Monat: März 2011

122. Bildungsstolz und Aroma

In seiner «Fußnote zu Rom» brauchte der Dichter Günter Eich einst nur wenige Zeilen, um sich von der monumentalen Kultur-Zumutung der abendländischen Gründungsmetropole zu verabschieden: «Ich werfe keine Münzen in den Brunnen, / ich will nicht wieder kommen. // Zuviel Abendland, / verdächtig.» Angesichts… Continue Reading „122. Bildungsstolz und Aroma“

121. Pastior-Projekt

Am Samstag, 2. April, beginnt der zweite Tag des Lyrikertreffens Münster mit einem Pastior-Projekt (11 Uhr, Theatertreff Städtische Bühnen). Urs Allemann, Schriftsteller aus Basel, wird Texte des Georg Büchner-Preisträgers Oskar Pastior lesen. Über den aktuellen Stand der biographischen Forschung berichtet Ernest Wichner. Dieser kann… Continue Reading „121. Pastior-Projekt“

120. Literarischer März

Der März geht dem Endde entgegen, der „Literarische März“ ist da: Lyrikwettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis und die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise in der Centralstation Darmstadt, Im Carree (Nähe Luisenplatz) 25. und 26. März 2011 Teilnehmer 2011 Ast, Ann-Kathrin Bresemann, Tom Falberg, Tobias Kokot, Sascha Krause, Thilo Küchenmeister, Nadja Popp,… Continue Reading „120. Literarischer März“

119. Meine Anthologie: Gedichte für alls volck

Die roughbooks-Bände sind innovativ und gute Lektüre und eine verlegerische Tat, aber manches der früheren Produktion hätte darin nicht Platz. Einige der anspruchsvollen Übersetzungsprojekte gehören dazu, die Zanzotto-Ausgabe, Ghérasim Luca, Lapsus linguae /  Das Körperecho.  Frz./ Dt., Gellu Naum…, die Reihe der Pastior-Lektüren mit… Continue Reading „119. Meine Anthologie: Gedichte für alls volck“

118. Warum keine

Zeitung darüber schreibt? Sehen Sie den Leserbrief  zu #113. In Wien.

117. LYRIK 25.3.11. Daniela Seel, Dmitry Golynko, István Kemény, Tobias Herold

Freitag, 25. März · 20:00 – 23:00 “Ausland” – Territory for experimental music, performance and art Lychener Str. 60 10437 Berlin Berlin, Germany Lyriklesung: Daniela Seel Dmitry Golynko István Kemény Tobias Herold 25 Mar 2011 – 20:00 http://ausland-berlin.de/ [Geöffnet ab 20 Uhr / Beginn… Continue Reading „117. LYRIK 25.3.11. Daniela Seel, Dmitry Golynko, István Kemény, Tobias Herold“

116. Splitter

Es gibt viele andere Schriften mehr, alle unter dem immer gleichen rotweiß gestreiften Heftdeckel mit dem magischen Schriftzug „rot“ und dem rätselhaften Leitmotiv von Ernst Bloch auf dem Rückdeckel: „Es gibt auch rote Geheimnisse in der Welt, ja, nur rote.“ / Ludwig Harig über… Continue Reading „116. Splitter“

115. Die neuen

politischen Zeit-Gedichte handeln vom Krieg: Nora Bossong und Monika Rinck. Kein Murx. Kaufen. Oder in die Bibliothek gehen. Bisher: POLITIK UND LYRIK. Macht, Gedichte (Einleitung) Zeit 11 Monika Rinck, SELIG | Marion Poschmann, die zwei Körper der Kanzlerin | Jan Wagner, giersch Zeit 11 Hier Hendrik Rost,… Continue Reading „115. Die neuen“

114. Loose

Loos des Lyrikers heißt ein Gedicht von Platen. Dann also Schiksaal des Schurnalisten, der ständig erleben muß, daß eher Ephemeres ein Dutzend Kommentare und 100e Klicks erfährt, während das Wirklich Wichtige übersehen wird. Uff, dann macht er weiter.

113. In Wien

ist es schon besonders. Da interessieren sich auch Polizei, Verwaltung und Gewerbe für Gedichte. Helmut Seethaler zwitschert: Erwarte nicht,dass morgen um 2h nacht eine/r vorm FJ-bahnhof wartet. Da aber polizei+magistrat+wiener-linien-leut mitlesen: werd ich diese verhinderer meiner gedichte erwarten….wird sicha wida a theata. Und a… Continue Reading „113. In Wien“

112. Servais-Präis fir Jean Krier

De Servais-Präis 2011 geet un de Jean Krier fir säi Gedichtband ‚Herzens Lust Spiele‘ (poetenladen), fir deen en och de Chamisso-Präis krut. De Prix Servais gëlt als dee renomméiertste Lëtzebuerger Literatur-Präis. Zënter 1992 gëtt en all Joer op Propose vun enger onofhängeger Jury fir dat… Continue Reading „112. Servais-Präis fir Jean Krier“

111. Chronotopische Gedichte

Noch immer weiß Marcus Roloff nicht recht, was passiert, wenn das Schreiben beginnt. „Es sind Einfälle, ein besseres Wort gibt es da nicht, und dann beginnt das Arbeiten.“ Eines aber sei klar. Gedichte seien weder Abbild der äußeren Wirklichkeit noch Abbild der inneren Wirklichkeit… Continue Reading „111. Chronotopische Gedichte“

110. Ehrung für Aimé Césaire im Pantheon

Am 6. April wird der Präsident der Französischen Republik den Dichter und homme politique Aimé Césaire (1913 – 2008) durch eine Gedenktafel im Pantheon ehren. Aimé Césaire stammt aus Martinique und studierte in Paris, wo er eine erste Zeitschrift L’étudiant noir herausgibt, in der… Continue Reading „110. Ehrung für Aimé Césaire im Pantheon“

109. Gedicht

MOMBASA ISLAND, ZWEITER JULI, MEINE LIEBSTE Yasmouni, arbeite hier seit gestern als Entwicklungshelfer, brauche Ablenkung, bevor ich Endlich wieder was mit einer Frau Anfange, zuviel Freundschaft zuletzt immer und Zuwenig Liebe, es ist immer das Gleiche, bemühe ich mich um Eine, geht sie am… Continue Reading „109. Gedicht“

108. Silvia Schlenstedt gestorben

Zum Tod der Germanistin Silvia Schlenstedt schreibt Georg Fülberth in der Tageszeitung junge Welt: Die junge Germanistikstudentin versuchte, wie sie sich 2004 in einem Interview erinnerte, »marxistisch zu arbeiten, ohne Lukács zu folgen«. Eine Gegenposition fand sie bei Brecht, über dessen »Svendborger Gedichte« sie… Continue Reading „108. Silvia Schlenstedt gestorben“