Monat: April 2011

46. „Neger bin ich, Neger bleib ich“

Daß diese Farbigen einfach nicht politisch korrekt sein können. „Neger bin ich, Neger bleib ich“, sagt der französische Dichter Aimé Césaire, geboren 1913 auf der zu Frankreich gehörenden Insel Martinique. Er erfand gar ein eigenes Konzept dazu: Négritude. Schwarzsein. Negersein. Das war in den… Continue Reading „46. „Neger bin ich, Neger bleib ich““

45. Aktuell in Wien

Armes Wien – a never ending story! Twitter & Facebook melden: Helmut Seethaler  Heut frueh vorm FJ-Bahnhof: 3 ! Polizisten reisen 100e meiner gedichte herunter,die i naechtens an eine verschmutzte saeule klebte. War dabei nach meinem nachtdienst einen automaten-cafe zu holen: da stuermen 3… Continue Reading „45. Aktuell in Wien“

44. Lautland im Literaturcafé

In seinen Performances gurgelt, rappt und schmatzt Valeri Scherstjanoi bekannte und erfundene Laute. Im FIGARO-Lesecafé trifft der Lautpoet auf den Dichter Michael Lentz – ihre Begegnung kann zu einem Fest lyrischer Improvisation werden. Wer Angst vor experimenteller Lyrik hat, dem wird sie von Lentz… Continue Reading „44. Lautland im Literaturcafé“

43. Marion Poschmann Stadtschreiberin

drei Monate lang wohnhaft auf dem Stadtfriedhof, in direkter Nähe zu Hölderlins Gebeinen: Marion Poschmann (Schwäbisches Tagblatt) – ganz so schlimm ist es wohl nicht. Offenbar stimmt davon nur, daß sie Hölderlins Grab auf dem Stadtfriedhof von ihrem Fenster im Stadtschreiberhäuschen aus sehen kann… Continue Reading „43. Marion Poschmann Stadtschreiberin“

42. Noch einmal Hethiter

Die Türkei fordert die Rückgabe einer Sphinx, wurde vor kurzem gemeldet und von manchen Zeitungen kommentiert. Dahinter verbirgt sich eine komplizierte Geschichte, schrieb die Süddeutsche am 30.3. Seit etwa 100 Jahren weiß man, daß es außer ägyptischen und griechischen auch hethitische „Sfingen“ gibt, eine… Continue Reading „42. Noch einmal Hethiter“

41. Meisterstück

Der 1979 in Topeka/Kansas geborene und heute in New York lebende Lyriker Ben Lerner hat mit seinem furiosen Gedichtband „Die Lichtenbergfiguren“ ein Meisterstück moderner Sonettdichtung vorgelegt, in dem der Zusammenprall der ehrwürdigen Gedichtform Sonett mit den profanen Redeweisen und Fachsprachen des 21. Jahrhunderts kunstvoll… Continue Reading „41. Meisterstück“

40. Shortlist des kanadischen Griffin Poetry Prize

Der kanadische Griffin Poetry Prize wird jährlich in Höhe von je $65,000 an einen kanadischen und einen ausländischen Dichter vergeben. Jeweils $10,000 gehen an die übrigen Teilnehmer, die es auf die siebenköpfige Shortlist brachten, so daß keiner leer ausgeht. Insgesamt waren 450 Bücher aus… Continue Reading „40. Shortlist des kanadischen Griffin Poetry Prize“

39. American Life in Poetry Celebrates Sixth Anniversary

Free Column Restores Tradition of Poetry in Newspapers CHICAGO — The Poetry Foundation is pleased to announce the sixth anniversary of American Life in Poetry, a project that brings free poetry content to newspapers around the country. Founded by former U.S. Poet Laureate Ted Kooser,… Continue Reading „39. American Life in Poetry Celebrates Sixth Anniversary“

38. Vater und Sohn

Sein Vater stand an der Seite von Mao Zedong, als dieser auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1949 die Volksrepublik China ausrief. Ai Qing war der Vorzeigepoet der Kommunistischen Partei, seine Gedichte waren Pflichtlektüre in den Schulen (und Chinas Präsident Hu Jintao und Premier… Continue Reading „38. Vater und Sohn“

37. Das ideale Gedicht

Die Gedichte von Petra Ganglbauer, so wie sie in diesem Gedichtband versammelt sind, sind strenge Meditationen um ein Weiß, um eine Leere, die es so nicht gibt. Unter keinen Umständen und wie wir es auch drehen gibt. Das ideale Gedicht. Dieses Nicht gibt die… Continue Reading „37. Das ideale Gedicht“

36. Huchel und Kundera

Als Ludvík Kundera (1920-2010) Mitte der 1950er Jahre Schwierigkeiten in Prag und Brünn hatte, half ihm Huchel, so gut er konnte. Als Huchel in den 1960er Jahren verfemt war, unterstützte ihn Kundera. 1958 veröffentlichte Kundera, Vetter des Romanciers Milan Kundera, seine ersten Übersetzungen der… Continue Reading „36. Huchel und Kundera“

35. Bartschs Berg-Werk

Bartsch fasziniert mehr das Nordische und Germanische – vor allem aber ist Mitteldeutschland seine poetische Provinz, das Mansfeldische zumal, wo Novalis, der romantische Poet der »Hymnen an die Nacht« und der Bergbau-Pionier, der Salinenassessor und Amtshauptmann wirkte. Bartsch widmet ihm den Zyklus »Licht der… Continue Reading „35. Bartschs Berg-Werk“

34. Wagners Wortwandern

Zwischen zwei Polen reimt sich Jan Wagners Gedicht-Buch „Australien“ ins Offene, Fremde, Neue. Den einen könnte man mit Joseph von Eichendorff nennen: „Ach, wer da mitreisen könnte!“ Den anderen mit Fernando Pessoa: „Nur äußerster Mangel an Einbildungskraft rechtfertigt, dass man auf Reisen geht; existieren… Continue Reading „34. Wagners Wortwandern“

33. Weißrussland: schwarze Liste mit unerwünschter Kultur

Das Papier wirkt unwirklich, wie eine Reminiszenz an die alte Zeit der Parteiendiktatur. Es ist dünn, ähnlich dem Papier, das man in der Sowjetunion gebrauchte. Es fehlen Stempel, Unterschriften, all die Insignien, die das Papier als ein offizielles Dokument der weißrussischen Bürokratie ausweisen würden.… Continue Reading „33. Weißrussland: schwarze Liste mit unerwünschter Kultur“

32. Concerning My Neighbors, the Hittites

  BY CHARLES SIMIC   Great are the Hittites. Their ears have mice and mice have holes. Their dogs bury themselves and leave the bones To guard the house. A single weed holds all their storms Until the spiderwebs spread over the heavens. There… Continue Reading „32. Concerning My Neighbors, the Hittites“