Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
England ist teuer, die Moral rigide, eine „schwere Decke aus Mutlosigkeit und Frustration“ liegt über dem Land, „where nobody is well“, wie Auden schreibt. Ausland bedeutet Befreiung, und Deutschland ganz besonders. D. H. Lawrence erlebt hier und mit seiner deutschen Frau Frieda von Richthofen… Continue Reading „121. „Berlin meant boys““
Die mutigen Gedichte einer saudischen Hausfrau gegen „böse“ extremistische Fatwas muslimischer Geistlicher haben ihr Todesdrohungen eingebracht, aber sie könnten ihr auch den 1,3-Millionen-Dollar-Lyrikpreis des Emirati-Fernsehens bescheren. Vor dem Finale der Sendung „Millionen-Dichter“ am Mittwoch in Abu Dhabis Staatsfernsehen sind alle Augen auf Hissa Hilal… Continue Reading „120. Das Böse aus den Fatwas“
92. stadt / land / fluss61 Besuche 83. Kaumsolz49 Besuche 77. Sanft und gelassen … aus dem Fegefeuer47 Besuche 89. Ernst Herhaus ist gestorben45 Besuche 96. Brauchen wir in Zeiten des E-Books überhaupt noch Verleger?34 Besuche 10. Und was ist politische Lyrik?28 Besuche [Dauerbrenner seit einem halben Jahr, warum auch… Continue Reading „119. Top Rück-Klicks (die vergangene Woche)“
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE All over this country, marriage counselors and therapists are right now speaking to couples about unspoken things. In this poem, Andrea Hollander Budy, an Arkansas poet, shows us one of those couples, suffering from things done and undone.… Continue Reading „118. American Life in Poetry: Column 261“
Gewiss mag es für Sechstklässer sinnvoll sein, Vokabeln mit bunten Legekärtchen zu wiederholen. Ob es aber wirklich dazu dient, dass Achtklässer „mit Lust und Laune lesen“, wenn sie Heines Loreleylied rückwärts buchstabieren? Und wer bekommt schon ein Gefühl für Goethes Gedichte, wenn er sie… Continue Reading „117. Didacta“
Jahman Anikulapo lud Freunde und Angehörige zu einer Feier für Odia Ofeimun zum 60. Geburtstag. Der Schriftsteller Festus Iyayi sagte: „Odia ist ein großer Intellektueller. Der Odia, den ich kenne, zieht es vor, sich an anderer Leute Leben zu verschenken. Odia ist für mich… Continue Reading „116. Odia Ofeimun“
ZEIT ONLINE: … Lyrik. Interessieren Sie sich dafür? [Clemens] Meyer: Ja, sehr. Ich hab ein paar Spezialisten. Das kam erst in den letzten Jahren. Doch ein gutes Gedicht hat mich schon immer interessiert. ZEIT ONLINE: Welche Spezialisten? Meyer: Der leider verstorbene Wolfgang Hilbig war einer… Continue Reading „115. Sprachschärfung“
Wer hat schon beobachtet, wie Frauenkörper Gedichte vortanzen oder Hände ein klassisches Ballett imitieren? … Dass es sich bei diesem überreizten Spektakel nicht um einen Majorettenmarsch handelt, sondern die Truppe in Wahrheit im Flaggenalphabet das «Manifesto della donna futurista» aus dem Jahr 1912 verbreitet,… Continue Reading „114. Subversive Körper“
Kathrin Schmidt ist wieder da. Das ist sie natürlich schon lange – regelmäßig hat sie in den vergangenen Jahren Prosa veröffentlicht, zuletzt den hoch prämierten Roman «Du stirbst nicht» (siehe Literaturen 04/2009). Lyrik von der einst mit dem Leonce-und-Lena-Preis bedachten Autorin dagegen suchte man… Continue Reading „113. Wieder da“
„Caravaggio ist unser Zeitgenosse“, schreibt Henning Mankell über den frühbarocken Maler Michelangelo Merisi und dichtet: „Er sieht unsere Zeit, / Bevor sie eintrifft, / Und er lässt uns selbst sehen / In der Unsicherheit, in der er selbst lebte (. . .) / Das… Continue Reading „112. Zeitgenosse Caravaggio“
Als eine „Meisterin der Naturpoesie“ ist sie einmal gelobt worden. Und auch das bewahrheitet sich in „Krähengeschwätz“ immer wieder. Pflanzen und Tiere beobachtet die Autorin mit erstaunlicher Präzision: Die Pirole im Garten, die Blaumeisen, die Graureiher am Himmel, die blühenden Moorlilien genau wie den… Continue Reading „111. Meisterin der Naturpoesie“
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE These days are brim full of bad news about our economy—businesses closing, people losing their houses, their jobs. If there’s any comfort in a situation like this, it’s in the fact that there’s a big community of sufferers.… Continue Reading „110. American Life in Poetry: Column 260“
Es hieß in der DDR oft, die Familie sei »die kleinste Zelle der Gesellschaft«, angesichts der Bedrängungen durch Beobachtung eine ungewollt wahre Formulierung; die noch kleinere Zelle allerdings war das Ich, ein übersichtliches Observierungsobjekt. Und zwar Beobachtung in jede Richtung. Man kann es als… Continue Reading „109. Bolzen“
Als Rudolf Borchardt 1909 seine große Besprechung von Stefan Georges „Siebentem Ring“ veröffentlichte, unterschied er die epochale Bedeutung Georges für die deutsche Literatur von der Verehrung einer Gemeinde, über deren Riten schon damals schäbige Gerüchte die Runde machten: „als ob dieser Anhang es wäre,… Continue Reading „108. Georges Wirkung und Georges Dichtung“
Manche meinen lechts und rinks Kann man nicht velwechsern werch ein Illtum… Soloperformance nach Lyrik von Ernst Jandl. Des Dichters Stimme tritt in einen Dialog mit Posaune, Klavier, Electronics, Toys und schließlich auch mit Christian Muthspiels Stimme. Dieser macht sich auf eine klingende Reise… Continue Reading „107. werch ein illtum“
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