Monat: September 2010

68. Mutlos?

Mit den Kindergedichten von Chibo Onyeji werden die Phantasie und vor allem die Neugierde von Kindern geweckt. Vorausgesetzt man beherrscht Igbo, denn erschienen ist der neue Band des in Österreich lebenden Autors in einem Verlag in Enugu/Nigeria. Mit diesen Gedichten kehrt Chibo Onyeji an… Continue Reading „68. Mutlos?“

67. Nicht wutlos

Keineswegs leiser und wutloser ist auch der 88-jährige Georg Kreisler geworden, der über Lyrik, Kritiker, sowie politische Zustände sprach und mit Barbara Peters Liedtexte wie „Taubenvergiften im Park“ oder, leicht modifiziert, „Wien ohne Wiener“ las. Ein Highlight, das von jungem Publikum gestürmt wurde und… Continue Reading „67. Nicht wutlos“

66. Meine Anthologie 56: Peter Hacks, Rote Sommer

ROTE SOMMER Derweil der große Haufen sich, in überengen Behältern drangvoll duldend wie auf Viehtransporten, Aus Deutschlands nördlich milden Breiten oder Längen Hinquält zu seinen grauenhaften Urlaubsorten, Begeben Preußens dünkelhafte Kommunisten, Gewohnt, in völliger Absonderung zu glänzen, In Linnen leichtgewandet, duftenden Batisten, Nach ihren… Continue Reading „66. Meine Anthologie 56: Peter Hacks, Rote Sommer“

65. Datenschreiber IV: Nemesis Divina – Marc Bolans Bein

Den vierten Teil der Lettrétage-Datenschreiber-Serie widmen Ann Cotten und Bert Papenfuß dem Superstar des Glamrock, Marc Bolan an dessen 33. Todestag. Aber auch Carl von Linné könnte eine gewisse Rolle spielen. Neugierig? Weiteren Aufschluss erhalten Sie – vielleicht – unter http://www.datenschreiber.net. Auch ein Besuch… Continue Reading „65. Datenschreiber IV: Nemesis Divina – Marc Bolans Bein“

64. Kein Religionsstifter

Schon die beiden Ägyptologen James Henry Breasted (USA) und der Brite Arthur Weigall hatten vor rund hundert Jahren nach dem Fund des so genannten Großen Sonnenhymnus in Amarna Echnaton zum ersten Kandidaten für die Stelle des Ur-Monotheisten gekürt. Damit begründeten sie eine Genealogie, deren… Continue Reading „64. Kein Religionsstifter“

63. Lieblingsgedichte

Die neue Ausgabe des „Echtermeyer − Deutsche Gedichte“, erschienen im Cornelsen Verlag, nimmt die FR zum Anlass einer Serie „Lieblingsgedichte“: FR-Redakteure stellen geschätzte Werke vor. Am 13.9. Lia Venn über ein GHedicht von Conrad Ferdinand Meyer.

62. Neuropolitik Teil IV & EEE-Teil 8: Taugt „DAS GROßE STAUNEN“ als Lebensphilosophie für das 23.Jahrhundert?

„Auch ist nichts Mystisches oder Übernatürliches in der Natur vorhanden – was nicht bedeutet, daß wir mit unserem Gehirn alles verstehen können. Es liegt aber soviel Wunderbares – für uns offen oder noch versteckt – in der Natur, daß schon dadurch unsere Ehrfurcht davor… Continue Reading „62. Neuropolitik Teil IV & EEE-Teil 8: Taugt „DAS GROßE STAUNEN“ als Lebensphilosophie für das 23.Jahrhundert?“

61. Meine Anthologie: Grammatik

Hölderlin und Goethe müssen warten. Ablenkung vor nicht ganz freudvoller Arbeit findet sich trotzdem. Ein Zufallsfund im Netz erinnert mich an ein Buch: „Die schönsten Gedichte aus Pakistan und Indien. Islamische Lyrik aus tausend Jahren“, herausgegeben von Annemarie Schimmel (C.H. Beck 1996). Qadi Qadan… Continue Reading „61. Meine Anthologie: Grammatik“

60. American Life in Poetry: Column 286

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE One of my friends told me he’d seen a refrigerator magnet that read, PARENTING; THE FIRST 40 YEARS ARE THE HARDEST. Here’s a fine poem about parenthood, and about letting go of children, by Chana Bloch, who lives… Continue Reading „60. American Life in Poetry: Column 286“

59. Der Lyriker Walle Sayer wird heute 50

… und arbeitet an einem neuen Gedichtband, berichtet die Südwestpresse. In Freiburg stellt Walle Sayer im Rahmen des Literatursommers 2010 seine Beiträge zu der Anthologie „Unverhofftes Wiedersehen“ vor: am 22. September um 20 Uhr in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof. In Nordstetten liest er… Continue Reading „59. Der Lyriker Walle Sayer wird heute 50“

58. Böhmers Meta-Gedicht

Nie zuvor war der Tod, das Ende aller Erfahrung, aller Assoziationen und aller Worte, so tief und klar in Paulus Böhmers Gedichte eingeschrieben wie „Am Meer. An Land. Bei mir“. Das Meta-Gedicht in drei großen Abschnitten ist ein einziges atmendes, pulsierendes Todesschäumen und Verwesen… Continue Reading „58. Böhmers Meta-Gedicht“

57. Mark Linenthal gestorben

Mark Linenthal starb am Sonnabend nach langer Krankheit in San Francisco im Alter von 88 Jahren. „Er war liberal. Er war gut. Er besaß eine große Ausstrahlung“, sagte Beat-Poet Michael McClure. Er wurde 1921 in Boston geboren. Er studierte an der Harvard-Universität, wo er… Continue Reading „57. Mark Linenthal gestorben“

56. Fliegen

«Fliegen summten in den stillen, niedrigen Stuben», heisst es einmal in einem Gedicht von Jürgen Becker, schon dehnt sich der Augenblick aus, und es beginnt eine «lange Reise, hin und her / zwischen den Flügeln des Einst und Nochnicht». / NZZ 9.9.

55. Ungereimt und ungedeutet

«Das Leben ist kein Roman», schreibt Einzinger in «Ein Messer aus Odessa». Also ist es ein Gedicht! Wenn aber das Leben schon ein Gedicht ist, wozu dann noch Gedichte schreiben? Noch radikaler als im Roman beschränkt Einzinger in der Lyrik seine Rolle als Autor… Continue Reading „55. Ungereimt und ungedeutet“

54. Instandsetzung des Morgens

Das „Aktuelle Forum“ hat es wieder einmal geschafft: Zum Programmstart des zweiten Halbjahres war mit Reiner Kunze ein Schwergewicht der deutschen Nachkriegsliteratur zu Gast im Rinkeroder Pfarrzentrum. Über 100 Zuhörer waren gekommen, um von dem Schriftsteller etwas zum Thema „Instandsetzung des Morgens – Tagebuchnotizen… Continue Reading „54. Instandsetzung des Morgens“