Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Eine richtig richtig richtig böse Liste mit den „15 am meisten überschätzten Autoren“ hat Anis Shivani für Huffington Post zusammengestellt. Bei den meisten handelt es sich um staubtrockene Lyriker, die hierzulande völlig unbekannt sind, aber ein paar Promis stehen auch drauf, zum Beispiel Jonathan Safran Foer… das meldet… Continue Reading „71. Überschätzte unbekannte staubtrockene Lyriker“
Der bekannte turkmenische Dichter Gozel Shagulyeva begeht seinen 70. Geburtstag. Der Präsident Gurbanguly Berdimuhamedov nennt ihn in einer Grußadresse „einen herausragenden Dichter des unabhängigen neutralen Turkmenistan, der viel dafür getan hat, die Poesie und Literatur seines Landes zu fördern“. (Unabhängig oder nicht, die Nachricht… Continue Reading „70. Geburtstag“
Regelmäßig reist Leisten nach Marokko, wo 2009 auch in arabischer Übersetzung sein faszinierender Prosaband „Marrakesch, Djema el Fna“ erschien, und die Eindrücke, die er dort und auch in zahlreichen Ländern Europas gesammelt hat, finden sich in seinen neuen Gedichten wieder. Er ist ein Dichter,… Continue Reading „68. Leuchten, auch ohne Kontext“
Der Bochumer Kabarettist und Schriftsteller Fritz Eckenga, Jahrgang 1955, erhält in diesem Jahr den mit 5000 Euro dotierten Peter-Hille-Literaturpreis ‚Niemheimer Schuhu‘. Die Jury des alle drei Jahre verliehenen Preises hob das kritische Zeitbewusstsein des Autors ebenso hervor wie seine hohe sprachliche Virtuosität. / Süddeutsche… Continue Reading „67. Niemheimer Schuhu“
Mit ihrem Gedichtband „Mein lieber Fisch“ hat Arezu Weitholz das schwierige Feld der Lyrik aufgelockert. Die ehemalige Journalistin schreibt in Berlin-Kreuzberg an ihrem nächsten Buch und arbeitet seit Längerem mit Herbert Grönemeyer zusammen. / Bettina Ritter, DLR 11.8.
Dieser Dichter hat eigentlich Angst, die Dinge zu benennen, und es gelingt ihm, diese Angst auch uns einzuflößen. Wie besessen holt er Wörter hervor, welche zwar nicht die Dinge sind, aber doch so nahe bei ihnen, dass sie stellvertretend deren Härte, Geruch, Farbe und… Continue Reading „65. Angst, die Dinge zu benennen“
Albert Hofmann, der Erfinder des LSD, und der konservative Schriftsteller Ernst Jünger lernten sich 1949 kennen. Nach gemeinsamen Experimenten mit der halluzinogenen Droge schrieb Jünger das 1952 erschienene Buch ‚Besuch auf Godenholm‘. Hofmann veröffentlichte seine Erinnerungen an die Versuche erstmals 1979 in ‚LSD mein… Continue Reading „64. Ernst Jüngers erster LSD-Trip“
Aus London kommend breitet sich seit dem iPad-Start unter jungen Autoren eine Mode aus, ein radikales Retro-Experiment für potentielles Schreiben: Sie kaufen sich Olivettis und andere Schreibmaschinen aus der ersten Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts. Dann berichten sie mit glänzenden Augen von ihren Schreibexperimenten jenseits… Continue Reading „63. Tippfehler“
Im Beirut39.blogspot spricht der seit 2002 in Madrid lebende ägyptische Dichter Ahmad Yamani über sein Gedicht „Die Utopie der Friedhöfe“, das ins Englische übersetzt wurde. Darin über den Unterschied zwischen Zynismus und Satire: Der Zyniker spricht von einem höheren Standpunkt und verströmt das Gefühl… Continue Reading „62. Wutfreies Howl“
Über jede noch so nicht nennenswerte Stadt hat er ein Gedicht geschrieben und wirklich keine kommt gut davon. Sei es nun Paderborn, Kassel, Madrid oder Stockholm – er schafft es, sich in jeder Stadt die Ehrenbürgerschaft zu vermiesen. / Südkurier über Thomas Gsella
Als der politische Druck für sie zu groß wurde, flüchtete Sanaz Zaresani 2008 nach Deutschland. Seither übt sie öffentlich regelmäßig Kritik an den Zuständen in ihrer Heimat, vor allem an den ständigen Repressalien, die unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad stark angestiegen sind. In ihrem Erstlingswerk… Continue Reading „60. Hier ist Iran“
Während der Zeremonie trugen die Islamisten Gedichte und Gesänge vor, die den Märtyrer-Tod verherrlichten. / Bild
Nüchtern kommentiert sie im Zeugenstand am Kieler Landgericht: „Gedichte sind nicht geschickt worden.“ / Wedel-Schulauer Tageblatt
„Ich bin in der Anstalt – Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk“ heißt das neue Buch der österreichischen Dichterin, erschienen bei Suhrkamp. Beim MDRein Gespräch, das Michael Hametner mit der Autorin führte. Friederike Mayröcker ist eine der ganz großen Sprachkünstlerinnen und das schon seit mehr… Continue Reading „57. Beschwörerin der Worte“
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