben Sarah Kirsch derzeit die bedeutendste Lyrikerin im deutschsprachigen Raum: Friederike Mayröcker, die eine ähnliche Aura umgibt wie Juliette Greco. Mayröcker stellt in Münster ihr großes Alterswerk… Continue Reading „91. Mayröcker in Münster“

90. Musik auf Dichtungen

Die drei Werke, die am gestrigen Abend im Berliner Konzerthaus ein spannendes und wunderbar balanciertes Programm formten, stellen drei verschiedene Reflexe auf Dichtungen dar. Anton Weberns ‚Im Sommerwind‘ leiht Titel und Stimmung von einem Naturgedicht Bruno Willes, Peter Ruzickas ‚…Inseln, randlos…‘ schließt in sich… Continue Reading „90. Musik auf Dichtungen“