Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die österreichische Dichterin Friederike Mayröcker erhält den Horst-Bienek-Preis für Lyrik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 85-Jährigen am 18. Mai in der Münchner Residenz überreicht. Mayröcker sei eine „der kreativsten und vielseitigsten Sprachkünstlerinnen der Gegenwart“.… Continue Reading „76. Horst-Bienek-Preis für Mayröcker“
Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt von Silvio Rodríguez, den internationale Medien in den vergangenen Wochen gegen die Revolution in Stellung zu bringen versuchten. So hatten unter anderem der Spiegel und die Frankfurter Allgemeine Zeitung behauptet, Rodríguez habe »Castro die Gefolgschaft« gekündigt. Das »Nachrichtenmagazin«… Continue Reading „75. Rrrevolución ohne „R““
Martina Werner war erfolgreiche Lyrikerin, ihre Gedichte erschienen im Suhrkamp-Verlag. Dann genügten ihr die Worte nicht mehr. In den Siebzigerjahren begann ihre Auseinandersetzung mit den Bildenden Künsten, 1979 legte sie den Grundstein für das Gesamtkunstwerk „Señor Mendoza und der C-Stamm“, in dem ein fiktives,… Continue Reading „74. Gesamtkunstwerk“
Donnerstag, 15. April, 19h30 Akademie für gesprochenes Wort Richard-Wagner-Straße 16 Stuttgart Maulana Dschalaldin Rumi ist der bedeutendste Dichter der persischislamischen Mystik. Er starb mit 65 Jahren im Jahre 1273. Abgesehen vom Koran hat sein Werk, welches die Sehnsucht nach der Wiedervereinigung mit Gott thematisiert,… Continue Reading „73. „Das Lied der Flöte“, Gedichte von Maulana Jalaladdin Rumi“
Bendel hofft also auf eine Renaissance der Lyrik via Mobiltelefon. Zumindest bei der Vermarktung seiner Haikus hat das neue Medium Bendel schon geholfen. „Um Lyrik reißen sich die Verlage ja nicht gerade“, weiß Bendel. „Man muss seine Gedichte anbieten wie Sauerbier.“ Oft genug müssen… Continue Reading „72. Handy-Haikus“
Der dünne „Welt“-Beitrag über Lyrik (#66. “Das ist das Problem der Lyriker”) geht also auf eine Agenturmeldung zurück. Heute eine ausführlichere Fassung bei der Badischen Zeitung, die so beginnt: Die Lyrik fristet im Buchhandel ein Nischendasein; ihre Auflagen sind wirtschaftlich kaum von Bedeutung. Oft seien… Continue Reading „71. „Die reinen Lyriker bleiben auf der Strecke““
Die New Yorkerin wurde einst mit der Folkrockrand 10.000 Maniacs berühmt, von der sie sich 1993 trennte, um eigene Wege zu gehen. Auf ihrem neuen Soloalbum hat sie uralte englische Lyrik vertont, die sie auch gerne mal mit modernem Reggae mixt. „Jamaica gehörte früher… Continue Reading „70. „Natalie Merchant rettet alte Gedichte““
Modernen Autoren fällt das Schreiben gewöhnlich schwerer als mittelalterlichen Kopisten, schwerer auch – wie Thomas Mann einmal festhielt – als anderen Menschen. Deshalb sind sie die meiste Zeit ihres Wirkens gar nicht mit Schreiben, sondern mit Nicht-Schreiben befasst. Für die Nachwelt blieben davon neben… Continue Reading „69. Randzeichnungen“
Award recognizes lifetime accomplishment with $100,000 prize CHICAGO — The Poetry Foundation is pleased to announce that poet Eleanor Ross Taylor has won the 2010 Ruth Lilly Poetry Prize. Presented annually to a living U.S. poet whose lifetime accomplishments warrant extraordinary recognition, the Ruth… Continue Reading „68. Eleanor Ross Taylor Awarded 2010 Ruth Lilly Poetry Prize“
Gestern abend bei Arte (ich kannte mal einen, Professor, der sagte ganz unironisch, er habe noch nie was bei Arte gesehen) John Neumeyer über Nijinsky. Darin (aus dem Gedächtnis zitiert) dies: Eine neue Form der Lyrik zu erfinden, die nicht von der Lyrik des… Continue Reading „67. Keine neue Form in Sicht?“
Wann habe ich zuletzt „Die Welt“ gelesen? Gerade eben, im World weit weg. Da schreibt ein Anonymus: Wann haben Sie ihren letzten Lyrik-Band gekauft? Tja, ist wohl schon länger her. Das ist das Problem der Lyriker. Ihre Bücher gehen schlecht. Der renommierte Schweizer Verleger… Continue Reading „66. „Das ist das Problem der Lyriker““
Werte freundliche Beobachter, Mithelfer, Autoren, Leser von luxbooks, Rae Armantrout (*1947) erhält dieses Jahr den Pulitzer Prize for Poetry für ihren Band „Versed“, der zuvor bereits für den National Book Award nominiert war. Sie war letztes Jahr in Deutschland zu Gast und hat mit… Continue Reading „65. Einladung“
Auszug aus der Rezension des Bandes „Frenetische Stille“ durch Tom Schulz, Poetenladen 24.3.: Seitdem hat sich sein Blick fokussiert auf metropolitane Dichtung. Fanden sich in Fragmentierte Gewässer (Berlin Verlag, 2007) deutliche Spuren von Rudimenten des Naturgedichts, die Winkler in hohem Maße ironisch-süffisant verabschiedet hat, so sind im… Continue Reading „64. Metropolitan“
Bei Textem führt Carsten Klook ein Gespräch mit Ron Winkler über seine neuen Gedichte. Zwei Ausschnitte: Eine der Ideen für die neuen Gedichte war die der Kontamination. Einer Kontamination mit Interessen und Sprechweisen des eigenen Oeuvres, vor allem aber einer Kontamination mit jener grundlegenden… Continue Reading „63. Grundlegende Verstörung (und hier und da gebündelte Revolteabordnungen)“
Eine Position des Außerhalb, des kunstvollen, aber randständigen Schreibens nehmen oft auch die Autoren der nach wie vor besten deutschsprachigen Lyrik-Zeitschrift „Zwischen den Zeilen“ ein. In der aktuellen Nummer 31 von „Zwischen den Zeilen“ präsentieren sich einige Autorinnen und Autoren, die ihre literarische Sozialisation am… Continue Reading „62. Leipziger Temperamente“
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