Monat: Juni 2010

49. Sprachwechsel

Global Literature ist eine Literatur in Bewegung, eine Literatur ohne festen Wohnsitz, eine Literatur der Unbehaustheit, sehr oft überdies eine Literatur der Nicht-Muttersprachlichkeit, die von Sprachwechslern geschrieben wird. Türken, Serben, Bosnier, Bulgaren, Ungarn, Tschechen, Russen wandern in die deutsche Sprache ein und mutieren zu… Continue Reading „49. Sprachwechsel“

48. Flaschenpost

Franketienne, durch das Erdbeben vom 12. Januar wurde ein großer Teil Haitis bis auf den Grund zerstört. Wie stark hat das Erdbeben auch das kulturelle Leben vernichtet? Haiti steht zurzeit unter Vormundschaft. Es ist nicht souverän. Alle Entscheidungen werden von den Geldgeberländern getroffen. Die… Continue Reading „48. Flaschenpost“

47. Häftlinge ver’dichten‘ Castrop-Rauxel

Wie berichtet, wird im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 jeder der 53 Städte und Gemeinden eine spezielle Zeit eingeräumt, in der sie ihre Ideen zu Ruhr 2010 präsentieren können. „Vom 20. Juni bis Ende August 2010 zeigt sich Castrop-Rauxel dank einer Idee seines Autors Roy… Continue Reading „47. Häftlinge ver’dichten‘ Castrop-Rauxel“

46. LITERARISCHE ALPHABETE

15. Juni 2010, 20 Uhr in der Sächsischen Akademie der Künste (Blockhaus), Neustädter Markt 19, Dresden Gustav Januš (St. Jakob im Rosental) liest aus seinem neuen Buch „Wort, verwandelt in Farben“ und spricht mit Patrick Gorre über seine Kindheitssprache Slowenisch und die Suche nach… Continue Reading „46. LITERARISCHE ALPHABETE“

45. „Deutschland sucht die größte Schnauze“

Tach liebe Leute, das ist eine Preisfrage bei der man gewinnt, wenn denn das Jahrzehnt im richtigen Jahrhundert genannt wird, oder der Autor. Einsendeschluß für „Deutschland sucht die größte Schnauze“ 12 Juni 2010 — –> „Nicht allen Staatsumwälzungen gehen Zeichen und Warnungen voraus; es… Continue Reading „45. „Deutschland sucht die größte Schnauze““

44. Wie das Kitzeln von Forellen

Schon der erste Vers kann ein Druckgefühl hinter den Augen auslösen. Romane und Filme katapultieren einen, rastlos modern, wie sie sind, vorwärts ode rückwärts durch die Zeit, über Tage, Jahre oder gar Generationen hinweg. Die Lyrik hingegen mit ihren Eindrücken und Urteilen balanciert auf… Continue Reading „44. Wie das Kitzeln von Forellen“

43. Arbeiterliteratur

Nagut, man könnte jetzt diskutieren, ob die Gedichte von Lorine Niedecker und Emily Dickinson, die Bill Murray dem guten Dutzend verblüffter Bauarbeiter im Rohbau des Poet’s House in Manhattan, Battery Park, vorträgt, strenggenommen tatsächlich in die Kategorie “Arbeiterliteratur” fallen. ABER: Sieht es nicht verdammt nach… Continue Reading „43. Arbeiterliteratur“

42. Einsendeschluss für den 18. open mike

Am 15. Juli 2010 ist Einsendeschluss für den 18. open mike – Internationaler Wettbewerb junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik. Der open mike wird ausgeschrieben von der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation und ist mit insgesamt 7.500 EUR dotiert. Teilnehmen können deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die nicht… Continue Reading „42. Einsendeschluss für den 18. open mike“

41. Ackermanns Lied vom Tod

Die Deutsche Bank wettet auf den Tod. Seit 2005 verkauft sie Fonds, die sich für Anleger rechnen, wenn Lebensversicherungen früh ausgezahlt werden. So klingt Lyrik: „Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken“ beginnt der Prospekt, in dem die Deutsche Bank ihr… Continue Reading „41. Ackermanns Lied vom Tod“

40. Ensemble Alternance: Zwischen Lyrik und Musik

Dienstag, 08 Juni 2010 Einlass 19:00, Beginn 20:00 Uhr sendesaal bremen Das Konzert ergründet die Beziehungen zwischen Lyrik und zeitgenössischer Musik, die sich in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts eigenartig gelockert haben. Eine mögliche Erklärung für diese Abkehr ist sicher die ästhetische Entwicklung… Continue Reading „40. Ensemble Alternance: Zwischen Lyrik und Musik“

39. Poetik-Dozentur

Zum Sommersemester 2010 richtet die Universität in Landau eine Poetik-Dozentur ein. Unter dem Motto „LITERATUR jetzt!“ kommen künftig namhafte Literaten jedes Semester nach Landau und stellen dabei ihre Werke vor. Erste Inhaber der Dozentur: Der Dichter Eugen Gomringer und seine Tochter Nora. Vom 15.… Continue Reading „39. Poetik-Dozentur“

38. Schinkels Dichten

André Schinkels Verse sind in klassischer Metrik gesetzt, durch Reim gebunden, Genitivmetaphern finden sich häufig, Komposita ebenso wie das schmückende Beiwort, das ganze Programm also: Er beruft sich auf das Pathos tradierten lyrischen Sprechens. Dieser Anspruch zeigt sich vom ersten Buchstaben an: Er schreibt… Continue Reading „38. Schinkels Dichten“

37. Sekt

„Als ich geboren wurde, im Dezember 1909, trank mein Vater eine Flasche Sekt, er konnte es sich leisten.“ So stellte sich der junge jüdische Autor Hans Keilson der Öffentlichkeit vor, als 1933 sein Buch „Das Leben geht weiter“ im S.-Fischer-Verlag erschien. / FAS 6.6.… Continue Reading „37. Sekt“

36. American Life in Poetry: Column 272

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE Whether we like it or not, we live with the awareness that death is always close at hand, and in this poem by Don Thompson, a Californian, a dead blackbird can’t be pushed out of the awareness of… Continue Reading „36. American Life in Poetry: Column 272“

35. Friesische Lyrik als Widerstand

Der Kieler Frisist Dr. Ommo Wilts würdigt am Mittwoch, 11. August, Mungards besondere Persönlichkeit, der Vortrag heißt „Friesische Lyrik als Widerstand“. / Die so angekündigte Pressemitteilung ist „bislang nicht für Journalisten freigegeben“. Wikipedia weiß: Jens Emil Mungard (* 9. Februar 1885 in Keitum; †… Continue Reading „35. Friesische Lyrik als Widerstand“